08. März 2020, 21:03 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Sommerpause nach 3:8 in Dresden

Das war’s! Der EC Bad Nauheim verabschiedet sich in die Sommerpause. In Dresden kassieren die Roten Teufel vier Gegentore in doppelter Unterzahl. Und dabei hatte alles gut vielversprechend begonnen.
08. März 2020, 21:03 Uhr
Abschied: Trainer Christof Kreutzer verlässt die Roten Teufel nach zwei Jahren. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. FOTO: HEIDE

Sommerpause! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim verlor am Sonntag auch Spiel zwei der Best-of-three-Serie um das Playoff-Viertelfinal-Ticket. In Dresden unterlagen die Roten Teufel vor 3126 Zuschauern unverdient deutlich mit 3:8 (1:2, 1:3, 1:3).

Die Entscheidung fiel Mitte des zweiten Abschnitts als die Hessen binnen 2:44 Minuten drei Tore zum zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand hinnehmen mussten. Am Ende hatten die Gäste unter kleinlicher Leitung der Unparteiischen Hascher und Kannengießer gleich vier (!) der acht Gegentreffer in doppelter Unterzahl (!) kassiert; einmal ließ sich die Mannschaft von Christof Kreutzer auch bei eigenem Powerplay bezwingen. »Die Special-Teams haben letztlich den Unterschied in der Serie ausgemacht. Wir hatten zu viele Strafen. Das hätten wir vermeiden müssen«, resümierte der Trainer der Wetterauer. Rico Rossi, dessen Vertrag bei den Eislöwen verlängert wurde, wusste: »Wir haben - wie schon in der gesamten Saison - immer einen Weg gefunden, um im wichtigen Moment die wichtigen Tore zu erzielen.«

Zach Hamill (1:0/2.), Jack Combs (2:5/40.) und Tyler Fiddler (3:5/41.) trafen zum Saisonausklang für die Hessen, die von rund 100 Fans in die sächsische Landeshauptstadt begleitet worden waren.

Intensität, Energie, Wille, Aggressivität: Bad Nauheim brachte (fast) alles mit in die Partie, verbrachte laufintensiv sehr viel Zeit im gegnerischen Drittel, suchte rasch den Abschluss- und lag nach starken 20 Minuten doch im Rückstand. Die Roten Teufel hatten nämlich schlichtweg nicht die Effektivität der Gastgeber, die zwei ihrer wenigen Möglichkeiten zu nutzen verstanden. Für Bad Nauheim hätte die Partie nicht besser beginnen können. Der wiedergenesene Mick Köhler eroberte den Puck im Zweikampf, Zach Hamill behielt vor Riku Helenius die Nerven - und die Gäste hatten nach gerade einmal 63 Sekunden vorgelegt. Die Gäste konnten ihre Gastgeber in deren Drittel einschnüren, bekamen ihre Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen. Gnadenlos effektiv zeigten sich die Eislöwen: Jordan Kanckstadt traf zum Ausgleich, und ein Unterzahl-Break nutzte Timo Walther zum schmeichelhaften Führungstreffer der Blau-Weißen.

Bad Nauheim knüpfte zum zweiten Abschnitt trotz des Nackenschlages an die gute Leistung aus den ersten 20 Minuten an, war im Powerplay dem Ausgleich nahe, leistete sich dann aber zu viele Hinausstellungen und kassierte in doppelter Unterzahl zwei Gegentore durch Alexander Dotzler (gleich zweimal hatte Bad Nauheim die Chance zur einfachen Befreiung verpasst) und Timo Pielmeier, ehe Petr Pohl mit dem nächsten Wechsel eine Unordnung in der Defensive bestrafte - das war’s im Grunde genommen. Der Partie war die Spannung genommen. Jack Combs, der nun wieder anstelle von Cody Sylvester den Vorzug erhalten, betrieb in der Schlusssekunde noch des zweiten Abschnitts Ergebniskosmetik.

Als Tyler Fiddler gleich zu Beginn des letzten Durchgangs noch auf 3:5 verkürzt hatte, keimte tatsächlich noch einmal Hoffnung auf. (41.). Diese zerstörte Petr Pohl zehn Minuten vor dem Ende, als der Felix Bick im Tor mit einem Penalty verlud - 6:3 für Dresden. Der Rest war nun Formsache, erst recht, da die Unparteiischen doch recht munter und einer Playoff-Partie eher unangemessen ihre Strafzeiten verteilten, was Dresden zu weiteren Troffern durch Knackstedt (fünf Scorerpunkte in dieser Partie) und Dotzler verhalf.

Dresdner Eislöwen: Helenius - Dotzler,, Uplegger, Lavallee, Zauner, Kramer, Flade, Ribnitzsky - Pohl, Huard, Knackstedt, Ritter, Lamoureux, Mitchell, Walther, Knobloch, Pielmeier, Jentsch, Rupprich, Heyter.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Sekesi, Kokkia, Card, Slaton, Heyer - Pauli, Fiddler, Bires, Köhler, Hamill, Combs, Ratmann, El-Sayed, Palka, Kahle, Cornett.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (2.) Hamill (Card, Combs), 1:1 (9.) Knackstedt (Dotzler, Huard - 5-4), 2:1 (16.) Walter (Knobloch - 4-5), 3:1 (28.) Dotzler (Knackstedt - 5-3), 4:1 (29.) Pielmeier (Knackstedt - 5-3), 5:1 (30.) Pohl (Huard, Pielmeier), 5:2 (40.) Combs (Bires, Fiddler - 5-4), 5:3 (41.) Fiddler (Bires, Pauli), 6:3 (51.) Pohl (Penalty), 7.3 (54.) Knackstedt (Dotzler, Huard - 5-3), 8:3 (56.) Dotzler (Knackstedt, Huard - 5-3).. - Schiedsrichter: Hascher/Kannengießer. - Strafminuten: Dresden 12, Bad Nauheim 24. - Zuschauer: 3126.

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