15. Februar 2021, 10:37 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg

Teufelskerl Nikolai Weber sichert Hüttenberger Sieg

Dramatik, wilde Aktionen, große Emotionen: Der TV 05/07 Hüttenberg rettet einen 25:24 (10:13)-Sieg gegen Tabellennachbarn TuS Ferndorf über die Zeit.
15. Februar 2021, 10:37 Uhr
JSA
Keeper Nikolai Weber hat maßgeblichen Anteil am Erfolg seines TV 05/07 Hüttenberg. FOTO: THÜRMER

TV 05/07 Hüttenberg


Aufatmen beim TV 05/07 Hüttenberg. Nach der Pleite in der Vorwoche beim Tabellenletzten TV Emsdetten haben sich die Hüttenberger in der 2. Handball-Bundesliga am Samstag mit dem Sieg gegen den TuS Ferndorf rehabilitieren können.

Nikolai Weber auf Hüttenberger Seite und Lucas Puhl aufseiten des TuS Ferndorf parierten beide die ersten Würfe auf ihr Tor, ehe Junioren-Nationalspieler Torben Matzken für den TuS nach drei Minuten den ersten Treffer erzielte. Im folgenden Angriff der Hausherren erwischte Abwehrchef Branimir Koloper Hüttenbergs Hendrik Schreiber heftig am Kopf, der damit bereits früh verletzt aus dem Spiel ausschied. »Mit Blick auf unseren engen Spielplan hoffe ich, dass es nichts Schlimmeres bei Hendrik ist«, sagte TVH-Coach Johannes Wohlrab nach dem Spiel. Sein Team brauchte bis zur siebten Spielminute für das erstes Tor, als Merlin Fuß erstmals Puhl überwinden konnte. Eben dieser brachte mit seinem 3:2 kurze Zeit später auch erstmals die Gastgeber in Führung. Doch anschließend fanden die Gäste deutlich besser ins Spiel - und der TVH konnte sich bereits Mitte der Hälfte bei Torwart Nikolai Weber bedanken.

Ohne seine vorangegangenen Paraden, wäre der Abstand bereits höher als zwei Treffer gewesen. Da seinen Vorderleuten im Angriff aber auch die Durchschlagskraft fehlte, wechselte Wohlrab seinen Rückraum komplett aus. Ausgerechnet der Jüngste übernahm in fast jeder Sequenz nun die Verantwortung. Niklas Theiss schloss entweder selbst ab oder sah seinen freien Nebenmann. Wenn Puhl im Ferndorfer Kasten die Chance vereitelte, lief Josip Eres seine Gegenstöße konsequent, brachte damit die Gäste auf 12:8 nach vorne. (26.). Genau das, was Wohlrab im Vorfeld eigentlich angemahnt hatte und verhindern wollte. Auf Ferndorfer Seite kam kurz vor der Pause ein ehemaliger Hüttenberger aufs Feld: Niklas Diebel. Der 22-jährige wurde kurz vor dem Spiel noch von Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Rechtzeitig durfte er so noch mitwirken gegen den Verein, bei dem er bis in die B-Jugend selbst aktiv war. In die Pause ging es dann mit einem 10:13 aus TV-Sicht.

»Wir haben uns in der Halbzeit dann gesagt, dass wir definitiv noch mal eine Schippe draufpacken müssen«, gab Wohlrab einen Einblick in seine Pausenansprache. Und sein Team hielt Wort: Eine ganz andere Körpersprache herrschte nun bei seiner jungen Truppe. Ian Weber, Christian Rompf und Vit Reichl sorgten für den 13:13-Ausgleich, während Ferndorf acht Minuten lang kein Tor erzielte. Niklas Theiss donnerte in der 46. Spielminute die Harzkugel zum 19:17 in die Maschen. Doch der TuS ließ bis zum 21:21 (52.) nicht locker. Dann schlugen sie, die Minuten des Nikolai Weber. Mit teilweise unfassbaren Reflexen verhinderte er vier komplett freie Würfe vom Kreis und per Tempogegenstoß, sonst wäre das Spiel spätestens hier verloren gewesen. So aber brachte Stefan Kneer die 24:21-Führung - und der TVH rettete diese in einem hochintensiven Spiel über die Zeit.

»Jetzt gilt für uns bereits die Vorbereitung und der Blick auf Dessau am Mittwoch. Wir müssen die Belastung steuern, um gut und fit durch die harten nächsten Wochen zu kommen«, sagte Wohlrab.

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (3), Kneer (4), Theiss (4), Fujita, Ian Weber (5), Rompf (1), Lindenstruth, Reichl (3), Mubenzem, Hübscher, Hahn (4/3), Klein (1), Jockel, Schreiber.

TuS Ferndorf: Durica, Puhl, Hottgenroth; Eres (6/3), Matzken (5), Michel Sorg, Lucas Schneider, Klasmann (5), Mattis Michel (3), Leon Sorg, Linus Michel (1), Julian Schneider (4), Bornemann, Rüdiger, Koloper, Diebel.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Kern/Kuschel. - Zeitstrafen: 2 - 3. - Rote Karte: Koloper(dritte Zeitstrafe, 60.).

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