08. September 2021, 16:16 Uhr

Reiten

Optimale Bedingungen beim RuF Grünberg

In Grünberg stimmt beim Reitturnier alles. Der Platz ist griffig, die Teilnehmer sind motiviert, das Wetter spielt mit. Neben »Bahnschranken« sorgt auch ein »Schweinerücken« für Aufmerksamkeit.
08. September 2021, 16:16 Uhr
Elke Rudrich vertritt mit Halicanto in der Dressurprüfung Klasse L - Kandare die Farben des gastgebenden RFV Grünberg. OV

Parcourschef Markus Nau weiß es: »Reiten auf einem Grasplatz ist Einstellungssache. Pferd und Reiter müssen es wollen.« Nau zeichnet am Samstag beim Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsturnier für die Hindernisabfolge verantwortlich. Die Bedingungen auf dem weitläufigen Gelände des Reit- und Fahrvereins Grünberg mit integrierten Natursprüngen sind optimal. Der viele Regen der Vorwoche sorgt für Griffigkeit, die Graslänge ist auch für Unerfahrene genau richtig, der Boden federnd und nicht zu hart. Außerdem haben die Verantwortlichen bei der Dekoration des Parcours aus dem Vollen geschöpft und die »Bahnschranken« frisch gestrichen, Strohballen als Hindernisunterbau gestapelt sowie Kürbisse als Hingucker platziert. Bei strahlendem Sonnenschein erwartet das Publikum spannende Wettkämpfe.

»Ich bin schon ein bisschen aufgeregt«, gesteht Alexander Kisselbach (RV Am Pohlheimer Wald) vor seiner ersten Prüfung über feste Hindernisse. Mit zwei Pferden, Agarus und C-Indira, nimmt er das »Grünberger Derby« in Angriff. Das Zwei-Phasen-Springen der Klasse L führt sowohl über »normale« als auch über Geländesprünge, die nicht wie die üblichen Stangen bei der leisesten Berührung aus den Auflagen fallen. Unter anderem ist ein Wall zu überwinden. Der Auf- und Absprung verlangt Vertrauen und erfordert Kraft. Am Sonntag, bei den Vielseitigkeitswettbewerben, steht darauf ein »Schweinerücken« (ein massiver Hochweitsprung, der einem längs aufgeschnittenen Fass ähnelt).

Kisselbach hat im Umlauf weder auf Agarus noch auf C-Indira Probleme mit dieser Aufgabe, kassiert jedoch mit beiden einen Abwurf an den ebenfalls zu reitenden Stangenhindernissen. Am Ende teilt sich der Bundespolizist Rang drei mit Julia Fingerhut (RC Altenstadt) auf Django Unchained und Kerstin Schaffrath (RFV Weilburg) auf Quintus Vivendi, die ebenfalls vier Fehler im Umlauf verzeichnen. Im Stechen siegt Bernd Petruschke von der Domäne Kinzigheimer Hof Bruchköbel im Sattel von Columbo Obrocky.

Tribüne wegen Corona gesperrt

Auch Dressurprüfungen bis zur Klasse M* standen am Wochenende auf dem Programm. Elke Rudrich (RFV Horlofftal Hungen) und Halicanto wurden Vierte in diesem schwersten Wettbewerb im Viereck. In der Mannschaftsdressur sammelten die Hungener noch einmal Punkte im OHM-Cup vor dem Team vom Busecker Luisenhof. Das Finale und die Bezirksmeisterschaft der Mannschaften finden beim Turnier in Hungen statt (25. und 26. September). Wegen der Pandemie-Bestimmungen musste in der Halle die Tribüne gesperrt werden, weil sich zu viele Menschen dort aufhielten.

Ein Teilnehmerfeld von nah und fern gab sich bei den vielfältigen Wettbewerben ein Stelldichein. Selbst die Jüngsten am Führzügel pilotierten ihre Vierbeiner über eine Geländestrecke. Der Verein zog eine rundum positive Bilanz. »Es lief für uns alle an beiden Tagen wunderbar«, freute sich Lisa Keil vom Ausrichter. Gut gelaunte Zuschauer, hoch motivierte Teilnehmer und ansprechende Leistungen geben ihr und Parcourschef Nau recht: Reiten auf einem Grasplatz ist Einstellungssache.

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