26. November 2019, 22:36 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Vier Gegentore in Unterzahl und ein weiterer Ausfall

Der EC Bad Nauheim verliert in Bad Tölz mit 0:4 und muss den Ausfall eines weiteren Schlüsselspielers verkraften.
26. November 2019, 22:36 Uhr
Daniel Stiefenhofer klärt im eigenen Drittel gegen Marco Pfleger. Die Roten Teufel kassieren in Bad Tölz aber eine 0:4-Niederlage. Foto: Fehrmann

Keine Punkte, dafür der nächste Ausfall. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Dienstagabend bei den Tölzer Löwen eine 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)-Niederlage akzeptieren müssen. Für Mike Card war die Partie bereits zu Beginn des zweiten Abschnitts beendet. Der Verteidiger der Roten Teufel humpelte in die Kabine.

Vor 2401 Zuschauern - darunter rund 50 Fans aus der Wetterau, die ihr Team gar an einem Wochentag über mehr als 470 Kilometer begleitet hatten - entschieden die Über- und Unterzahl-Formationen über die Punkteverteilung. Die Gastgeber nutzten gleich vier ihrer sechs Powerplay-Möglichkeiten, Bad Nauheim hingegen blieb in ebenso vielen Situationen mit einem Spieler mehr auf dem Eis erfolglos, agierte oft zu schlampig.

»Das Powerplay war der Unterschied. Aber wir müssen in Unterzahl auch besser verteidigen. Wir haben verdient verloren«, sagte Christof Kreutzer, der Trainer der Hessen. Für Bad Tölz, das den elften Sieg in Folge feiern konnte, bilanzierte Kevin Gaudet., der Coach: »Die Jungs spielen wir Krieger. Und sie finden einen Weg, um Spiele zu gewinnen.«

In den Anfangsminuten brannte es gleich mal lichterloh vor Torwart Felix Bick. Der Führungstreffer durch Max French (8./unglücklich abgefälscht) war längst überfällig. Bad Nauheim hatte seine stärkste Phase zwischen der zehnten und der 25. Minute, konnte das Momentum aber nicht auf seine Seite bringen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich bot sich Huba Sekesi nach einem 2:1-Konter. Der Ex-Tölzer vergab vor dem freien Tor. Ärgerlich und unnötig: die Hinausstellung vor dem Gegentor zum 0:2 durch French (26.). Tief im gegnerischen Drittel, noch hinter der Torlinie des Gastgebers, hatten sich die Hessen ihre Strafe abgeholt. Bad Tölz übernahm nun wieder die Kontrolle.

Einen neun Impuls hätten die Gäste der Partie zu Beginn des letzten Abschnitts noch geben können; mit zwei Mann mehr. Doch auch hier fanden die Teufel keine Lücke. Zu allem Überfluss leisteten sich die Roten Teufel im Powerplay einen Wechselfehler. Den nummerischen Vorteil nutzte Lubor Dibelka zum 3:0 (43.). Das war’s. Der zweite Dibelka-Powerplay-Treffer ist nur von statistischer Bedeutung (50.).

Tölzer Löwen: Sinisa Martinovic - Eberhardt, Sasa Martinovic, Bednar, MacKenzie, Schwarz, Edfelder, Heinzinger - Weller, McNeely, Reiter, French, Pfleger, Gams, Dibelka, Kiefersauer, Schlager, Tosto.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Gnyp, Slaton, Stiefenhofer - Pauli, Hamill, Bires, Gibbons, Sylvester, Strodel, Palka, El-Sayed, Cornett, Ratmann, Köhler, Kahle.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (8.) French (Sasa Martinovic, Schwarz - 5-4), 2:0 (26.) French (Schlager - 5-4), 3:0 (44.) Dibelka (Weller, Pfleger -5-4), 4:0 (50.) Dibelka (Weller - 5-4). - Schiedsrichter: Kannengießer/Kapzan. - Strafminuten: Bad Tölz 14, Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 2401.

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