16. Februar 2018, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim will den Playoffs näher kommen

Freitag in Crimmitschau, Sonntag gegen Riesserse - das ist das Programm des EC Bad Nauheim am Wochenende. Wir sagen, wer fehlt, wer spielt und wie der EC die Pre-Playoffs klar macht.
16. Februar 2018, 07:00 Uhr
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Von Erik Scharf
Zuletzt ist Dennis Reimer mit dem EC Bad Nauheim immer einen Schritt schneller als die Eispiraten Crimmitschau gewesen. Am Freitag wollen die Roten Teufel mit einem Sieg bei den Westsachsen einen weiteren Schritt Richtung Playoffs gehen. (Foto: Merz)

Die Zielgerade der DEL2-Hauptrunde ist erreicht. Und der EC Bad Nauheim hat noch alle Möglichkeiten. Liegt der Vorsprung auf die Lausitzer Füchse nach dem Gastspiel bei den Eispiraten Crimmitschau am Freitagabend (20 Uhr) und dem Heimspiel gegen den SC Riessersee (Sonntag, 18.30 Uhr) weiterhin bei mindestens 13 Punkten, ist die Pre-Playoff-Teilnahme schon gesichert.

 

Blick geht nach oben

Die Blicke gehen aber nach oben. Nur ein Punkt trennt die Roten Teufel von der direkten Playoff-Qualifikation, die Chance auf Platz sechs ist groß. »Wir haben hart dafür gearbeitet, das wollen wir nicht herschenken«, sagt Matthias Baldys, sportlicher Leiter des EC. In Crimmitschau, kürzlich noch das Team der Stunde, wartet ein angeschlagener, aber gefährlicher Gegner. »Sie sind zwar unter Druck, aber wir müssen gut ins Spiel finden und dürfen ihre Offensive nicht ins Rollen kommen lassen«, sagt Baldys.
 

Stiefenhofer fehlt, Pauli dabei, Pruden fraglich

Verteidiger Daniel Stiefenhofer wird mit einer Ohrverletzung weiterhin fehlen. Der Einsatz von Förderlizenzspieler Garret Pruden ist noch nicht geklärt, durch schulische Verpflichtungen des Kölners ist zumindest ein Einsatz in Crimmitschau fraglich. Stürmer Andreas Pauli trainierte am Donnerstag mit der Mannschaft und steht EC-Trainer Petri Kujala in Crimmitschau zur Verfügung, der dort wieder mit vier Sturmreihen agieren kann.
 

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Crimmitschaus Führungsspieler auf Abwegen

Die Eispiraten haben nicht nur ihre vergangenen vier Spiele verloren, sondern auch drei Punkte. Der 9:5-Sieg gegen Bayreuth wurde am 31. Januar nachträglich gegen die Westsachsen gewertet, weil sie mit Torwart Patrick Klein (kam von DEL-Klub Krefeld Pinguine) einen formell nicht lizenzierten Spieler eingesetzt hatten. Die folgenden vier Duelle mit Weißwasser, Frankfurt, Dresen und Riessersee gingen mit einem Torverhältnis von 9:20 allesamt deutlich verloren. Einen Zusammenhang will man bei den Eispiraten aber nicht herstellen.
 

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Vielmehr sorgt das Kadermanagement für Unverständnis. Die Führungsspieler sind auf dem Eis als solche nicht zu erkennen. Torjäger Jordan Knackstedt fiel zuletzt eher mit Disziplinlosigkeiten auf als mit Toren. Abwehrchef und Ex-Teufel Ales Kranjc spielt mit Slowenien bei den Olympischen Spielen um Edelmetall und fehlt an allen Ecken und Enden. Während Bad Nauheim mit Marcel Brandt einen Glücksgriff landete, enttäuschte Kranjc-Ersatz und Leihgabe Alex Roach von DEL-Kooperationspartner Grizzlys Wolfsburg bislang auf ganzer Linie, weilte beim Spiel gegen Weißwasser sogar lieber auf einer Familienfeier. Für vier Spiele kommt nun Torwart Ben Meisner von DEL-Klub Augsburger Panther nach Crimmitschau. Ob er die zuletzt löchrige Defensive besser aussehen lässt und den Eispiraten auf dem Weg zum ausgegebenen Ziel Heimrecht in den Pre-Playoffs hilft, wird sich zeigen.

 

SC Riessersee: Erfolg weckt Begehrlichtkeiten

Der SC Riessersee blickt dem Saisonfinale entspannt entgegen. Der Zweitplatzierte hat drei Zähler Vorsprung auf die Löwen Frankfurt, das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale ist den Bayern schon sicher. Wie stabil die Garmisch-Partenkirchener in dieser Saison auftreten, zeigt ihre Reaktion auf das erste Null-Punkte-Wochenende der Saison. Vor zwei Wochen verlor der SCR in Bad Tölz (2:3) und gegen Dresden (4:5). Es folgten ein Heimsieg gegen Freiburg, ein Overtime-Erfolg in Frankfurt (jeweils 3:2) und am vergangenen Dienstag ein 6:3-Sieg in Crimmitschau. Herausragend dabei war die erste Reihe um Andreas Driendl, Lubor Dibelka und Richard Mueller, die in diesen fünf Spielen 33 Scorerpunkte sammelte.
 

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Die spannenden Geschichten werden derzeit abseits der Eisfläche erzählt. Unter der Woche präsentierte der SCR mit Stefan Endraß einen neuen Geschäftsführer. Vereinsboss Udo Weisenburger bleibt zwar Hauptgesellschafter, das Management übernimmt ab April aber Endraß, der künftig 300 000 Euro mehr an Sponsorengeldern beschaffen soll. Endraß muss sich aber auch mit der Personalie Toni Söderholm beschäftigen. Der Cheftrainer hat sich mit seiner guten Arbeit in Garmisch-Partenkirchen ins Schaufenster für größere Aufgaben gestellt. Auf dem Weg zu Platz zwei muss er aber erstmal die Pflichtaufgaben gegen Weißwasser und in Bad Nauheim lösen.



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