23. August 2017, 22:42 Uhr

Erste »englische« Woche

23. August 2017, 22:42 Uhr
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Von Uwe Born

Die heimischen Fußballer erleben in dieser Woche die erste »englische« Woche der noch jungen Saison 2017/18. Heute Abend werden den Fans die mit Abstand meisten Spiele geboten. Lässt man die Gruppenliga-Duelle des SKV Beienheim (ab 20.15 Uhr gegen die TSG Nieder-Erlenbach) und des SC Dortelweil (ab 19 Uhr gegen Aufsteiger FSV Friedrichsdorf) außen vor, steigen auf den Wetterauer Sportplätzen 34 Partien von der C-Liga bis zur Kreisoberliga. Mit A-Liga-Spitzenreiter TuS Rockenberg (Top-Spiel gegen die KSG 1920 Groß-Karben), den B-Ligisten FSV Kloppenheim (gegen die KSG Bönstadt), FSG Burg-Gräfenrode (beim VfB Friedberg II) und SV Nieder-Weisel II (Derby gegen den SV Hoch-Weisel II) sowie den C-Ligisten Traiser FC II (bei Blau-Weiß Espa), KSG 1920 Groß-Karben II (gegen den SV Leidhecken II) und SV Assenheim (gastiert beim SV Leidhecken) können nur sieben der heute spielenden Klubs auf maximale neun Punkte aus den ersten drei Meisterschaftsbegegnungen verweisen.

Gruppenliga West (sieben Spiele): Während der VfB Friedberg nach drei Niederlagen in Folge planmäßig pausiert, möchten der SKV Beienheim (3. Platz/6 Punkte) und der SC Dortelweil (8./4) ihre Tabellenlage weiter verbessern. Insbesondere die Mannschaft von Beienheims Coach Karl-Heinz Stete fand nach dem Aufstieg auf Anhieb bestens in die Spur. Klar, dass die Fußballer aus dem Reichelsheimer Stadtteil nach Heimsiegen über den VfB Friedberg und TuS Merzhausen auch die dritte Partie vor eigenem Publikum gegen den noch punktlosen Vorletzten TSG Nieder-Erlenbach unbeschadet überstehen wollen. »Gehen wir so zur Sache, wie beim 6:1-Triumph über Merzhausen, bin ich guter Dinge«, sagt Karl-Heinz Stete. Rotation sei trotz der jüngst überzeugenden Vorstellung durchaus angesagt: »Marcel Bilkenroth ist definitiv ein Kandidat für die Startelf«, so Stete.

Derweil muss der SC Dortelweil, der nach vier Zählern aus den letzten zwei Spielen (1:1 FV Hausen, 2:1 Sportfreunde 04 Frankfurt) den Sprung ins obere Tabellendrittel anpeilt, beim Gastspiel des Liga-Neulings FSV Friedrichsdorf in der Abwehr definitiv umstellen: Jonas Müller beginnt für »Rot-Sünder« Dawid Polotzek. »Zwecks zusätzlicher personeller Alternativen rücken Oliver Steffen und Janis Rück in den Kader«, verrät SCD-Trainer Gökhan Kocatürk.

Kreisoberliga Friedberg (fünf Spiele): Kenner der Szene, die die Heimspiel-Premiere des Ex-Gruppenligisten FCO Fauerbach (8./4) gegen den letztjährigen Vizemeister FC Karben (5./5) als echten Knüller bezeichnen, liegen zwar grundsätzlich richtig, doch beim Schlagabtausch der beiden Titelanwärter heute Abend auf dem Fauerbacher Elachfeld sind Zweifel durchaus angebracht. Die Ursache: Beide Trainer, Fauerbachs Lars Osadnik und Karbens Harez Habib, kriechen in Sachen Personalausstattung wegen Verletzung, Urlaub oder beruflicher Verpflichtungen quasi auf dem Zahnfleisch. »Bei uns fehlen die Urlauber Ramil Taitschinov und Dominik Mosler. Außerdem sind Marc Witte, Marco See und Tim Botschek verletzt oder krank, und Kevin Törmer ist beruflich unterwegs«, klagt Osadnik, der auch noch um die Einsätze von Till Macker und Torjäger Andreas Baufeldt (beide muskuläre Probleme) bangt. »Der FC Karben ist klarer Favorit«, sagt Osadnik.

FCK-Spielertrainer Harez Habib will davon nichts wissen, denn die Ausfallliste in seinem Team sei »genauso lang«. Auf der Streichliste stünden mit Robin Weinert, Michel Albrecht, Timo Schmidt, Thorsten Wellmann, Mithat Bakanhan und Marcel Hübner sowie möglicherweise Moritz Feiler sieben Stammkräfte. »Dadurch sinken unsere Aktien enorm.« Wenn es in Fauerbach keinen Sieger gibt, wäre dies nach dem Geschmack des dritten Titelaspiranten, dem Türkischen SV Bad Nauheim, der als Tabellenführer im Spiel gegen den VfB Petterweil drei Punkte eingeplant hat. Zeitgleich muss Verfolger SV Nieder-Weisel Vorsicht walten lassen, zumal sich das Butzbacher Derby gegen den TSV Ostheim zum Stolperstein werden könnte.

Top-Partie in Rockenberg

Kreisliga A Friedberg (sieben Spiele): Vor allem die Kreisoberliga-Absteiger TuS Rockenberg und KSG 1920 Groß-Karben wussten zum Rundenauftakt zu überzeugen. Das Rockenberger Team um Trainer Volker Heerdt fegte Melbach (4:1), die Spvgg. 08 Bad Nauheim (5:2) und Ockstadt (5:1) vom Platz. Olcay Bayrams Groß-Karbener Mannschaft war bislang nur zweimal im Einsatz und ließ gegen Türk Gücü Friedberg II (4:2) sowie gegen Ober-Mörlen (6:4) nichts anbrennen. Als treffsichere Stürmer erwiesen sich die Rockenberger Flügelflitzer Marcel Funke (7) und Marius Wetz (4) sowie Groß-Karbens Scharfschütze Omar Mohammad (5). Welcher der beiden Klubs erst mal kleinere Brötchen backen muss, entscheidet sich heute Abend.

»Offensive wird Trumpf sein«, vermutet Volker Heerdt. Personell hat der TuS-Übungsleiter zwar keine Ausfälle zu beklagen, er selbst kann beim Top-Duell des vierten Spieltages aus privaten Gründen allerdings nicht dabei sein. Heerdt hat daher Spielausschussmitglied Thorsten Liebig seine Aufgaben übertragen.



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