Lokalsport

RSV Lahn-Dill: Gipfeltreffen gegen den Meister

(Auf der Zielgeraden der Rollstuhlbasketball-Bundesliga stehen sich am Samstagabend einmal mehr der deutsche Rekordmeister RSV Lahn-Dill und Titelverteidiger RSB Thuringia Bulls gegenüber.
05. März 2021, 16:00 Uhr
Andreas Joneck
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Kapitän Simon Brown und seine Kollegen vom RSV Lahn-Dill wollen am Samstag hoch konzentriert in das Spitzenspiel gehen die Thuringia Bulls gehen. FOTO: DIEKMANN

Ort des Geschehens ist erstmals die Rittal-Arena Wetzlar. Hochball zum Gipfeltreffen ist um 19.30 Uhr, die kostenfreie Liveübertragung auf dem RSV-eigenen Streaming-Portal unter www.rsvlahndill.de startet um 19 Uhr.

Es ist seit dem ersten Aufeinandertreffen der beiden großen Rivalen im Dezember 2010 das insgesamt 43. Pflichtspiel der Mittelhessen und der Thüringer gegeneinander. Exakt 20-mal rollte der RSV Lahn-Dill als Sieger vom Parkett, 22-mal die Bulls aus Elxleben. So auch im Hinspiel im Dezember, als die Mannschaft von RSB-Trainer Michael Engel in eigener Halle mit 79:72 die Nase vorne hatte. Es war der 17. Erfolg der Ostdeutschen in Serie gegen die Wetzlarer.

Doch Coronafälle sorgten zusätzlich für den Ausfall von zahlreichen Trainingseinheiten, und Neuzugang Steve Serio war erst kurz zuvor zum RSV-Team gestoßen. Inzwischen sind diese logistisch unruhigen Zeiten jedoch Vergangenheit für die Truppe von Cheftrainerin Janet Zeltinger und ihres Co-Trainers Günther Mayer, sodass sich beide Seiten am Samstag auf Augenhöhe gegenüberstehen.

Das Spiel auf der Zielgeraden der Hauptrunde entscheidet nicht nur über die Frage, wer mit der besten Ausgangsposition in die Playoffs starten wird, sondern elektrisiert auch die gesamte Rollstuhlbasketballszene. Insgesamt 22 Akteure aus neun Nationen treffen in der Rittal-Arena aufeinander, viele davon sind hochdekoriert bei Paralympics, Welt- oder Europameisterschaften. Mit nur ganz wenigen Ausnahmen haben sie bereits alle das Trikot ihres Heimatlandes in Junioren- oder A-Nationalmannschaften getragen: für Australien, Großbritannien, den Iran, Lettland, die Niederlande, Österreich, Polen, die USA und natürlich für Deutschland. Es stehen Weltmeister, Paralympicssieger und Europameister wie Simon Brown, Jitske Visser oder Brian Bell ebenso auf dem Parkett wie Aliaksandr Halouski, Thomas Böhme oder Helen Freeman als Topstars ihrer Länder. Routiniers wie Dominik Mosler oder Andre Bienek ebenso wie Marie Kier oder Catharina Weiß, denen die Zukunft erst noch gehören soll.

Für den mittelhessischen Gastgeber gilt es, unter den Brettern insbesondere die Lufthoheit der beiden offensivstarken Thüringer Center einzuschränken. Vahid Gholomazad und Halouski sind die Punktelieferanten der Gäste schlechthin, zusammen kommen sie durchschnittlich auf knapp 49 Zähler pro Partie und sind damit Schlüsselspieler für die Bulls. Das Team von Trainer Engel steht wiederum vor der Herausforderung, die schnellen RSV-Akteure wie Böhme, Serio, Bell oder Brown auszubremsen. Die Tagesform beider Seiten, jedes einzelnen Spielers, wird dabei eine entscheidende Rolle beim Spielausgang einnehmen.

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