21. März 2020, 15:35 Uhr

»Die Entscheidung steht«

21. März 2020, 15:35 Uhr
Marcel Kahle verlässt den EC Bad Nauheim und beendet gleichzeitig im Alter von 26 Jahren seine sportliche Laufbahn. FOTO: CHUC

Mit der Empfehlung von 90 DEL-Spielen wechselte Marcel Kahle vor zwei Jahren von den Iserlohn Roosters eine Liga tiefer zum Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. 109 Spiele absolvierte der Stürmer für die Roten Teufel und sammelte dabei 29 Scorerpunkte. An dieser Statistik wird sich nichts mehr ändern. Der 26-Jährige hat seine sportliche Laufbahn überraschend beendet. Im WZ-Interview spricht Kahle, der nun wieder in seinem Heimatort Merten lebt, über die Hintergründe seiner Entscheidung und erzählt, wie es für ihn nun weitergeht.

Marcel Kahle, als 26-Jähriger beenden Sie ihre sportliche Laufbahn. Das ist durchaus ungewöhnlich.

Wir Eishockey-Profis kommen früher oder später alle an den Punkt, an dem wir uns Gedanken über unsere Zukunft machen. Bei mir kam der Punkt nun etwas früher.

Wie ist die Entscheidung gereift?

Ich habe mir schon lange Gedanken darüber gemacht, die Entscheidung ist mir auch sehr schwer gefallen. In den vergangenen Wochen habe ich mich immer intensiver mit dem Szenario auseinandergesetzt und schließlich den Schlussstrich gezogen.

Mal ehrlich, es ist schwer zu glauben, dass Sie von heute auf morgen kein Eishockey mehr spielen wollen.

Klar, man weiß nie was die Zukunft bringt. Aber die Entscheidung steht. Sicher werde ich hin und wieder mit Freunden oder anderen Ehemaligen aus Spaß an der Freude spielen, aber mit dem Profisport war es das für mich.

Wie haben Sie die Entscheidung innerhalb des Vereins kommuniziert?

Nach unserem letzten Saisonspiel in Dresden habe ich die Verantwortlichen über meine Entscheidung informiert. Auf der Rückfahrt habe ich dann im Mannschaftsbus meinen Mitspielern davon erzählt.

Wie waren die Reaktionen?

Durchweg positiv. Wie gesagt, jeder weiß, dass der Punkt bei ihm kommen wird und es eine schwere Entscheidung ist.

Wie bewerten Sie rückblickend die zwei Jahre in Bad Nauheim?

Ich hatte eine tolle Zeit und werde immer gerne auf die zwei Jahre zurückblicken. Aus sportlicher Sicht hätte es natürlich mehr sein können. In der vorletzten Saison hatten wir eine super Ausgangslage in den Playoffs und sind ausgeschieden, das Ende in dieser Spielzeit hatten wir uns - abgesehen von der Coronavirus-Krise - natürlich auch anders vorgestellt.

Dann lassen Sie uns nach vorne schauen. Wie geht es für Sie nun weiter?

Ich will eine Ausbildung machen. Momentan laufen noch Gespräche. Was genau es sein wird, entscheidet sich also noch in den kommenden Wochen.

Wird es etwas mit Eishockey zu tun haben?

Nein, ich will etwas komplett anderes machen.

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