29. Oktober 2021, 23:18 Uhr

Pluspunkt individuelle Klasse

Der Handball in Hessen ist zurück - auch in mittelhessen. Die neue Saison in der Oberliga der Männer ist am Freitag mit dem Derby HSG Pohlheim - HSG Wettenberg eröffnet worden. Mit dem besseren Ende für die Gastgeber - vor 500 Zuschauern.
29. Oktober 2021, 23:18 Uhr
OPK
Kein Durchkommen: Der Pohlheimer Torben Weinandt wird von der Wettenbergern Torben Werner (l.) und Aron Jakob Weise gestoppt. FOTO: HF

Zum Auftakt in die Handball Oberliga Nord Saison empfing die HSG Pohlheim gestern Abend die HSG Wettenberg zum Derby. Vor 500 Zuschauern in der Sporthalle Holzheim konnten sich die Gastgeber am Ende knapp mit 24:21 (10:11) durchsetzen.

Das Spiel war die gesamte Partie über sehr ausgeglichen. Die favorisierten Pohlheimer taten sich gegen eine variable, aber meist offensive Wettenberger Deckung schwer und kamen nicht zu den erwünschten Abschlüssen.

Die Anfangsphase lief gerade bei den Gastgebern etwas schleppend. Nach zehn Minuten mussten sie bereits einem 1:4 hinterher laufen, nachdem Wettenbergs Linksaußen Tom Warnke zwei Tempogegenstöße in Folge verwandelt hatte. Drei Minuten später konnte Maximilian Rühl aber zum 4:4 ausgleichen. Kurz darauf sah Wettenbergs Mittelmann Lennart Lauber für sein Eingreifen im Pohlheim-Gegenstoß die rote Karte. Nach nicht einmal 13 Minuten mussten die Gäste also ohne etatmäßigen Mittelmann auskommen, nachdem Lukas Becker aufgrund eines Muskelfaserrisses nicht mitwirken konnte.

Trotz alledem konnten die Gäste erneut einen drei Tore Lauf hinlegen. Beim 4:7 nach 17 Minuten nahm Pohlheim-Coach Andreas Lex eine Auszeit. Die letzten Minuten des ersten Durchgangs waren ein ständiges Hin und Her, was zur knappen 11:10 Pausenführung der Gäste führte.

Im zweiten Durchgang lief das Spiel zunächst ähnlich ab, Wettenberg konnte den knappen Vorsprung halten. Nach 40 Minuten glichen die Gastgeber was rote Karten anging aus, als Florian Niclas ebenfalls vorzeitig des Feldes verwiesen wurde. Nur wenige Sekunden später musste auch sein Teamkollege Johannes Träger für zwei Minuten das Feld verlassen, was für doppelte Überzahl bei den Gästen sorgte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Warnke und brachte damit seine Mannschaft mit zwei Treffern in Front. Als aus dieser guten Ausgangssituation aber kein Kapital geschlagen werden konnte, kippte das Spiel zugunsten der Gastgeber. 13 Minuten ohne Wettenberg-Treffer folgten, Pohlheim zeigte seine individuelle Klasse. Mittelmann Lukas Drommershausen gelang die erste Drei-Tore-Führung (19:16). Diese ließen sich die Pohlheimer nicht mehr nehmen.

Pohlheim-Coach Andreas Lex sprach von einem »klassischen ersten Saisonspiel. Man merkte die Nervosität gerade am Anfang. Wettenberg hat es uns mit seiner unkonventionellen Deckung wirklich schwer gemacht. Am Ende zählen aber die zwei Punkte.« Wettenbergs Trainer Axel Spandau lobte seine Mannschaft für ihre Leistung: »Dennoch bin ich natürlich nur zufrieden, wenn wir Punkte holen. Leider haben wir in den entscheidenden Momenten die Würfe nicht verwandelt, dennoch war es eine sehr gute Performance meiner Jungs.«

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst: Happel, Weisel (4), Rühl (2/2), S. Lex (2), Lambrecht (5), Drommershausen (1), Gilbert (1/1), Träger (3), Friedl, Niclas (1), Weinandt (4/1), Wagner (1)

HSG Wettenberg: Stroh, Laudt; Schmidt, Anhäuser (1), Oyono (2), Werner, Weise (3), Weber (1), Panther (2), Schwarz, Weidner (1), Lauber, Warnke (10/3), Rabe (1).

Im Stenogramm: SR: Schwarzmeier/Stewen. - Z.: 500. - Zeitstrafen: 8:4 (in Minuten) - Strafwürfe: 5/4 - 4/3.



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