07. August 2020, 07:04 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: So lief das Fan-Treffen unter Corona-Bedingungen

Die Neugier ist auch in Pandemie-Zeiten groß. Mehr als 200 Fans konnten beim Sommer-Talk des EC Bad Nauheim einen Eindruck der Corona-Bedingungen im Stadion gewinnen.
07. August 2020, 07:04 Uhr
Tolle Resonanz: Mehr als 200 Fans - und damit deutlich mehr als bei vergleichbaren Veranstaltungen in der Vergangenheit - wollten am Mittwochabend Informationen aus erster Hand. Rechts am Mikro: Geschäftsführer Andreas Ortwein. FOTOS: HH/PM

Mundschutz auf! Registrieren! Hände desinfizieren! Abstand halten! Markierungen beachten! Der »Sommer-Talk« des EC Bad Nauheim hat am Mittwochabend einen Eindruck vermittelt, wie ein Stadionbesuch in Corona-Zeiten aussehen kann. Am 2. Oktober will die Deutsche Eishockey-Liga 2 in die Hauptrunde der Saison 2020/21 starten - mit Zuschauern, weil »Geisterspiele« wie beim Fußball keine echte Option darstellen und die 14 Klubs maßgeblich auf Einnahmen aus Ticketverkäufen und Sponsoring angewiesen sind. Ein erster kleiner Schritt für die Roten Teufel und knapp über 200 Fans, die sich nach der Wiederaufnahme des Eishockey-Spielbetriebes sehnen.

Medienchefin Jana Duderstadt moderierte die Gesprächsrunden vor den Blöcken A, B, C im Colonel-Knight-Stadion mit Neuigkeiten aus dem sportlichen Bereich, der Geschäftsführung und dem Nachwuchsverein. Die wichtigsten Themen im Überblick:

50,1 Prozent Offensive: Mit finnischer Diplomatie begegnete Trainer Hannu Järvenpää der Frage, welchen Spielstil er bevorzuge? »Am liebsten ist es mir, wenn ich sehe, wie unser Team Tore erzielt. Wir müssen aber auch hart in der defensiven Zone arbeiten. Das sind die restlichen 49,9 Prozent.«

Kein Vertrag für Slaton: Steve Slaton erhält beim EC Bad Nauheim keinen neuen Vertrag. »Manchmal muss man aufgrund sportlicher Überlegungen schwierige Entscheidungen treffen«, sagt Assistenztrainer Harry Lange. Wie und wo es für den 40-jährigen Deutsch-Amerikaner weiter geht, ist noch nicht bekannt. Oberliga-Aufsteiger Limburg soll Interesse haben. Offen bleibt die Personalie Mike Card. »Wir haben noch einen Platz in der Abwehr frei. Da werden wir sehen, ob wir das mit einer rein deutschen Verteidigung lösen«, sagt Lange.

Eiszeit in Darmstadt: »Potenzial ist da. Mit der Mannschaft und Trainern sehe ich hier gute Möglichkeiten«, stellte sich Christoph Körner, gebürtiger Bayer aus Garmisch-Partenkirchen und Neuzugang von den Eispiraten Crimmitschau, als Talkgast dem Publikum vor. »Wir haben eine gute Trainingsgruppe und gehen mit den Jungs, die schon vor Ort sind, zweimal pro Woche in Darmstadt auf das Eis.«

»Sechser im Lotto«: So euphorisch bezeichnete der langjährige VfL- und EC-Fan Heinz Lohwasser den Einstieg von Marketing-Fachmann Dag Heydecker in die Geschäftsführung beim Zweitligisten. Der Steinfurther plauderte unterhaltsam über seine Stationen und Weggefährten bei den Adlern Mannheim, 1899 Hoffenheim oder Mainz 05. Aber auch über Erlebnisse im Eisstadion am Kurpark und die Zeiten als Sportjournalist.

1000 Dauerkarten: Die Zahl von derzeit rund 670 Vorbestellungen in den vierstelligen Bereich zu steigern lautet ein ehrgeiziges Marketing-Ziel Heydeckers, der sich für die herzliche Aufnahme bei der Rückkehr in die alte Heimat bedankte.

100 Prozent Frischluft: Von Vorteil könnte in der aktuellen Situation das nach drei Seiten offene Colonel-Knight-Stadion sein. Geschäftsführer Andreas Ortwein erläuterte zentrale Punkte des separaten DEL2-Konzepts, an dem der EC-Geschäftsführer als Vorsitzender einer sechsköpfigen Kommission maßgeblich mitgearbeitet hat. Für den Standort Bad Nauheim hofft Ortwein nach Abschluss der Gespräche mit dem Wetteraukreis auf eine Kapazität von rund 2000 Zuschauern - auf Sitz- und Stehplätzen.

Lettische Nationalspieler: Danila Dubovs heißt der 1,95 Meter-Hüne, den Radek Krestan, Sportlicher Leiter des RT-Nachwuchsvereins, an Land gezogen hat. Der 16-jährige Rechtsverteidiger soll mithelfen, dass U 17 und U 20 ihre Ziele, jeweils den Klassenerhalt, realisieren. Bei HK Dinaburga II sammelte der junge Mann bereits Zweitliga-Erfahrung in seinem Heimatland. Mit ihm kommt Juris Ipatjevs, ein Torhüter. Ipatjevs hat zwei Jahre in Finnland für Ässät Pori gespielt und in der Vorsaison erste Erfahrungen in der zweiten lettischen Liga sammeln können. In seiner Heimat gehört er dem U18-Nationalkader an.

Baum-Nachfolger gefunden: Mit Martin Lamich wurde die vakante Stelle des Hauptamtlichen Nachwuchstrainers der Roten Teufel neu besetzt, nachdem sich der Klub im Führjahr von Alexander Baum getrennt hatte. Lamich, Ex-Profi aus Opava in Tschechien und ehemalige Erstliga-Angreifer beim HC Vitkovice, spielte in Deutschland unter anderem vier Jahre für die Selber Wölfe. Einer seiner größten Erfolge war die Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft in Kanada 1999. Die letzten fünf Jahre trainierte Martin Lamich bereits nebenberuflich Nachwuchsmannschaften der VfE Ulm/Neu-Ulm Donau Devils und die erste Mannschaft vom SG Burgau/Senden.

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