11. Dezember 2020, 23:22 Uhr

2. Handball-Bundesliga

Hüttenberg gibt in Konstanz Sieg aus der Hand

Pech für den TV 05/07 Hüttenberg. Im Kellerduell bei der HSG Konstanz bringen die Mittelhessen eine Führung nicht ins Ziel und kassieren drei Sekunden vor dem Ende den 22:22-Endstand.
11. Dezember 2020, 23:22 Uhr
JSA
Eine mitreißende Partie liefern sich die HSG Konstanz um Tim Jud (l.) und der TV 05/07 Hüttenberg, dessen Ian Weber hier kräftig zupackt. Trotz einer 21:17-Führung müssen die Mittelhessen am Bodensee am Ende mit einem 22:22-Unentschieden zufrieden sein. FOTO: EIBNER

TV 05/07 Hüttenberg


Die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg sahen am Freitagabend im Kellerduell bei der HSG Konstanz schon wie der sichere Sieger aus, am Ende mussten sie aber mit einem 22:22 (13:10)-Unentschieden am Bodensee zufrieden sein. Eine zwischenzeitliche Sechs-Tore-Führung gegen fehlerbehaftete Gastgeber reichte den Mittelhessen nicht zum Sieg.

Es war wahrlich kein Handball-Leckerbissen am Bodensee. Der war aber auch nicht zu erwarten, wenn zwei Teams im Kampf gegen den Abstieg aufeinandertreffen. Was sich jedoch in der Schänzle-Halle in Konstanz ereignete, war ein Fehlerfestival.

Johannes Klein und Ian Weber brachten mit einem Doppelschlag zum 4:3 die Gäste erstmals in Führung. Anschließend verletzte sich mit Tom Wolf der Kapitän und Regisseur der Hausherren in einer Aktion an der Hand. Ein Cut zwischen den Fingern sorgte für reichlich Blut auf dem Feld und eine Spielunterbrechung. Der TVH leistete sich anschließend zwei technische Fehler, die Konstanz per Tempogegenstoß im Eiltempo bestrafte. Im Positionsangriff jedoch machte sich dann der Ausfall von Wolf bemerkbar. Wenn es doch mal zu einer Torchance kam, war Dominik Plaue im Hüttenberger Tor der Spielverderber. Überzeugend, kontrolliert und sehr strukturiert spielten seine Vordermänner in dieser Phase ihre Angriffe. Resultierend daraus ergab sich ein 8:0-Lauf für die Mittelhessen. Patrick Jockel war es, der in der 23. Spielminute zum 12:6 traf. Danach sah sich Daniel Eben, der Trainer der HSG Konstanz, bereits zu seiner zweiten Auszeit gezwungen. Nach dieser kam Wolf, dessen Wunde zwischenzeitlich genäht worden war, zurück ins Spiel und bereitete den Hüttenbergern gleich Probleme. Mit drei Treffern in Folge verkürzte seine Mannschaft zum Pausenstand auf 10:13.

Nach der Wechsel entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch, in dem die Gäste ihren Gegner aber nie näher als auf zwei Tore herankommen ließen. Bis zum 21:17 in der 45. Minute sah das alles kontrolliert und sicher aus. Was dann passierte, werden die Verantwortlichen beim TVH aufzuarbeiten haben. Zwölf Minuten blieb Hüttenberg ohne eigenen Treffer! Währenddessen glich Konstanz in der 55. Minute zum 21:21 aus. Deutlich frischer und selbstbewusster wirkten nun die Mannen vom Bodensee. Ian Weber, der nahezu durchspielte, und seinen Kollegen gingen die Kräfte aus. So kam es in einer hochdramatischen Schlussphase, wie es kommen musste: Den zwischenzeitlichen Hüttenberger Führungstreffer zum 22:21 durch Hendrik Schreiber egalisierte mit dem letzten Wurf drei Sekunden vor dem Schluss der schwer angeschlagene Tom Wolf.

»Dieses Spiel war ein Sinnbild unserer bisherigen Saison. Immer wenn wir abgeschlagen scheinen, reißt sich die Mannschaft noch einmal zusammen. Es war auf beiden Seiten ein großer Kampf«, merkt HSG-Trainer Eben nach dem Spiel an. Somit verpasst es der TV Hüttenberg in diesem so wichtigen Spiel, sich etwas Luft im Tabellenkeller zu verschaffen. Nicht weniger wichtig wird die nächste Partie am 19. Dezember beim TV Großwallstadt. Ob dann Interimscoach Johannes Wohlrab nach zwei Punkten aus zwei Spielen weiter die Geschicke leitet, soll sich Anfang kommender Woche entscheiden.

Konstanz: Maximilian Wolf, Hassferter, Ebert; Stotz, Czako, Tom Wolf (5/3), Dangers (8/1), Krüger, Maier-Hasselmann (2), Beckmann (1), Jud (2), Wendel (2), Volz, Schramm (1), Knezevic, Fehrenbach (1).

Hüttenberg: Plaue, Nikolai Weber; Fuß (5), Schwarz, Opitz, Theiß (1), Fujita, Ian Weber (3), Reichl (2), Mubenzem (1), Hübscher (1), Hahn (3/2), Klein (2), Jockel (1), Schreiber (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Dietz/Biehler. - Zeitstrafen: 8:4 Minuten.

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