Lokalsport

Besser spät als nie

Gökhan Kocatürk musste am Dienstagabend gut auf Manuel Volp aufpassen. Einerseits, weil der Coach vom SV Nieder-Weisel mit seinem Torjäger rechtzeitig zum Pokalspiel bei der KSG Bönstadt erscheinen wollte. Andererseits, weil Volp der Einzige unter den besten drei Torschützen beim »Wetterauer Torjäger-Cup« der WZ-Sportredaktion war, der in der kommenden Saison nicht für den SKV Beienheim spielen wird.
03. September 2020, 22:00 Uhr
Erik Scharf
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Große Runde für die Pokalübergabe beim »Wetterauer Torjäger-Cup«: (v. l.) Nieder-Weisels Coach Gökhan Kocatürk, Torjäger-Cup-Sponsor Stefan Raab, der Zweitplatzierte Manuel Volp (SV Nieder-Weisel), WZ-Sportredakteur Erik Scharf, Sieger Christian Bodea (FC Olympia Fauerbach, jetzt SKV Beienheim), Kreisfußballwart Thorsten Bastian, Sieger Andrei Dogot (SC Dortelweil, jetzt SKV Beienheim), WZ-Mitarbeiter Uwe Born, der Drittplatzierte Ante Paradzic (SKV Beienheim) und Beienheims Trainer Matthias Tietz. FOTO: NICI MERZ

Gökhan Kocatürk musste am Dienstagabend gut auf Manuel Volp aufpassen. Einerseits, weil der Coach vom SV Nieder-Weisel mit seinem Torjäger rechtzeitig zum Pokalspiel bei der KSG Bönstadt erscheinen wollte. Andererseits, weil Volp der Einzige unter den besten drei Torschützen beim »Wetterauer Torjäger-Cup« der WZ-Sportredaktion war, der in der kommenden Saison nicht für den SKV Beienheim spielen wird.

Nun traf der Zweitplatzierte des Wettbewerbs zur Pokalübergabe auf dem Sportplatz des SKV mit den Siegern Andrei Dogot und Christian Bodea zusammen, die nach dem Abbruch der vergangenen Saison vom SC Dortelweil beziehungsweise FC Olympia Fauerbach nach Beienheim gewechselt sind. Ante Paradzic, seit 2018 in Beienheim, machte als Drittplatzierter die SKV-Zange um Volp komplett. Die zarten und im Spaß gemeinten Überzeugungsversuche vom Beienheimer Pressesprecher Stefan Raab, der mit seiner Wüstenrot-Finanzagentur den Wettbewerb unterstützt und auch die großen Pokale organisiert, lächelte das Nieder-Weiseler Duo jedenfalls gekonnt weg.

Zumal Kocatürk seinen ehemaligen Schützling Dogot daran erinnerte, wem er den Erfolg zu verdanken hat: »Ich habe dich in Dortelweil überhaupt erst zum Stürmer gemacht, nachdem du im Training immer die meisten Tore geschossen hattest«, sagte der ehemalige SCD-Coach zu Dogot.

Seine Torjägerqualitäten beweist der 30-Jährige seither auch in Pflichtspielen kons-tant. 17 Tore erzielte er in der Vorsaison für den SC Dortelweil, ebenso viele wie Bodea für Fauerbach. Mit jeweils 51 Punkten teilen sich die beiden Stürmer den Sieg im Wettbewerb.

Zwar erzielte Manuel Volp in der vergangenen Saison ein Tor mehr als Dogot und Bodea, allerdings in der Kreisoberliga. Dort werden die Tore mit dem Faktor 2,5 statt wie in der Gruppenliga mit 3,0 multipliziert, somit landete Volp mit 45 Punkten auf Rang zwei. Auf Platz drei schoss sich Beienheims Paradzic mit 14 Toren und 42 Punkten.

Unter den wachsamen Augen von WZ-Mitarbeiter Uwe Born, der während der Saison Woche für Woche mit viel Akribie und Herzblut die Torschützenlisten auswertet und das Ranking zusammenstellt, und Kreisfußballwart Thorsten Bastian wurden die Pokale ein halbes Jahr nach Saisonabbruch und vier Tage vor Start der neuen Saison übergeben. Aber, wie heißt es so schön: Besser spät als nie.

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