05. September 2020, 07:00 Uhr

Beinheim empfängt Dortelweil

05. September 2020, 07:00 Uhr
Trainer Tufan Tosunoglu (M.) sieht seinen Türkischen SV Bad Nauheim zum Saisonstart in der Favoritenrolle. FOTO: NICI MERZ

20 Mannschaften, 38 Spieltage, jede Menge Spiele unter den Wochen: Auch auf die Fußballer der Gruppenliga Frankfurt-West wartet eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Saison. Aus Wetterauer Sicht eine feine Sache: Der Fußballkreis Friedberg ist in der ersten überregionalen Klasse mit acht Vereinen dabei - das gab’s noch nie. Acht Hochtaunus-Klubs sowie vier Frankfurter Vertreter ergänzen das Starterfeld, wobei zur Saison-Ouvertüre vor allem drei Fragen interessieren: Wer sind die Jäger? Wer sind die Gejagten? Wer muss kleinere Brötchen backen und versuchen, dem gewiss knallharten Abstiegskampf (wahrscheinlich sechs Direktabsteiger) zu entgehen?

Zwei Knüller

Runde eins bietet hierzulande gleich zwei Knüller mit Knall-Effekt: Auf dem Sportplatz in Beienheim kreuzen schon heute mit dem gastgebenden SKV und dem letztjährigen Vizemeister SC Dortelweil zwei Klubs die Klingen, denen ein Mitmischen in der Spitzengruppe zuzutrauen ist. Am Sonntag folgt beim Gruppenliga-Neuling FSG Burg-Gräfenrode das ebenso reizvolle Stadtderby gegen den FC Karben. Beide Vereine sind kürzlich im Kreispokal-Halbfinale der Saison 2019/20 gescheitert und verfolgen zunächst nur ein Ziel, den Klassenerhalt. Ähnliches gilt wohl auch für den Aufsteiger SV Steinfurth (bei der Usinger TSG), den FCO Fauerbach (beim Titelkandidaten SF Friedrichsdorf) und für die junge Truppe des SV Gronau (empfängt den FSV Friedrichsdorf). Dagegen sind bezüglich des Türkischen SV Bad Nauheim (gegen Vatanspor Bad Homburg) günstigere Prognosen angebracht.

SKV Beienheim - SC Dortelweil (Samstag, 17 Uhr): Beim Eröffnungs-Hit, der jede Menge Zuschauer erahnen lässt, bitten die Beienheimer Verantwortlichen um frühzeitiges Erscheinen interessierter Zaungäste. »Sonst drohen wegen der Datenerfassung längere Schlangen im Einlass- bereich«, gibt SKV-Pressesprecher Stefan Raab zu bedenken. Die Trainer, Beienheims Matthias Tietz und Dortelweils Frank Ziegler, verbreiten Zuversicht. »In der Vorbereitung lief es zunehmend besser«, meint Tietz. »Wir sind zwar noch nicht bei hundert Prozent, aber die Richtung stimmt«, entgegnet Ziegler. Beide Seiten müssen Stammspieler ersetzen: Seitens des Gastgebers fehlen Maximilian Esposito (noch keine Freigabe), Adrian Suarez und Erkan Gök (jeweils Trainingsrückstand).

Dortelweil muss auf Abwehrchef Julian Mistetzky (Urlaub), Dominik Schlatter, Jonas Müller und Christian Wiemann (alle verletzt) verzichten. Neue Offensivkräfte stehen im Mittelpunkt des Interesses, wobei sich Spieler wie Steffen Münk, Cristian Bodea und Andrei Dogot (Beienheim) sowie Moritz Feiler, Joshua Bell und Marvin Strenger (Dortelweil) einen gelungenen Einstieg erhoffen.

FSG Burg-Gräfenrode - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): »Für uns ist das Spiel gegen den FC Karben eine Riesensache. Es ist noch gar nicht so lange her, da trennten beide Klubs noch Welten«, sagt FSG-Coach Torsten Hertz. Bitter für ihn: Vom aus Dortelweil gekommenen Trio Markus Vancura, Stefan Ljujic und Cagdas Karagöz fehlen Karagöz (Knieverletzung) und Ljujic (Trainingsrückstand) ziemlich sicher sowie der angeschlagene Vancura eventuell.

Bezüglich der hohen Belastung wäre es nach Meinung des »Roggauer« Übungsleiters sinnvoll gewesen, wie in der Kreisoberliga drei Spieler ein- und auswechseln zu können. Die Truppe von Karbens Trainer Karl-Heinz Stete - ebenso wie Hertz und sein Kader eine Woche coronagebeutelt - kann den Saisonauftakt nahezu vollzählig in Angriff nehmen. Neuzugang Kevin Müller wird im Mittelfeld beginnen. »Zwei unserer vier Keeper fallen aus. Dort habe ich die Wahl zwischen Adrian Wetzel und Leonard Bewig«, verrät Stete.

SV Gronau - FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15.30 Uhr): Mit Bramont Maique Coelho (Spvgg. 03 Fechenheim), Kevin Marcello Jansa (Spvgg. 02 Griesheim), Samuel Bähre (Spvgg. 05 Oberrad) und Mouad Sabtaoui (JSK Rodgau U19) haben sie in Gronau quasi auf den letzten Drücker vier neue Spieler geholt, die am Sonntag gegen den FSV Friedrichsdorf wegen fehlender Spielberechtigung allerdings noch nicht zum Aufgebot gehören. »Die Jungs sind heiß und freuen sich, dass es endlich los geht«, sagt SVG-Trainer Florian Schwing, der lediglich Sam Roth (Bänderverletzung) aus seinen Planungen streichen muss. Neuzugang Sergen Bayraktar (Rot-Weiß Walldorf) soll im Spielaufbau die Fäden ziehen.

TSV ist Favorit

Türkischer SV Bad Nauheim - Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15.30 Uhr in Rödgen): Auch ohne die Abwehrkräfte Ivan Pejic (Trainingsrückstand) und Fabian Schusterschitz (Kniebeschwerden) sowie Mohammed Özisli (fehlende Freigabe) und Urlauber Luca Coric rechnet Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu, der mit Rückenproblemen ebenfalls passen muss, gegen den türkischen Taunusrivalen fest mit dem optimalen Ertrag: »Wir haben gut trainiert. Konditionell sehe ich keine Defizite.« Dass die Neuzugänge Stanley Ike (Angriff), Kubilay Erden (Offensiv-außen) und Ramazan Türkyilmaz (Abwehr) in der Startformation Berücksichtigung finden, ist nach Auskunft von Bad Nauheims Team-Manager Deniz Can sehr wahrscheinlich.

Ehrlicher fällt aus

Usinger TSG - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Den am Mittwoch beim A-Ligisten SG Wohnbach/Berstadt erstrittenen 7:1-Kreispokalerfolg wertete Steinfurths Coach Süleyman Karaduman als Pyrrhussieg: »Denis Ehrlicher, der fürs Usinger Spiel im Angriff gesetzt war, und Lukas Cech haben sich dort verletzt und fallen am Sonntag definitiv aus. Ferner steht hinter dem Einsatz von Marc Göbel ein dickes Fragezeichen«, ereilten den SVS-Trainer mehrere Hiobsbotschaften.

Nur gut, dass weitere Stammkräfte wie Philipp Landvogt, Marius Milek, Daniel Walter und Tim Ertl beim Pokalfight geschont wurden. »Ihrem Einsatz steht nichts im Weg. Für uns wäre ein Teil- erfolg in Usingen Gold wert«, meint Karaduman.

SF Friedrichsdorf - FC Olympia Fauerbach (Sonntag, 15.30 Uhr): Mit Ausnahme von Niklas van Beek (Patellasehnenverletzung) kann Fauerbachs Spielertrainer Andreas Baufeldt den Versuch, beim individuell stark besetzten Meisterschaftskandidaten SF Friedrichsdorf Zählbares zu holen, in Bestbesetzung beginnen. »Der glatte 4:0-Kreispokalsieg unter der Woche in Dorn-Assenheim hat Mut gemacht. Ich denke, wir sind auch gegen stärkere Teams in der Lage, taktisch flexibel zu reagieren«, sagt der FCO-Coach. Jakob Thum (ehemals Spvgg. 08 Bad Nauheim) soll in der Abwehr die rechte Außenbahn besetzen, während David Clement und Jamel Atkinson fürs Defensiv-Zentrum vorgesehen sind.

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