05. Juli 2020, 19:41 Uhr

A, B, C oder D

05. Juli 2020, 19:41 Uhr
Ob und wie Trainer Johannes Voeske (M.) mit seiner SG Rodheim in die neue Volleyball-Saison starten kann, bleibt ungewiss. Allerdings gibt es vier Varianten. FOTO: JAUX

Die Volleyballvereine in ganz Deutschland fiebern darauf, dass nach der Coronakrise endlich wieder trainings- und wettkampfbedingtes Spielen möglich ist. Derzeit sind die Vereine ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Training ist - wenn überhaupt - nur unter Beachtung behördlicher Auflagen möglich, für maximal zehn Personen. Ein schwacher Trost für Volleyballer, die es gewohnt sind, sechs gegen sechs zu spielen.

Zudem stellen sich folgende Fragen: Wann startet die neue Saison? Gibt es eine Verschiebung? Wann mussen die Mannschaften für die Verbandsrunde gemeldet werden?

Thomas Petigk (Rüsselsheim), Präsident des Hessischen Volleyballverbandes (HVV), gibt zu: »Die ehrliche und einzig richtige Antwort lautet, dass wir das zum aktuellen Zeitpunkt nicht genau sagen können. Das liegt nicht in unserer Entscheidungsgewalt. Die Situation mit Corona ist weiterhin labil. Deshalb gilt, dass wir weiterhin vorsichtig agieren, ›auf Sicht fahren‹ und entsprechend der Rahmenbedingungen entscheiden werden. Trotzdem müssen wir alle - nicht nur als Verband - planen. Aktuell werden für den Hallenbereich unterschiedliche Szenarien durchgespielt.«

Die wahrscheinlichsten Varianten wären: A: ganz normaler Saisonstart - B: Saisonstart nach den Herbstferien - C: Saisonstart im Januar, es wird nur eine halbe Saison gespielt - D: Spielverkehr in Turnierform.

Spiele unter der Woche möglich

Was in den einzelnen Fällen die Konsequenzen sind, muss sich der Landesspielwart Timo Geppert (Freigericht) mit seiner Kommission im Detail anschauen. Es kann auch passieren, dass Spiele unter der Woche ausgetragen werden müssen. »Das Ziel ist auf jeden Fall, dass wir möglichst bald wieder unserem Sport nachgehen können«, sagt Petigk.

Der HVV hat die Online-Mannschaftmeldung gestartet sowie den Rahmenspielplan veröffentlicht. »Aktuell plant der HVV mit dem normalen Saisonstart Mitte September. Hierfür treffen wir alle Vorbereitungen und hoffen, dass es sich dann auf Grund der Rahmenbedingungen auch tatsächlich so umsetzen lässt. Sobald wir absehen können, dass eines der Alternativszenarien angegangen werden muss, passen wir die Pläne an«, fügt Petigk hinzu.

Ein Problem könnte es auch mit den vorgeschriebenen Aus- und Fortbildungen für Schiedsrichter und Trainer geben. »Aktuell sind Präsenzveranstaltungen in unseren Augen nicht möglich. Parallel arbeiten wir mit Hochdruck an Online-Fortbildungen«, sagt Petigk. Der Bundesspielausschuss hat bereits einige Regularien gelockert. So dürfen in der Regionalliga förderungswürdige Nachwuchsspieler ab dem ersten Spiel in der höheren Spielklasse eingesetzt werden. Zuvor war das erst ab dem dritten Spieltag erlaubt. Zudem will man Ordnungsstrafen und die Nichteinhaltung von Fristen etwas lockerer handhaben.

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