23. Oktober 2018, 19:27 Uhr

Ein Sieg des Willens

23. Oktober 2018, 19:27 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Für die Spieler der SG Rodheim II, die sich hier über einen Satzgewinn freuen, reicht es am Wochenende nicht zum Sieg in der Volleyball-Landesliga Nord. (Archivfoto: Schmidt)

Was für ein Sieg! Die Regionalliga-Volleyballer der SG Rodheim haben ein schon verloren geglaubtes Spiel bei Lokalrivale Eintracht Frankfurt nach 0:2-Rückstand und Matchball für die Hausherren noch mit 3:2 für sich entschieden. Unterdessen gab es für die zweite und dritte Mannschaft in der Landesliga Nord insgesamt drei Niederlagen.

Regionalliga Männer / Eintracht Frankfurt – SG Rodheim 2:3: Nach krankheitsbedingten Ausfällen im Training und ohne Diagonalspieler Tim Wacker gingen die Piraten aus Rodheim mit denkbar schlechten Voraussetzungen in die Partie. So ähnlich lief zunächst auch das Spiel: Die Hausherren nutzten die Gästefehler, um sich mit zweimal 25:17 die ersten beiden Durchgänge zu sichern. Trotz des Rückstands gaben sich die Piraten aber nicht auf – mit Erfolg. Obwohl die Frankfurter auch in Satz drei lange in Führung lagen, kamen die Rodheimer zum entscheidenden Zeitpunkt zurück und gingen beim 22:20 erstmals in Führung. Nun wurde es durch einige umstrittene Entscheidungen der Schiedsrichter hektisch, was beim von 24:25 sogar zur Hinausstellung von Diagonalangreifer Robert Stodtmeister führte. Nach 37 Minuten Spielzeit hatten die Piraten aber trotz Matchball des Gegners beim 30:28 ihren ersten Satzgewinn geholt. Dies leitete die Wende ein. Im darauffolgenden Satz, wie auch im anschließenden Tie-Break, wurden die Rodheimer immer stärker. Nach 25:18 im vierten Durchgang gewannen die Rodheimer in der Folge auch den Tie-Break letztlich souverän mit 15:10 – und feierten einen zwischenzeitlich nicht für möglich gehaltenen Sieg.

SG Rodheim: Moritz Sachs, Philip König, Matthias Graudenz, Alexander Schuld, Tim Breitenfelder, Andreas Zander, Robert Stodtmeister, Christian Stange.

Landesliga Nord / TG Neuenhaßlau – SG Rodheim II 3:1: Die Partie der Rodheimer »Zweiten« in Neuenhaßlau stand von Beginn an unter keinem guten Stern: Keiner der drei gelernten Mittelblocker stand zur Verfügung, ein vierter Spieler fehlte nach einer Autopanne. Doch die Umstellungen im Kader zeigten zunächst kaum Wirkung und so entwickelte sich ein hochklassiges Spiel. Nach zwei Sätzen (27:25 und 26:28 aus Sicht der SGR) stand es 1:1. In Durchgang drei und vier machte sich schließlich der Wechsel des Diagonalangreifers der Hausherren bemerkbar. Die TG minimierte ihre eigenen Fehler, während das Niveau der Piraten sank, sodass die beiden Sätze mit 19:25 und 15:25 verloren gingen.

SG Rodheim: Jens Bender, Andreas Böhmer, Max Gaus, Stefan Kann, Thomas Lingenau, Rolf Oberhofer, Dieter Schmitt, Timo Streitenberger.

SG Rodheim III – FSV Bergshausen 0:3: Die »Oldies« der SG Rodheim hatten kein Glück bei ihrer Heimpremiere, gewannen aber eine wichtige Erkenntnis. »Wir brauchen uns in der Liga nicht zu verstecken und wir werden auch zukünftig kein Kanonenfutter sein«, sagte Spielertrainer »Doc« Albrecht. Gegen den Titelanwärter aus Nordhessen hielten die Rodheimer lange mit, verpassten es aber jeweils in der Endphase der Sätze, entscheidende Punkte zu machen.

SG Rodheim III – TV Waldgirmes II 1:3: Auch gegen den Ligaprimus zeigten die Rodheimer eine gute Leistung. »Die Waldgirmeser Youngster waren schon mehr als verwundert, als wir Männer über 50 plötzlich mit einem Satzgewinn zum ersten Mal die Hälften gewechselt haben«, sagte Zuspieler Martin Kersten. Im weiteren Verlauf setzte sich die Frische und Vitalität der Lahnauer gegen die langsam müde werdenen Rodheimer aber schließlich durch.

SG Rodheim: Hüsi Dagsioglu, Peter Stößinger, Christian Albrecht, Martin Kersten, Paul Jansen, Jojo Jahr, Andreas Pakzies, Markus Steinhauer, Karsten Rauffmann.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos