06. Oktober 2021, 07:00 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg

TVH träumt vom Pokal-Coup

Pokalzeit im Sportzentrum Hüttenberg. Am Mittwochabend um 19.30 Uhr erwartet der heimische Handball-Zweitliga-Vertreter den gestandenen Erstligisten Frisch Auf Göppingen..
06. Oktober 2021, 07:00 Uhr
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Von Markus Röhrsheim
Einer der Führungsspieler von FA Göppingen: Marcel Schiller, der heute mit dem Bundesligisten in Hüttenberg vorstellig wird. FOTO: IMAGO

Endlich wieder ein bisschen Bundesliga! Zumindest in Sachen DHB-Pokal. Der heimische Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg, mit 6:2 Punkten bislang bestens in der Liga gestartet, empfängt heute Abend um 19.30 Uhr in der zweiten Pokalrunde den Erstligisten Frisch Auf Göppingen.

Personal: Neuzugang Joel Ribeiro feierte am Samstag nach überstandener Knieverletzung sein Pflichtspiel-Debüt beim TVH. Und erhöht damit die personellen Möglichkeiten für Trainer Johannes Wohlrab, die dieser beim Heimsieg gegen den HC Elbflorenz auch äußerst geschickt nutzte. Da keine Terminüberschneidung anliegt, könnte auch Rechtsaußen-Talent Tristan Kirschner, sonst bei Drittligist HSG Dutenhofen/Münchholzhausen im Einsatz, wieder dabei sein.

Der Gegner: Natürlich, es ist nicht Kiel oder Flensburg/Handewitt. Aber der TVH trifft mit Göppingen auf ein echtes Schwergewicht der deutschen Beletage. Der in der Vorsaison mit Abschlussplatz sieben eine starke Saison gespielt hat, an die das Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer auch bislang in der neuen Runde nahtlos anknüpft. Mit 8:2 Punkten rangiert man nach fünf Spielen hinter dem noch verlustpunkfreien Trio aus Magdeburg, Kiel und Berlin. Der Kader des Altmeisters, der in den letzten zehn Jahren vier Europapokalsiege feiern konnte, wird von den deutschen Nationalspielern Sebastian Heymann und Marcel Schiller angeführt. Speziell der Linksaußen, in der letzten Saison zweitbester Ligatorjäger und mittlerweile mindestens auf Augenhöhe mit Kapitän Uwe Gensheimer im Nationalteam, besticht durch seine Treffsicherheit und Kaltschnäuzigkeit, auch von der Siebenmeterlinie. Aber auch der Ex-Internationale Tim Kneule, die Kreisläufer Kresimir Kozina und Jacob Bagerstedt oder der serbische Halbrechte Nemanja Zelenovic zeugen von gehobener Bundesliga-Qualität.

Das letzte Aufeinandertreffen: Ziemlich genau vor vier Jahren trotzte der TVH, nach seinem einmaligen Durchmarsch aus der dritten in die erste Liga, den Göppingern in der Sporthalle Ost in Gießen am siebten Spieltag ein 28:28 ab. Nach einer Aufholjagd ein Punktgewinn für den auch damaligen Underdog, an den sich auf TVH-Seite Christian Rompf, Moritz Zörb, Dominik Mappes und Tobias Hahn sicherlich erinnern werden. Warum soll es heute nicht ähnlich spannend werden? Mit dem vielleicht besseren Ende für die Gastgeber.

Das sagen die Trainer: »Die Rollenverteilung ist klar. Trotz einiger Verletzter verfügen sie über einen individuell sehr starken Kader und gehören nicht ohne Grund zu den Topteams der HBL«, steht für Wohlrab fest. »Nichtsdestotrotz werden wir versuchen, ihnen alles abzuverlangen. Nachdem am Samstag mehr Zuschauer in der Halle waren als beim Heimspielauftakt gegen Ferndorf, wollen wir weiter Werbung für uns machen, damit die Stimmung noch fantastischer wird«, hofft er wieder auf die Unterstützung der Fans. »Wir haben keinen Druck und können uns weiter ausprobieren. Das ist ein richtiger Gradmesser für die junge Mannschaft, der uns vielleicht auch mal die Grenzen aufzeigt.«

Göppingens Trainer Hartmut Mayerhoffer geht die Aufgabe konzentriert an. »Auch in der 2. Bundesliga wird guter Handball gespielt - und der TV Hüttenberg hat in den ersten Spielen eindrucksvoll gezeigt, welch starke Mannschaft sie sind. Sie haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Zudem stellen sie eine aggressive, offensive Abwehr und haben mit Dominik Mappes außerdem einen spielstarken Spielmacher, der das Offensivspiel intelligent lenkt«, lautet seine Einschätzung im TVH-Hallenmagazin »LOK«.



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