24. Oktober 2021, 21:39 Uhr

RSV überzeugt nur phasenweise

24. Oktober 2021, 21:39 Uhr
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Von Andreas Joneck
Gut aufgelegt an alter Wirkungsstätte ist Hiroaki Kozai (r./l. Brian Bell), der gegen die Hamburger Verteidigung um Martin Steinhardt 17 Zähler für den RSV Lahn-Dill erzielt. FOTO: DIEKMANN

Der RSV Lahn-Dill hat mit einem Arbeitssieg beide Punkte aus Hamburg entführt. Am Sonntagnachmittag leuchtete nach der Schlusssirene ein 77:59-Auswärtssieg (17:23/41:35/61:49) bei der BG Baskets Hamburg von der Anzeigentafel, zu dem Hiroaki Kozai (17) und Thomas Böhme (18) aus Sicht der Mittelhessen die meisten Punkte beisteuerten.

Trotz des am Ende klaren Erfolgs konnte der RSV Lahn-Dill bei seinem Auftritt an der Elbe jedoch nur phasenweise überzeugen. Er offenbarte zahlreiche Lücken in der Verteidigung und leisteten sich elf Ballverluste.

Die Gastgeber, beflügelt vom am Vortag mit 62:55 über den BBC Münsterland erzielten ersten Saisonsieg, starteten furios in die Partie. Schnell durfte sich BG-Coach Peter Richarz über ein 8:2 (3.) und wenig später über das 13:6 (6.) freuen. Die Wetzlarer schienen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht im Spiel, und erst ein dreifacher Personalwechsel von Cheftrainerin Janet Zeltinger sollte vorübergehend Besserung bringen. Doch noch war die Sturm- und Drangphase der Hanseaten nicht vorbei. Der iranische Routinier Alireza Ahmadi konterte einen Dreier des eingewechselten Hiroaki Kozai seinerseits mit einem Treffer von jenseits der 6,75-m-Markierung. Doch von Minute zu Minute steigerte sich der Gast aus Hessen im hohen Norden. Zunächst zog man den BG Baskets mit einer immer wieder eingestreuten Ganzfeld-Presse offensiv den Zahn, ehe auch in der eigenen Vorwärtsbewegung mehr und mehr Konzentration zu erkennen war. So machte das Quartett Kozai, Brian Bell, Jannik Blair und Simon Brown aus einem 17:23 (10.) im zweiten Viertel schnell eine 27:25-Führung (14.). Zur Pause lagen die Mittelhessen 41:35 vorn.

Aus der Kabine kam Lahn-Dill konzentriert und hellwach und schraubte die Führung schnell auf 51:37 (23.). Als sich dann gegen Ende dieses Spielabschnitts Hamburgs bis dahin bester Akteur Alireza mit seinem fünften Foul verabschiedete, schien die Vorentscheidung gefallen.

Doch die Gastgeber verkauften sich auch in der Folge teuer und hielten das Resultat in einem aus ihrer Sicht akzeptablen Rahmen. Was auch an weiteren Konzentrationslücken des RSV lag. Entsprechend angefressen war Zeltinger: »Ich bin extrem unzufrieden mit der Leistung, die wir heute gezeigt haben, da gibt es nichts schönzureden.« Nun gilt es für Lahn-Dill, die Fehler in der Trainingswoche abzustellen, denn am Samstag (19.30 Uhr) sind die Thuringia Bulls zum Tospiel zu Gast in Wetzlar.

Hamburg: Kamali (20), Ahmadi (16/4 Dreier), Steinhardt (11), Patzwald (6), Weilandt (4), Jovanovic (2), Balaghi, Deutschmann, Lindholm.

Lahn-Dill: Böhme (18/1), Kozai (17/1), Bell (14), Blair (8), Brown (6), Zantinge (6), Beissert (4), Fujimoto (4), Mizan, Mosler, Weiß.



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