16. April 2021, 22:22 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg

Keine echte Chance für den TV 05/07 Hüttenberg

Eine Nummer zu groß war am Freitag für den TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga der TuS N-Lübbecke. Beim Aufstiegsanwärter haben die Mittelhessen mit 25:32 das Nachsehen.
16. April 2021, 22:22 Uhr
JSA
Stefan Kneer (l.) und sein TV 05/07 Hüttenberg gehen beim TuS N-Lübbecke leer aus. FOTO: WEDEL

Der TV 05/07 Hüttenberg war am Freitagabend in der 2. Handball-Bundesliga chancenlos und verlor sein Ligaduell bei Aufstiegskandidat TuS N-Lübbecke mit 25:32 (12:15) deutlich. Defensiv erwischten die Hüttenberger keinen guten Tag und konnten nur in der ersten Hälfte gegen das Topteam mithalten. Ein weiterer Jugendspieler kam zu seinem Debüt.

Während auf TVH-Seite die Hoffnung auf eine Überraschung ausblieb, schlossen die Lübbecker punktemäßig zu Spitzenreiter Hamburg auf, der sich am Freitagabend mit einem 28:28-Unentschieden gegen Lübeck-Schwartau begnügen musste. Hüttenberg positioniert sich nach der Niederlage auf Platz 14.

Bereits beim ersten Strafwurf der Partie scheiterte Tobias Hahn an Aljosa Rezar, seines Zeichens der beste Siebenmeterkiller der 2. Liga. Beiden Teams war anzumerken, dass sie ausgeruht waren. Denn mit hohem Tempo schenkten sich beide nichts. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen nur konsequenter als die Gäste und setzten sich bereits nach acht Minuten auf 5:2 ab. TVH-Coach Johannes Wohlrab zog sofort die Auszeit, um die Sinne neu zu schärfen. Dominik Plaue parierte anschließend mehrfach und verhalf so seinen Teamkollegen zur Möglichkeit auf den Ausgleich, den Tobias Hahn beim 6:6 herbeiführte. Hüttenberg agierte nun ebenbürtig im Angriff und machte es dem großen Favoriten schwer. Auf Halblinks gab es dann ein neues Gesicht zu sehen beim TV 05/07 Hüttenberg: Noel Hoepfner, wohlgemerkt Jahrgang 2003 wie sein Teamkollege Niklas Theiß, debütierte für die Blau-Weißen. Beim 9:9 zog Ex-Trainer Emir Kurtagic dann die Auszeit, weil ihm das so gar nicht gefiel bei seinem TuS. Seine Worte trugen Früchte, denn immer wieder riss der TuS-Angriff riesige Lücken in der gegnerischen Deckung und ging mit 12:9 in Führung. Die kurze Schwächephase der Mittelhessen bestraften die Ostwestfalen, sodass es mit einem 15:12 in die Pause ging.

Dass den Gästen oftmals der Zugriff in der Abwehr fehlte, zeigte sich auch darin, dass das Team von Johannes Wohlrab nicht eine einzige Strafzeit über die gesamte Spielzeit kassierte. Auch die Umstellung auf eine 6:0-Deckung brachte keine Besserung - im Gegenteil. Sie lag den Rückraumschützen der Hausherren besser, sie setzten sich auf 22:16 nach 41 Minuten ab. Was der TVH auch probierte, die Qualität des Gegners war zu groß. Außerdem fiel der Ausfall vorne wie hinten deutlich ins Gewicht, da Patrick Jockel als einziger Kreisläufer zur Verfügung stand. Zehn Minuten vor dem Ende durch Speckmann beim 27:21 war die Partie endgültig entschieden. Am nächsten Samstag empfängt der TVH mit dem HSV Hamburg das nächste Topteam der 2. Bundesliga.

TuS N-Lübbecke: Kowalski, Rezar, Gercar; Becvar, Heiny (2), Baumgärtner (1), Ebner (6), Petreikis, Bagaric (2), Strosack (6), Mundus, Spohn (1), Nissen, Speckmann (6), Petrovsky (3), Skroblien (5/5).

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Böhne, Nikolai Weber; Fuß (6), Kneer (1), Hoepfner, Theiß (1), Fujita (1), Ian Weber (4), Rompf (4/3), Mubenzem, Hübscher, Hahn (2), Klein, Jockel, Schreiber (6).

Schiedsrichter: Arndt/Westphal. - Zeitstrafen: 5 - 0.



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