04. Juli 2021, 22:44 Uhr

Leichtathletik / 100 m und Staffel

Lisa Mayer hat das Ticket für Tokio in der Tasche

Perfekt! Lisa Mayer kann für die Olympischen Sommerspiele in Tokio planen. Am Samstag wurde die Sprinterin aus Langgöns-Niederkleen vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominiert.
04. Juli 2021, 22:44 Uhr
Groß ist die Freude bei der 25-jährigen Lisa Mayer: Die Sprinterin aus Langgöns-Niederkleen hat seit Samstag das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio in der Tasche. FOTO: IMAGO

Das von Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, Speerwerfer Johannes Vetter und Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul angeführte deutsche Leichtathletik-Team für Tokio zählt 90 Sportler. Mit dabei die gebürtige Gießenerin Lisa Mayer, die kürzlich bei der Sparkassen-Gala in Regensburg mit 11,21 Sekunden im Vorlauf und 11,16 Sekunden im Finale aufgetrumpft hatte und der deutschen Sprint-Elite davongelaufen war. Ihr Trainer David Corell sagte dazu: »Lisa ist derzeit in überragender Form.« Schließlich hatte sie ihre Bestzeit von 11,12 Sekunden nur knapp verfehlt: »Wenn sie noch ein ganz klein wenig Rückenwind gehabt hätte, würden wir noch über ganz andere Zeiten reden.« Folgerichtig wurde sie nun vom DOSB für Tokio für die 100 Meter und für die 4x100-Meter-Staffel nominiert.

Dennoch, dieser Weg war »alles andere als einfach. Die Rückschläge der letzten drei Jahre haben mich oft (ver)zweifeln lassen. So viele Ups & Downs liegen in der Vorbereitung hinter mir«, weiß die 25-jährige Mayer nur zu gut, wie schnell ein Verletzung eine ganze Saison samt Vorbereitung innerhalb kürzester Zeit zerstören kann. »Ich bin unendlich dankbar, ein so tolles Team um mich herum zu haben«, lässt Mayer auf Instagram wissen, ein besonderer Dank gilt »natürlich meinem Coach, der es nicht immer einfach mit mir hatte«. Und nicht zu vergessen »meine Physios, Ärzte, mein Verein, meine Sponsoren und natürlich meine Freunde und meine Familie«.

Zwar hat die aus Langgöns-Niederkleen stammende Mayer in Regensburg die 11,12 Sekunden verpasst, aber vielleicht soll es auch so sein, dass sich die Germanistik- und Geografie-Studentin ihre allerbeste Leistung für den Saison-Höhepunkt in Tokio aufhebt. Die Norm für die Spiele, die zwischen dem 23. Juli und 8. August stattfinden, hatte die Läuferin vom Sprintteam Wetzlar mit 11,12 Sekunden beim Sportfest »Road to Tokyo« in Mannheim Mitte Mai geknackt. Und das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten: »Die Road to Tokyo hat mit der Qualifikation über 100 m und der Staffel zwar ein glückliches Ende gefunden, aber die Arbeit geht weiter! Denn dabei sein ist nicht alles«, sagt Mayer etwas geheimnisvoll, die 2016 in Rio de Janeiro in Brasilien bei ihren ersten Olympischen Spielen mit der DLV-Staffel Platz vier erreichte. »Die Ziele für meine zweiten Spiele sind klar definiert«, sagt Mayer, ohne konkret zu werden. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass es diesmal eine Medaille sein soll, mit der Mayer nach dem Ende der Spiele in Tokio den Flieger zurück in ihre mittelhessische Heimat besteigen will.

Die »Racing League« wird übrigens am kommenden Samstag mit dem Sportfest »Fast Arms, Fast Legs« im Wetzlarer Enwag-Stadion abgeschlossen. Klar, dass dann Mayer bei ihrem »Heimspiel« dabei sein will, ehe die volle Konzentration auf Olympia gerichtet wird. Zuschauer sind zu diesem Leichtathletik-Höhepunkt im heimischen Raum allerdings nicht zugelassen.

Neben Mayer hat auch Rebekka Haase das Ticket für die 200 Meter in der Tasche. Die Norm unterbot Haase gleich fünf Mal, allerdings war auch fünf Mal der Wind zu stark. Dennoch ist sie für einen Einzelstart über die 200 Meter vorgesehen. Gut möglich, dass Mayer und Haase in Tokio auch zusammen am Start stehen werden, nämlich in der 4x100-Meter-Staffel. Denn mit Alexandra Burghardt LG Burghausen) und Tatjana Pinto (LC Paderborn) liefen Mayer und Haase beim schon erwähnten Sportfest in Regensburg in 42,38 Sekunden zu einer Weltjahresbestzeit und gelten als Medaillenkandidat.

Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar, der deutsche 100-Meter-Meister von 2019, hat dagegen kein Ticket für Tokio erhalten. Neben Mayer vertritt im gebürtigen Licher Marc Weber ein weiterer Sportler Mittelhessen in Tokio. Der Ruderer hat das Ticket bereits seit drei Wochen in der Tasche. Der 23-jährige Ruderer tritt zusammen mit Stephan Krüger im Doppelzweier an.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutscher Olympischer Sportbund
  • Kurzstreckenläuferinnen
  • Leichtathletik
  • Liechtensteinisches Gymnasium
  • Lisa Mayer
  • Läuferinnen
  • Marc Weber
  • Olympiade
  • Olympische Sommerspiele
  • Rudersportler
  • Speerwerfer
  • Sportfeste
  • Sportler
  • Ronny Herteux
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos