23. Oktober 2021, 12:00 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar will sich auf eigene Stärken fokussieren

Nachdem das letzte Bundesligaspiel der HSG Wetzlar beim Bergischen HC wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen wurde, warten nun zu Hause am Sonntag die Rhein Neckar Löwen.
23. Oktober 2021, 12:00 Uhr
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Daumen hoch: Wetzlars Trainer Benjamin Matschke würde diese Geste gerne am Sonntag nach dem Spiel gegen die Löwen wiederholen. FOTO: VOGLER

In der Handball-Bundesliga empfängt die HSG Wetzlar am Sonntag um 16 Uhr die punktgleichen Rhein Neckar Löwen und will dabei vor heimischer Kulisse ungeschlagen bleiben. Das Match gegen die Löwen ist dabei der Auftakt einer Heimspielserie von drei Partien am Stück. Mit einem Sieg an diesem Wochenende könnten die Wetzlarer ihren direkten Tabellenkonkurrenten hinter sich lassen und im Tableau weiter nach oben blicken.

Wie sind die Rhein-Neckar-Löwen einzuschätzen? Nachdem die Mannheimer in der vergangenen Woche mit einigen Corona-Fällen zu kämpfen hatten und ihr Spiel gegen den SC DHfK Leipzig verlegt werden musste, können sie morgen wieder auflaufen. Dabei wird Torhüter Mikael Appelgren verletzungsbedingt ausfallen. Der deutsche Meister von 2016 und 2017 mit Kapitän Uwe Gensheimer (37 Tore) reist mit einem starken Kader an, der nach zwei sieglosen Partien wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will. Mit Jannik Kohlbacher (28 Treffer) kommt zudem ein bekanntes Gesicht an die Lahn zurück. Der Kreisläufer trug von 2015 bis 2018 selbst das Trikot der Wetzlarer.

Was erwartet HSG-Coach Benjamin Matschke von der morgigen Partie? »Die Löwen sind sehr stark und können an guten Tagen Barcelona schlagen. Aber das Entscheidende ist, dass wir auf uns gucken. Dabei wollen wir emotionalen Handball spielen und die Zuschauer mit ins Boot holen. Es wird ein sehr enges Spiel werden, mit einem hoffentlich besseren Ende für uns.«

Was spricht für die HSG? Die Mittelhessen können sich auf ihr eigenes Publikum verlassen und auf die damit einhergehende Heimstärke setzen. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden gelang es diese Spielzeit bisher noch keinem Gegener, zwei Punkte aus der Rittal-Arena zu entführen.

Was müssen die Zuschauer wissen? Das Spiel wird die letzte Heimpartie sein, in der noch die 3G-Regel gilt. Danach wird auf 2G umgestellt. Wegen der Herbstferien müssen jedoch auch Kinder ab sechs Jahren einen negativen Antigen-Test vorlegen (nicht älter als 24 Stunden). »Wir wollen den maximalen Schutz ermöglichen«, erklärt Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp im Vorfeld.

Neue Coronawelle: Absagen möglich

Im Kampf gegen die drohende neue Coronawelle schließt die HBL Spielabsagen nicht aus. »Unsere Prämisse ist klar: Die Gesundheit steht immer über allem, im Zweifel werden wir auch Spiele absagen müssen«, sagte Geschäftsführer Frank Bohmann. Durch die gehäuften Corona-Fälle im Eishockey, die aktuell in der DEL für etliche Spielverlegungen sorgen, sei man »alarmiert«. Für das Wochenende hält die HBL an ihrem bestehenden Hygienekonzept fest.



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