26. Juli 2018, 12:17 Uhr

Regionalliga

Ende des Aufstiegsfluchs in der Südweststaffel

26. Juli 2018, 12:17 Uhr

Es scheint wie ein Fluch: Der Aufstieg in die 3. Liga und damit in den deutschen Profifußball. Die Bilanz der Regionalligisten aus dem Südwesten in den Entscheidungsspielen ist schwach. Seit der Premiere im Jahr 2013 gelangen nur der SV Elversberg, der SG Sonnenhof Großaspach und der Reserve des FSV Mainz 05 der Aufstieg in die 3. Liga. Das sind drei von 18 möglichen Kandidaten in den vergangenen sechs Jahren. Dabei durfte der Südwesten im Gegensatz zu den anderen fünf Regionalligen stets zwei Teams für die Aufstiegsrunde stellen, da er die meisten Mitglieder und Vereine im DFB gemeldet hat. Am Ende der Saison 2018/19 darf sich der Meister der Regionalliga Südwest aber endlich wieder über den direkten Aufstieg freuen – ebenso wie der Meister des Nordostens und des im April 2018 per Los bestimmten Westens.

Der Meister der Regionalliga Bayern und des Nordens spielen dann den vierten Aufsteiger in die 3. Liga aus. 2020 steigen der Meister des Südwestens sowie des Norden und aus Bayern direkt auf. Die Vorgabe ist natürlich nicht optimal, aber schon besser als zuletzt. Beim Bundestag im Oktober 2019 in Frankfurt will der DFB ein Konzept präsentieren, damit künftig alle Regionalliga-Meister direkt aufsteigen dürfen. Das bedeutet dann aber wohl auch: Aus fünf werden dann wohl wieder vier Regionalligen.

Am Ende der vergangenen Saison scheiterten aus dem Südwesten der 1. FC Saarbrücken (am TSV 1860 München aus der Regionalliga Bayern) und der SV Waldhof (am KFC Uerdingen aus der Westgruppe). Im Sommer 2015 hatten die Offenbacher Kickers unter Trainer Rico Schmitt als souveräner Meister des Südwestens gegen den 1. FC Magdeburg, den dominanten Klub des Nordostens, beide Partien verloren; 0:1 in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt und 1:3 am Bieberer Berg. Ist die Spitze der Regionalliga Südwest also schwächer als die des Nordostens? Dort haben sich die Meister in den vergangenen sechs Jahren fünfmal in den Entscheidungsspielen durchgesetzt (RB Leipzig, FC Magdeburg, FSV Zwickau, Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus). Oder aus Bayern? Dort haben die Meister in den vergangenen vier Jahren immer das Ticket für die 3. Liga gelöst (Würzburger Kickers, Jahn Regensburg, Spvgg. Unterhaching, 1860 München). Eine Frage, die wahrlich nur schwer zu beantworten ist.

Rudi Bommer, Trainer von Regionalligaaufsteiger SC Hessen Dreieich, hat seine eigene Version: »Die Regionalliga Südwest war zuletzt bärenstark. Da wird man total gefordert und verbraucht im Laufe der Saison sehr viel Energie.« Die dann den Topteams des Südwestens in den Aufstiegsspielen gefehlt hat. Ein Glück, dass diese Zeiten vorbei sind. Holger Appel

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