18. Mai 2021, 12:02 Uhr

Basketball

Robin Amaize und der FC Bayern München wollen mehr

Der gebürtige Gießener und ehemalige 46ers-Spieler Robin Amaize holt mit dem FC Bayern München den BBL-Pokal und erklärt, was Trainer Andrea Trinchieri so einzigartig macht.
18. Mai 2021, 12:02 Uhr
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Von Wolfgang Gärtner
Einfach nur glücklich: Der gebürtige Gießener Robin Amaize, der nach dem BBL-Pokalgewinn mit dem FC Bayern München mit Stolz seine Medaille um den Hals trägt. FOTO: IMAGO

Im Mittelkreis des Audi-Domes bildeten die Basketballer des FC Bayern München am Sonntag eine Jubeltraube und hüpften freudetrunken wie die kleinen Kinder auf und ab. Mittendrin der Gießener Robin Amaize. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri feierte nach einem mitreißenden 85:79-Finalsieg gegen Alba Berlin den Gewinn des BBL-Pokals. Für den 27-jährigen Amaize nach der deutschen Meisterschaft 2019 bereits der zweite Titel im Trikot der Bayern. Aber es soll nicht der letzte sein, wie uns der variable Flügelspieler, der noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr bei den Bayern hat, im Interview verrät.

Was für eine Saison für Ihr Team!

Was wir bisher erreicht haben, ist einfach großartig. Angefangen mit den Euroleague-Playoffs. Wir hätten fast das Final-Four erreicht, was natürlich sehr schön gewesen wäre, da es auch noch in Köln ausgetragen wird. Wir haben uns generell in der gesamten Saison der Euroleague gut präsentiert.

Und dann am Sonntag der Finalsieg um den Pokal!

Der Pokalgewinn ist immer etwas Besonderes. Das sind Momente, an die man sich immer erinnern wird. Wir wissen aber, es ist noch nicht fertig. Bestenfalls müssen wir noch drei Playoffs-Serien spielen, um noch einen Titel zu gewinnen. Und weil wir jetzt wissen, wie es sich anfühlt, den ersten Titel zu haben, wollen nun alle auch den zweiten haben und so die Saison beenden. Das würde dann für eine sehr, sehr gute Saison sprechen.

Was macht Ihren Trainer Andrea Trinchieri so einzigartig?

Die Liebe zu diesem Spiel. Ich habe wenige Trainer oder Leute erlebt, die so viel Ahnung vom Basketball haben, ohne es selbst auf so einem hohen Level gespielt zu haben. Mich fasziniert das immer wieder, wie viel er auf dem Spielfeld sieht. Sein ganzes Basketball-Wissen zeigt einfach, wie engagiert er als Trainer ist und wie sehr er diese Sportart. liebt. Dieses Wissen teilt er uns immer wieder mit - auf seine eigene emotionsvolle Art und Weise, was man manchmal im Fernsehen sieht - auch mit Geschrei. Aber wenn man die Art und Weise, wie er es sagt, beiseite lässt, und nur hinhört, was er sagt, sagt er kaum was Sinnloses oder Falsches. Es hat immer einen Hintergrund, warum er, was sagt. Seit Beginn der Saison teilt er uns so viel Wissen mit, wie er kann. Und das ist der Hauptgrund, warum wir so gut in der Saison sind.

Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Ich bin mit meiner Rolle zufrieden. Seitdem ich wieder aus der Verletzung heraus bin, war der Anfang natürlich nicht einfach für mich. Ich habe dann keine Minuten in der Euroleague bekommen, was verständlich war. In der BBL habe ich manchmal mehr, manchmal weniger gespielt. Aber ich war immer bereit. In diesem Team - auf so einem Level - ist es nicht selbstverständlich, dass man jedes Spiel 15, 20 oder darüber hinaus Minuten bekommt.



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