20. August 2021, 07:16 Uhr

Gießen 46ers

Junger Hungriger für junge Hungrige

Maximilian Beque, der 20-jährige Neuzugang des Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers, traut sich den Sprung in den Erstliga-Kader zu.
20. August 2021, 07:16 Uhr
Maximilian Maalik Begue (links) im Gespräch mit GAZ-Mitarbeiter Sebastian Kilsbach FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Einer davon ist der 20-jährige Maximilian Begue, der zuvor sieben Jahre beim Hessenrivalen Skyliners Frankfurt auf dem Parkett stand. Bei den 46ers will der U-Nationalspieler den nächsten Schritt gehen. Dafür wurde er mit einer Doppellizenz für die erste und zweite Mannschaft ausgestattet.

Sie sind nach sieben Jahren bei den Skyliners jetzt so ein bisschen im »Feindesland« angekommen. Frankfurt und Gießen verbinden eine langjährige Rivalität.

Mir ist bewusst, dass zwischen den beiden Standorten eine gewisse Rivalität herrscht. Aber für mich war der Wechsel eigentlich relativ entspannt. Ich bin gut aus Frankfurt raus- und in Gießen angekommen. Im Sommer war ich auch mit der Nationalmannschaft unterwegs, weshalb da kein großer Raum war, sich darüber Gedanken zu machen. Frankfurt ist natürlich eine Metropole und Gießen eine kleinere Studentenstadt, das ist auf jeden Fall was anderes. Hier ist es etwas ruhiger. Außerhalb vom Basketball natürlich.

Wie haben Sie in den verschiedenen Teams des Frankfurter Programms, die Sie die letzten Jahre durchlaufen haben, die Fans aus Gießen wahrgenommen?

Sowohl bei den Heim- als auch bei den Auswärtsspielen waren die Fans der 46ers immer lautstark zu hören, als Fans noch zugelassen waren. Dieses etwas wilde zeichnet sie auch ein bisschen aus, glaube ich.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke vom neuen Trainer Pete Strobl?

Er weiß genau, was er will und macht das auch ganz klar. Er glaubt an harte Arbeit und versucht uns einfach immer besser zu machen.

Sie haben in Frankfurt für verschiedene Teams gespielt und auch für verschiede U-Nationalmannschaftskader. Gibt es einen Gegenspieler, der Ihnen wegen seiner Stärke besonders in Erinnerung geblieben ist?

Es ist immer unterschiedlich. In der Natio ist es etwa immer schwer, gegen Frankreich zu spielen, weil die sehr groß und sehr athletisch sind. Sie machen den Raum auf dem Spielfeld möglichst klein. In der deutschen Liga sind Teams wie Alba Berlin und Bayern München ganz klare Steckenpferde. Aber einen speziellen Gegenspieler gibt es nicht.

Haben Sie ein bestimmtes basketballerisches Vorbild oder sind Vorbilder nichts für Sie?

Doch! In der NBA gucke ich mir gerne Russell Westbrook an. In der Euroleague mag ich Mike James und generell Pointguard-Typen, die vorne die Entscheidung treffen, aber auch defensiv stark sind.

Was ist Ihre größte Stärke auf dem Feld und woran müssen Sie noch arbeiten?

Meine größte Stärke ist meine Athletik, sowohl offensiv als auch defensiv. Woran ich noch arbeiten muss, ist mein Dreipunktewurf.

Was sind Ihre persönlichen Ziele in Gießen?

Ich möchte alles aus meiner Zeit hier in Gießen ausschöpfen, weil ich glaube, hier ein gutes Umfeld zu haben, um besser zu werden - und um mich individuell weiter zu entwickeln. Dabei will ich natürlich vor allem dem Team weiterhelfen.

Ihr Name ist französischer Herkunft. Haben Leute manchmal Probleme mit der Aussprache?

Der Kommentator bei den Skyliners hat anfangs immer Begü gesagt, bis ihm irgendwann jemand gesagt hat, dass es »Begeh« ausgesprochen wird. Aber ich habe wirklich alles gehört. Mein Vater kommt aus Kamerun, dort spricht man zum Großteil Französisch.

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