10. September 2021, 22:43 Uhr

Spannung bei Clubmeisterschaften

10. September 2021, 22:43 Uhr
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Von Richard Albrecht
Die Clubmeister des GC Winnerod (v. l.): Herbert Schäty (Herren 65), Nico Kumst (Herren 30), Ingrid Krauskopf (Damen 65), Max Steinmüller (Herren), Saphira Väth (Damen), Mischa Billek (Herren 50), Susanne Hubatschek (Damen 50). FOTO: RIA

Saphira Väth und Max Steinmüller sind die neuen Clubmeister, nachdem sie sich in einem Herzschlagfinale gegen ihre Kontrahenten durchgesetzt hatten. Bei gutem Wetter und einer gut präparierten Anlage hatte der GC Winnerod am Wochenende seine Clubmeisterschaften abgehalten.

Bei den Damen, die über zwei Runden ihre Titelträgerin ermittelten, lag nach dem ersten Tag Saphira Väth, erst kürzlich mit Bronze bei den hessischen AK-16-Meisterschaften dekoriert, mit 80 Schlägen in Führung vor Yvonne Zimmer-Ackermann (85). An Tag zwei spielte Seriensiegerin Yvonne Zimmer-Ackermann mit 79 Schlägen die niedrigste Runde und holte auf, doch Saphira Väth rettete mit einer 83 einen Schlag Vorsprung ins Clubhaus und wurde erstmals Titelträgerin. Nettosiegerin wurde die Jüngste im Teilnehmerfeld, Emily Ackermann, die an beiden Tagen ihre Vorgabe unterspielte.

Bei den Herren, die drei Runden spielten, notierte in Runde eins Tim Steinmüller die einzige Unter-Par-Runde (71) und ließ eine starke 74 folgen. So ging er mit sechs Schlägen Vorsprung vor Jonas Wack (76+75) und sieben vor Max Steinmüller (77+75) in die Schlussrunde. Lange verteidigte er seine Führung, doch zum Ende holten die Konkurrenten auf. Ein Wasserball am Schlussloch und die daraus resultierende 82 für Tim Steinmüller öffnete die Tür für seinen Bruder Max, der eine 74 notierte und so noch mit einem Schlag gewann. Einen weiteren Schlag dahinter Jonas Wack mit einer 77er-Schlussrunde. Der Nettopreis ging an Luis Weber.

Das zweitgrößte Teilnehmerfeld stellten die Herren 30, die ebenfalls 54 Löcher spielen mussten. Hier lag vor dem Schlusstag Sascha Michele (77+77). In der Schlussrunde baute er ab (89) und so kam es wieder zu dem Zweikampf zwischen Nico Kumst und Mike Hopper, den beiden Urgesteinen des Clubs, die seit über 20 Jahren das Wettkampfgeschehen sowohl clubintern als auch in den diversen Hessenligen prägen. Trotz eines Birdies am Schlussloch musste sich Mike Hopper (81+75+76) mit Rang zwei begnügen, Sieger in dieser Altersklasse wurde Nico Kumst mit einer Parrunde zum Abschluss und zwei Schlägen Vorsprung (81+77+72). Nettosieger wurde hier Alexander Roos.

Bei den Damen 50 (36 Loch) nahm Susanne Hubatschek mit einer 83 in Runde eins fünf Schläge Vorsprung mit in die Schlussrunde und »verwaltete« diesen mit einer 94 vor Susanne Biel (88+94). Nettosiegerin wurde Bianca Parg. Die Herren 50 (36 Loch) stellten das größte Teilnehmerfeld (25 Aktive). Nach Runde eins lag Holger Quandt mit einer 80 in Führung, seine 85 in Runde zwei reichte dann zum Nettosieg. Den Titel sicherte sich Mischa Billek (81+80) vor Sven Verheim (84+80).

Bei den Damen 65 sorgte Ingrid Krauskopf mit der einzigen zweistelligen Runde für eine Vorentscheidung, am Ende lag sie mit 99 und 103 Schlägen sechs Zähler vor der Vizemeisterin Hannelore Lindner (107+101), der Nettopreis ging an Siglinde Nabert. Bei den Herren 65 lieferte Michael Luh (89+87) Seriensieger Herbert Schäty ein enges Rennen. Schäty notierte in beiden Runden einen Zähler weniger und feierte erstmals das Double, da er mit Partner Marc-Luca Metsch bereits die Viererclubmeisterschaft gewonnen hatte. Einen Schlag hinter Luh wurde Nettosieger Martin Nilles Dritter.

Der siebte Streich von Kati Vosmer

Der Licher Golfclub hat ebenso seine Clubmeister ermittelt. Nur eine Gruppe gab es bei der Jugend, den Supersenioren (65+) und den Bambini (seit 2017). Neu als eigene Startklasse gingen die Herren 30 ans Tee. Eine Startgruppe pro Geschlecht gab es in der offenen Altersklasse und den Senioren (50+).

Bei den Bambini gewann Tom Arnold und kam erstmals zu Titelehren. Der Meister der Gruppe 65+ wurde nach 36 Löchern ermittelt. Bruce Wessel blieb zweimal zweistellig, nach der 95 zum Auftakt notierte er mit 89 Schlägen in Runde zwei das niedrigste Ergebnis und verwies Jürgen Pommerening (101+90) und Klaus Stubenrauch (103+99) auf die Plätze. Bei der Jugend zeigte der AK-12-Hessenmeister Oscar Walter sein Potenzial. Nach der 83 in Runde eins blieb er am Schlusstag mit 76 Schlägen deutlich unter seiner Vorgabe und belegte den dritten Platz. Vorne lieferten sich Titelverteidiger Lorenz Kuhn und Luis Laurito ein gutes Duell. Kuhn legte eine Parrunde vor, Laurito notierte mit seiner 73 einen Schlag mehr, konterte aber am Schlusstag mit einer Parrunde und sicherte sich mit einem Schlag Vorsprung zum zweiten Mal den Titel. Kuhn musste sich nach seiner 74 in Runde zwei mit der Vizemeisterschaft begnügen.

Bei den Seniorinnen schockte Christina Behringer die Konkurrenz mit ihrer 81 in Runde eins, die sieben Schläge Vorsprung bedeuteten. Susann Vellenzer wurde mit 89 und 88 Schlägen Dritte. Anne Pfannkoch-Storbeck, mit ihrer 92 zum Auftakt abgeschlagen, startete eine Aufholjagd, notierte mit 83 Schlägen die zweitbeste Runde und sicherte sich den Vizetitel. Bei den Senioren gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, nach Runde eins konnten sich Atsuya Tanimoto (84), Stefan Hassler (84) und Joachim Aulke (85) Hoffnungen auf den Titel machen. Auch in Runde zwei blieb es spannend, letztlich triumphierte Tanimoto mit einer 85, während Vizemeister Hassler und Aulke je eine 87 notierten.

Bei den Herren 30 ging Lars Naumann mit 81 Schlägen und einem Zähler Vorsprung vor Jochen Kaiser auf die Schlussrunde. In Runde zwei wurde es bei Naumann eine 85. Dagegen gelang Kaiser die Steigerung auf eine 78, die ihm den Titelgewinn einbrachte vor Fabian Desch, der nach seiner 86 zum Auftakt mit 77 die niedrigste Runde dieser Klasse notierte.

Die Damen und Herren musste jeweils über drei Runden gehen. Bei den Damen übernahm nach Runde eins Nadine Maletzki (83) die Führung, verteidigte diese in Runde zwei (87) und ging auf die Schlussrunde mit zwei Schlägen Vorsprung vor Serienmeisterin Kati Vosmer (86+86). Doch in Runde drei schwächelte fast das gesamte Teilnehmerfeld, bei Maletzki wanderte eine 96 auf die Scorekarte, was die Vizemeisterschaft bedeutete. Emma-Louisa Schultheiß spielte konstant 95, 92 und 93 und wurde Dritte. Vosmer steigerte sich auf eine 84 und sicherte sich so souverän die siebte Clubmeisterschaft in Folge.

Bei den Herren setzten Luis Laurito und Lorenz Kuhn ihren Zweikampf fort. Titelverteidiger Janis Erll spielte sehr solide 77, 77, und 76 und wurde Dritter. Laurito ging mit einem Schlag Vorsprung auf die Schlussrunde. Mit einer 75 holte er sich am Ende das Double, Kuhn musste eine 76 notieren und sich zum zweiten Mal mit Rang zwei begnügen.



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