12. März 2019, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim im Check: Stärken, Schwächen, Schlüsselspieler

Nur noch drei Mal schlafen, dann startet der EC Bad Nauheim in die Playoffs der DEL2. Vor dem ersten Spiel bei den Ravensburg Towerstars haben wir das Team unter die Lupe genommen.
12. März 2019, 07:00 Uhr
Zeichen gesetzt: Mike Dalhuisen vom EC Bad Nauheim hat Mathieu Pompei von den Ravensburg Towerstars gepackt. Ab Freitag stehen sich die Hessen und die Oberschwaben im Playoff-Viertelfinale der DEL 2 gegenüber. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Der EC Bad Nauheim ist in der sechsten Saison nach dem Wiederaufstieg zum dritten Mal auf direktem Weg in das Playoff-Viertelfinale der DEL 2 eingezogen. Das kann sich sehen lassen. Nach holprigem Auftakt haben sich die Roten Teufel in die vordere Tabellenhälfte katapultiert. Zwischenzeitlich gewann die Mannschaft von Christof Kreutzer zwölf Heimspiele in Serie. Nun geht es ab Freitag gegen die Ravensburg Towerstars (lesen Sie hier den Gegner-Check).


EC Bad Nauheim: Das sind die Stärken der Mannschaft

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Felix Bick ist als Torwart der Rückhalt des EC Bad Nauheim. (Foto: pv)

Stärken: Auffällig ist sicher die Quote in Über- und Unterzahl. In beiden Kategorien ist Bad Nauheim ganz weit vorne zu finden. Insbesondere durch die Nachverpflichtung von Zach Hamill hat das Powerplay an Effektivität gewonnen. Die Teufel verfügen über zwei torgefährliche Überzahl-Blöcke; mit Daniel Stiefenhofer, dem gelernten Verteidiger mit Torinstinkt im Slot. In Unterzahl sind die Sylvester-Brüder Dustin und Cody als Duo führend im Unterzahl-Tore-Ranking der Liga.

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Die Mannschaft zeichnet sich zudem durch hohe taktische Disziplin aus. Das oft zitierte »an einem Strang ziehen« ist hier keine Floskel. Mit Felix Bick verfügen die Hessen zudem über einen starken Mann zwischen den Pfosten. Von Vorteil sicherlich: Die Mannschaft ist schwer auszurechnen. Neben zwei Top-Reihen verfügt Bad Nauheim auch über einen dritten Block, der Spiele entscheiden kann.


EC Bad Nauheim: Das sind die Schwächen des Teams

Schwächen: Der kleine Kader könnte sich rächen. Zwar haben nur die Kassel Huskies vergleichbar viele Lizenzen vergeben, doch agieren die Roten Teufel im Grunde genommen seit Dezember mit nur drei Reihen; teils mit nur fünf Verteidigern. Das geht an die Substanz. Das könnte zum Ende einer Saison in einer engen Serie, möglicherweise mit vielen Strafzeiten, zum Verhängnis werden. Bad Nauheim kann jede Partie gewinnen; aber nur über eine 100-prozentige Leistung und Einstellung.



EC Bad Nauheim: Das sind die Schlüsselspieler der Roten Teufel

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Dustin Sylvester ist der Topscorer der Roten Teufel. (Foto: pv)

Dustin Sylvester: Hat teamintern seinen Bruder Cody beerbt. Als Mittelstürmer der ersten Sturmreihe, als Topscorer, als Motor in der Mannschaft. Der Kanadier füllt seit der Länderspielpause die Rolle aus, die man sich von ihm erhofft hatte. Torjäger, Vorbereiter, Führungsspieler. Er kann in jedem Spiel den Unterschied ausmachen. Extrem schnell, und daher auch in Unterzahl extrem gefährlich (sechs Treffer).  Im Januar zum DEL2-Spieler des Monates gewählt . Gewinnt zudem mehr als 53 Prozent seiner Bullys.

Felix Bick: Die Lebensversicherung. Der Torwart hält die Roten Teufel mit seinen Leistungen im Spiel, wenn es mal nicht so läuft und wahrt somit immer wieder die Möglichkeit auf eine späte Wende. Nach nur vier Monaten ist der Keeper aus Frankfurt zurückkehrt und hat in Bad Nauheim an die Leistungen der Vorsaison angeknüpft. Als sei er nie weg gewesen. Mit ihm haben die Roten Teufel Ende November zum Höhenflug angesetzt. Seine Fangquote: über 92 Prozent. Dreimal blieb er ohne Gegentor.

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Zach Hamill kam im November zum EC Bad Nauheim - und schlug sofort ein. (Foto: Duderstadt)

Zach Hamill: Mit jeder Partie gewinnt der Kanadier an Bedeutung. Seit seiner (Nach-)verpflichtung Ende November hat sich die Powerplay-Quote der Roten Teufel signifikant verbessert (Top-Wert der DEL 2). Rasch hatte er sich für eine Verlängerung des Tryout-Vertrages empfohlen. Enorme Übersicht. Exzellentes Händchen, zweikampfstark, ein giftiger, unbequemer Wühler in den Ecken. Das zeichnet ihn aus. Hamill zeigt, warum er es einst zu Einsätzen in der NHL gebracht hatte.

Info

Diese Fragen entscheiden über den Halbfinal-Einzug

Können Felix Bick und seine Vorderleute die Tormaschinerie stoppen?
209 Treffer hat Ravensburg in 52 Spielen erzielt. Nur Frankfurt hat öfter getroffen. Offensiv haben die Oberschwaben ein enormes Potenzial. Mit Mathieu Pompei (27 Tore), David Zucker und Robbie Czarnik (je 21) konnten drei Spieler mehr als 20 Treffer erzielen.

Kann der EC Bad Nauheim Powerplay-Situationen erzwingen?
Die Quote ist durchaus furchteinflößend - 26,2 Prozent. Mehr als jedes vierte Überzahl-Spiel der Roten Teufel führt zum Torerfolg. Allerdings: Keine andere Mannschaft hat seltener mit einem Mann mehr auf dem Eis gestanden als der EC Bad Nauheim.

Reicht die Kraft der Roten Teufel?
Dezember und Januar waren kräftezehrend; mit teils nur fünf Verteidigern und neun Stürmern. Das könnte sich rächen. Den Teufeln kommt der Spielplan (vier Tage Pause zwischen den Spielen zwei und drei) entgegen.

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