Lokalsport

Doppel-Date mit Fiddler?

Das Jahr beginnt mit einem Doppel-Date. Der EC Bad Nauheim empfängt heute Abend die Heilbronner Falken, am Sonntag sind die Roten Teufel beim Tabellenzweiten zu Gast. Beide Teams haben mit personellen Problemen zu kämpfen - zumindest am Freitag.
03. Januar 2020, 17:00 Uhr
Erik Scharf
Der Einsatz von Tyler Fiddler (r.), der hier an Heilbronns Kevin Maginot vorbeizieht, entscheidet sich vor den beiden Duellen mit den Falken kurzfristig.	FOTO: NICI MERZ
Der Einsatz von Tyler Fiddler (r.), der hier an Heilbronns Kevin Maginot vorbeizieht, entscheidet sich vor den beiden Duellen mit den Falken kurzfristig. FOTO: NICI MERZ

Das Jahr beginnt mit einem Doppel-Date. Ganz so romantisch wie es klingt, ist es aber nicht. Am heutigen Freitag (19.30 Uhr/Colonel-Knight-Stadion) empfängt der EC Bad Nauheim die Heilbronner Falken zum 34. Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga 2, am Sonntag (18.30 Uhr) sind dann die Roten Teufel beim Tabellenzweiten zu Gast.

Die Ausgangslage: Geht es nach den Buchmachern, ist die Sache klar. Einen Favoriten gibt es nicht. Die Wettquoten halten sich vor dem heutigen Duell die Waage. Dabei zeigen die Trendpfeile derzeit in unterschiedliche Richtungen. Den Weihnachtsmarathon schloss der EC mit zwei Siegen (3:2 nach Penaltyschießen gegen Bayreuth und 2:1 gegen Kassel) und drei Niederlagen (2:3 nach Verlängerung in Landshut, 1:4 in Dresden, 2:4 in Kaufbeuren) ab. Der Vorsprung auf die Pre-Playoff-Plätze ist auf vier Punkte geschrumpft. Heilbronn liegt derweil nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Kassel Huskies auf Platz zwei. 6:3 gegen Freiburg, 5:3 gegen Bayreuth, 5:2 in Kassel und 4:2 nach Verlängerung in Frankfurt - nur beim spektakulären 6:8 in Bad Tölz gab es keine Punkte.

Tore garantiert: Während Heilbronn mit 142 Toren die gefährlichste Offensive besitzt, steht der EC bei 90 Toren - nur Schlusslicht Crimmitschau hat noch einen Treffer weniger. Besonders deutlich wurde der Unterschied am 11. Oktober des vergangenen Jahres. Mit 1:7 verlor der EC gegen die Falken, die höchste Heimniederlage seit der DEL 2-Rückkehr 2013. In Heilbronn hielt sich die 3:5-Niederlage am 29. November nur aufgrund eines guten Schlussdrittels der Roten Teufel im Rahmen. Treffen Teufel und Falken aufeinander, heißt es oft: Tore satt. Seit besagter Rückkehr 2013 fallen im Schnitt 6,7 Treffer pro Spiel.

Fiddler-Einsatz fraglich: Kaum war er wieder fit, musste er schon wieder aussetzen. Nach einer vierwöchigen Verletzungspause belebte Tyler Fiddler am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Kassel 20 Minuten lang das Spiel der Roten Teufel, bis er erneut verletzt ausschied. Ob er heute Abend als vierter Kontingentspieler in den Kader zurückkehrt, entscheidet sich kurzfristig. Beim Abschlusstraining am Donnerstag wurde er geschont, man wolle nichts überstürzen, sagte EC-Trainer Christof Kreutzer. Mick Köhler steht dagegen wieder zur Verfügung, Luis Üffing soll trotzdem als 13. Stürmer im Kader bleiben. »Er hat zuletzt gute Sachen gemacht und sich das verdient«, sagt Kreutzer. Als Verteidiger in der abschließenden Spielform mischte Cody Sylvester mit, ein Einsatz am Wochenende kommt allerdings nicht infrage. Zach Hamill stand immerhin mit der Mannschaft auf dem Eis, auch wenn er bei den Spielformen noch zuschauen muss.

Falken-Flügel gestutzt: Alles überragender Spieler ist Dylan Wruck. Mit 57 Punkten (19 Tore, 38 Assists) führt er die Topscorer-Liste der Liga an. Drei Flügelstürmer werden den Falken mindestens heute Abend fehlen. Stürmer Michael Knaub kassierte in Frankfurt seine fünfte Disziplinarstrafe in dieser Saison und ist gesperrt. Stefan Della Rovere (Oberkörperverletzung) ist frühestens am Sonntag eine Option. Yannik Valenti spielt mit der U 20-Nationalmannschaft noch um den Klassenerhalt bei der WM. Sollte dieser am Samstag gesichert sein, könnte auch er am Sonntag im Kader stehen. So wird die dritte Sturmreihe voraussichtlich ausschließlich mit DNL-Spielern bestückt. Kooperationspartner Adler Mannheim wird maximal einen Spieler entsenden.

Das sagt EC-Trainer Christof Kreutzer: »Wir brauchen gegen Heilbronn eine kompakte Defensive. Über die Dauer des Spiels werden wir vorne zu unseren Chancen kommen, die müssen wir dann nutzen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen, die Spiele zu gewinnen.«

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