24. Februar 2021, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

In Würzburg zählt für die Gießen 46ers nur ein Sieg

Für die Gießen 46ers geht es um die Existenz in der Basketball-Bundesliga. Das Team von Trainer Rolf Scholz steht mit dem Rücken zur Wand und muss heute Abend unbedingt in Würzburg siegen, um nicht den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze zu verlieren.
24. Februar 2021, 07:00 Uhr
Im Kampf um den Klassenerhalt gefordert: Gießens Center John Bryant (mit Ball) und der Rest der 46ers stehen heute Abend in Würzburg gehörig unter Druck. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Nachholspiel hin oder her. Kurze oder lange Quarantäne. Teamtraining oder individuelle Einheiten. Mehr Zeit für die Integration neuer Spieler. Das in den letzten 15 Tagen Geschehene beim heutigen Gastgeber darf die Gießen 46ers nicht interessieren: Sie müssen ab 19 Uhr (live auf MagentaSport) bei s. Oliver Würzburg ausschließlich auf ihre Leistung fokussiert sein und den dringend benötigten Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der BBL einfahren.

Die Lage: Noch ist alles für die Gießen 46ers möglich. Noch sind 16 Spiele in der Hauptrunde der BBL zu absolvieren, ehe die beiden Absteiger und die Playoff-Teilnehmer feststehen werden. Noch hat die Truppe um Kapitän Brandon Thomas alles selbst in der Hand. Aber es müssen schnell Siege her. Der Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt vier Punkte. Und nun kommen bis zum 13. März sechs Partien gegen Gegner auf Augenhöhe. Drei Erfolge können die 46ers bislang vorweisen. Weitere sieben werden sie sicherlich noch brauchen, um sich womöglich vor dem Gang in die zweite Liga zu retten. »Mit dem Nachholspiel in Würzburg treten wir in die Rückrunde und die wichtigste Phase der Saison ein. Mit Würzburg treffen wir auf ein strukturiertes Team, das einige neue Spieler integrieren muss. Nach dem spielfreien Wochenende heißt es, möglichst schnell in den Wettkampfmodus zu schalten«, weiß 46ers-Geschäftsführer Michael Koch nur zu genau, welche Bedeutung diese Nachholbegegnung zwischen dem Tabellen-17 und den auf 15 liegenden Würzburgern hat.

Der Gegner: Vor 15 Tagen waren die 46ers schon mit ihren Aufwärmübungen in der Würzburger Halle beschäftigt, ehe sie aufgrund eines positiven Corona-Tests beim Heimteam unverrichteter Dinge den Weg nach Hause antreten mussten. Die Würzburger um Trainer Denis Wucherer sollten eigentlich bis zum 22. Februar in einer sogenannten Kohorten-Quarantäne bleiben. Da aber sämtliche PCR- und Schnelltests der vergangenen Tagen negativ ausgefallen waren, hatte das Würzburger Gesundheitsamt die Isolierung der Spieler und Trainer am vergangenen Donnerstag beendet. Demnach war für sie der normale Trainings- und Spielbetrieb unter Einhaltung der BBL-Hygieneregeln wieder erlaubt. Gießens Ex-Trainer Wucherer nutzte unter anderem den letzten Samstag, um gegen den Ligarivalen Bonn zu testen. Dabei sprang ein Remis heraus. Was aber viel bedeutsamer war, dass er zumindest mit dem Forward Murphy Holloway einen neu verpflichteten Spieler unter Wettkampfbedingungen unter Beobachtung nehmen konnte. Der zweite neue Hoffnungsträger, Ex-Albatross Robert Lowery, wird wohl heute Abend sein Debüt geben. Der erfahrene und 1,88 m große Spielmacher spielte zuletzt für Tsmoki Minsk und legte dort in der weißrussischen Liga sowie in der Champions League gute Werte auf.

Das Lazarett: Bei den 46ers muss weiterhin der am Rücken laborierende Chad Brown aussetzen. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Isaac Hamilton (Knie), kleine dagegen bei den beiden Aufbauspielern Bjarne Kraushaar und Ferdinand Zylka. Mit dem Mitwirken des jungen Guard-Duos rechnet aber Coach Scholz.

Das sagen die Trainer: »Wir sind uns unserer Situation, dass es jetzt gilt, bewusst. Würzburg legt großen Wert auf die Verteidigung und steht kompakt. Für uns wird es im Angriff darum gehen, eine gute Mischung zwischen Ballbewegung und Transition-Spiel, um schnelle Punkte zu erzielen, zu haben. In der Verteidigung wird es nicht einfach, denn sie haben in den letzten beiden Wochen neue Spieler dazubekommen. Wir müssen dennoch die Zone dichtmachen, sehr konsequent am defensiven Brett arbeiten. Zudem müssen wir im Vergleich zu den Vorwochen weg vom Ball besser verteidigen«, sagt Gießens Cheftrainer Scholz. Wucherer warnt sein Team vor den Gießenern: »Sie haben Größe, extrem viel Erfahrung und einen tiefen Kader mit Qualität. Wenn man sie spielen lässt, wird es für jeden Gegner schwer.«

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