07. Januar 2020, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: »Kopfsache« und »Spielglück«

Das hatte schon Playoff-Charakter! Bad Nauheim und Heilbronn liefern sich zwei intensive Duelle. Die Roten Teufel stoppen dabei ihren Negativtrend.
07. Januar 2020, 07:00 Uhr
Jared Gomes (links) und Jack Combs waren in Heilbronn an jeweils drei Toren des EC Bad Nauheim unmittelbar beteiligt. FOTO: Thorwartl

Das Tor war bereits leer und nur wenige Meter entfernt, die Position zentral, unbedrängt. Mit einem Allerweltsschuss hat Jack Combs am Sonntag in Heilbronn zum 4:1-Endstand für den EC Bad Nauheim getroffen. Der zweite Treffer im zehnten Spiel erst für den DEL-Torjäger von 2017, zugleich aber auch der dritte Scorerpunkt für den Kanadier am Sonntagabend. Die Erleichterung spiegelte sich in den Gesichtszügen des 31-Jährigen wider. Ein Treffer für’s Selbstvertrauen des technisch starken, bislang aber glücklosen Torjägers.

»Das wird ihm gut tun und uns als Mannschaft auch. Die Jungs haben zuvor auch nicht schlecht gespielt, jetzt aber endlich wieder einen Weg gefunden, einen Vorsprung auch zu verteidigen«, sagte Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel nach dem Drei-Punkte-Wochenende (1:2/4:1) im doppelten Duell mit Heilbronn, dem Tabellen-Zweiten, dem torgefährlichsten Team der Deutschen Eishockey-Liga 2, das zuvor in Kassel und Frankfurt gewonnen hatte.

In acht Spielen, beginnend mit der 0:1-Niederlage in Freiburg am 8. Dezember, hatte der EC Bad Nauheim regulär nur zwölf Treffer erzielt, nie mehr als zwei Tore in einem Spiel. »Kopfsache«, meint Kreutzer. Erstaunlich, dass dies überhaupt zu sieben Punkten gereicht hatte. Schon am Freitag habe man »sehr viel investiert, doch der Puck wollte nicht über die Linie«. In Heilbronn hatte sich die Mannschaft das Spielglück zurück erarbeitet und konnte sich erneut auf Torwart Felix Bick verlassen. »Herausragend«, bescheinigte Kreutzer einmal mehr. »Bad Nauheim hat heute gezeigt, warum man zuletzt so wenige Gegentore kassiert hat. Das Team hat gekratzt, gebissen und Schüsse geblockt«, bestätigte Alexander Mellitzer, der Coach der Heilbronner Falken, nach zwei Duellen mit Playoff-Charakter.

Bad Nauheim hatte am Wochenende tatsächlich einmal vier Kontingentspieler aufbieten können. Cody Sylvester feierte nach fünfwöchiger Pause überraschend sein Comeback. Stabil, aber noch unauffällig. »Auch er wird wieder treffen«, sagt Kreutzer. Tyler Fiddler hingegen muss sich doch noch etwas gedulden. Eine tiefe Schnittverletzung am Fuß behindert ihn. »Vielleicht ist er am Freitag wieder ein Thema«, sagt Kreutzer. Offen ist hingegen die Ausfalldauer von Mike Card. Der Verteidiger hat sich am Freitag im ersten Abschnitt eine Gehirnerschütterung zugezogen. An seine Stelle rückte am Sonntag Niklas Heyer. Der junge Abwehrspieler hatte noch 48 Stunden zuvor sein erstes Oberliga-Spiel per Förderlizenz für Herne bestritten. »Niklas hat einen guten Job gemacht«, sagt der Trainer. In der Defensive halten die Roten Teufel nach dem Abgang von Daniel Stiefenhofer die Augen offen nach einem Ersatz.

In der Tabelle ist Bad Nauheim durch zwischenzeitlich vier Niederlagen in Serie auf Rang fünf abgerutscht. »Man kann jetzt noch nicht auf die Tabelle schauen und spekulieren. Noch haben wir alles in der Hand und müssen uns auf uns selbst konzentrieren«, sagt Kreutzer. So schön Position drei im Klassement lange Zeit auch gewesen sei. »Man muss auch realistisch bleiben und darf das nicht als selbstverständlich ansehen.«

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