27. Oktober 2021, 18:24 Uhr

Spandau erwartet »diffizile Runde«

27. Oktober 2021, 18:24 Uhr
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Von Marc Steinert
HSG Wettenberg vor dem Start in die Handball-Oberliga-Saison 2021/22 (hinten, von links): Physiotherapeutin Kirsten Dellner, Torwarttrainer Martin Risse, Jonas Schmidt, Tim Anhäuser, Philippe Oyono, Torben Werner, Aron Weise, Luca Weber, Max Panther, Julius Thrun, Trainer Axel Spandau; vorne (v. l.): Johannes Schwarz, Florian Weidner, Jan Stroh, Joshua Laudt, Lennart Lauber, Tom Warnke. Es fehlen: Lukas Becker, Julian Ruppert, Hannes Rabe. FOTO: HSG WETTENBERG

Mit gemischten Gefühlen blicken die Handballer der HSG Wettenberg auf die neue Saison in der Handball-Oberliga Hessen, die am Freitag mit dem Derby bei der HSG Pohlheim direkt mit einer der wohl schwersten Aufgaben der Runde startet. Doch auch wenn den Mannen aus dem Gleiberger Land so mancher Stein in den Weg gelegt wurde, freuen sich die Wettenberger dennoch auf die neue Spielzeit.

»Die Harz-Thematik ist natürlich das alles überlagernde Thema«, so Spandau dazu, dass der Verein zwar wie ein Löwe darum gekämpft hatte, in der Sporthalle Gleibergerland Haftmittel benutzen zu können, der Hessische Handball-Verband (HHV) den nachträglichen Antrag der HSG aber abgelehnt hat. »Alle Spiele, die wir in der Vorbereitung ohne Harz absolviert haben, haben wir gewonnen, mit Harz praktisch nicht. Und dabei haben wir auch extrem wenige Tore erzielt. Man muss klar sagen, dass wir ohne das Niveau haben, mit aber nicht. Daher erwarte ich eine sehr diffizile Runde«, so Wettenbergs Trainer. Wenngleich die Nutzung des Harzes bei Heimspielen von Verbandsseite aus nicht erlaubt wurde, so soll nach Möglichkeit wenigstens in den Wochen vor den Auswärtspartien damit trainiert werden.

Dementsprechend gemischt fällt das Fazit der Vorbereitung aus, die zudem schon eine schwere Verletzung mit sich brachte. So zog sich Neuzugang Julius Thrun, der von der SG Rechtenbach kam, einen Kreuzbandriss zu. »Mit ihm hätten wir vor allem in der Deckung ganz andere Möglichkeiten gehabt, da müssen wir jetzt natürlich an Alternativen basteln«, so Spandau.

Und auch was die Zielsetzung angeht, tut sich der Sportwissenschaftler auf der HSG-Bank schwer. Die eigene Leistungsfähigkeit einzuschätzen und auch die der Kontrahenten in der Nord-Staffel der zweigeteilten Oberliga, ist vor allem ob der extrem langen Pause kaum möglich.

»Definitiv sind die HSG Pohlheim und MT Melsungen II die haushohen Favoriten. Zu allen anderen Mannschaften fallen mir Einschätzungen schwer, da habe ich wirklich nur wenig Orientierung«, beschreibt Spandau, der ob der Zielsetzung noch ergänzt: »Das ganz große Ziel sind natürlich die Top Vier. Aber dafür musst du in den 14 Spielen sicherlich mehr als 14 Punkte holen. Das würde bedeuten, alle Heimspiele zu gewinnen und auch auswärts etwas mitzunehmen, dann hast du gute Chancen. Aber das zeigt, wie schwierig das Unterfangen wird!«

Und auch das gleich zu Beginn der neuen Spielzeit, wenn die HSG Wettenberg direkt in der Sporthalle in Holzheim gegen die HSG Pohlheim antreten muss. »Sie sind für mich der absolute Titelfavorit und haben mehrere ehemalige Bundesligaspieler in ihren Reihen. Dazu kommt die Harzproblematik, weshalb wir für uns einfach ein gutes Ergebnis herausholen wollen«, so HSG-Coach Axel Spandau vor dem Ligaauftakt.

Zugänge: Julius Thrun (SG Rechtenbach), Joshua Laudt (HSG Linden), Julian Ruppert (zweite Mannschaft).

Abgänge: Keine.

Aufgebot: Tor: Joshua Laudt, Jan Stroh, Julian Ruppert. - Rückraum: Luca Weber, Philippe Oyono, Hannes Rabe, Lukas Becker, Aron Weise, Lennard Lauber, Torben Werner, Julius Thrun. - Kreis: Tim Anhäuser, Max Panther. - Außen: Florian Weidner, Johannes Schwarz, Jonas Schmidt, Tom Warnke. - Trainer: Axel Spandau.



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