15. Oktober 2021, 11:14 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar will beim Bergischen HC punkten

Die HSG Wetzlar hat in der Handball-Bundesliga in Berlin, Magdeburg und Hamburg die Punkte abgeliefert. Damit soll am Samstagabend beim Bergischen HC Schluss sein.
15. Oktober 2021, 11:14 Uhr
Daniela_Pieth
Von Daniela Pieth
Arnor Thor Gunnarsson und der Bergische HC fodern am Samstagabend die HSG Wetzlar heraus. FOTO: VOGLER

»Es geht im siebten Spiel für beide Mannschaften herausfordernd weiter«, so der Ausblick von Trainer Benjamin Matschke auf die nächste Aufgabe seines Teams. Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar sind am Samstagabend um 18.30 Uhr beim Bergischen HC gefordert. Die Spielgemeinschaft aus Wuppertal und Solingen hat sich mit einem Punktgewinn gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht nur »ein gutes Gefühl verschafft«, so Coach Sebastian Hinze, sondern auch eine positive Punktbilanz (7:5). Die Wetzlarer schauen ebenfalls auf ein Unentschieden zurück und weisen 5:7 Zähler auf.

Die bisherigen Gegner: Der Spielplan beider Teams weist durchaus Parallelen auf. Der HSV Hamburg, die TSV Hannover-Burgdorf und Frisch Auf Göppingen gehörten jeweils zu den ersten sechs Gegnern. Die Wetzlarer haben aus diesen Spielen drei Punkte herausholen können, der BHC nur zwei. In Hannover und Göppingen setzte es Niederlagen für die Hinze-Truppe, während es die HSG nur in Hamburg erwischte, dort mit 23:31 aber deftig.

Überhaupt können sich beide Mannschaften durchaus auf ihren Heimvorteil verlassen. Mit den Zuschauern im Rücken sackte der BHC gegen den HSV und den TVB Stuttgart wertvolle Punkte ein und trotzte den Rhein-Neckar Löwen in letzter Sekunde ein Remis ab. Die Wetzlarer bezwangen im ersten Heimspiel der Saison nach fünf sieglosen Jahren endlich wieder einmal den TBV Lemgo-Lippe. Hannover deklassierte man und feierte beim 38:16 den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte. In der kurzen Ära von Trainer Benjamin Matschke schon die zweite bemerkenswerte Randnotiz. Gegen Göppingen erkämpften sich die Grün-Weißen nach hohem Rückstand einen Punkt und bewiesen damit Moral.

Die bergischen Löwen: Der BHC hat sich eine Mannschaft aus erfahrenen und jungen Spielern zusammengestellt, die seit ihrer Rückkehr in die HBL für jeden Gegner großes Gefahrenpotenzial in sich birgt. In der Abwehr gibt Altmeister Csaba Szücs den Ton an. Der Slowake dirigiert im Mittelblock vornehmlich zusammen mit Max Darj die Defensive, aus der der BHC gut und gerne mit seinen schnellen Außen den Gegner niederrennt. Dahinter hüten Christopher Rudek und Tomas Mrkva das Tor. Vor allem der im Sommer 2019 von der HBW Balingen/Weilstetten gekommene Tscheche macht in letzter Zeit von sich reden. Bevor er in Göppingen ein solides Spiel zeigte und den Rhein-Neckar Löwen mit 17 Paraden den Zahn zog, wurde sein Wechsel zum THW Kiel im nächsten Jahr bekannt. Auf ihn aber auch auf Rudek konnten sich die Löwen bisher immer verlassen. Im rechten und linken Rückraum besticht der BHC mit Zweikampfstärke und Wurfgewalt. Das Zusammenspiel von Rückraum und Kreisläufer Darj ist schwer zu verteidigen.

Das sagen die Trainer: In einem sind sich beide einig: Es werden Top-Leistungen in allen Bereichen gebraucht, dann ist alles möglich - für die Zuschauer vor allem ein spannendes Spiel. »Wenn wir unsere stabile Abwehr mit Torwart auf die Platte bringen, sind beide Mannschaften schwer zu schlagen«, erklärt Hinze. »Daher ist es extrem wichtig, dass man gut in den Zweikämpfen ist, dass man sehr geduldig verteidigt. Wetzlar agiert mit sehr viel Spieldisziplin im Angriff, mit viel Qualität im Rückraum. Da wollen wir einen guten Zugriff bekommen und vor allem zu Hause Wetzlar im Tempospiel wenig Möglichkeiten geben. Bei beiden Mannschaften ähnelt sich die Herangehensweise«, schmunzelt der Löwen-Coach. Und auch Matschke weiß: »Sie haben eine gute Mannschaft, einen guten Plan, klare Strukturen. Besonders zu beachten ist der Gegenstoß, speziell zu Hause. Wir wollen auswärts jetzt echt mal ein geiles Spiel machen. Das was uns daheim bisher super gelungen ist, wollen wir jetzt nach auswärts transferieren.« Auch Neuzugang Tomislav Kusan bekommt nach und nach mehr Einsatzzeiten. »Er bringt ein ganz anderes Profil und andere Möglichkeiten mit.«

Die Personallage: Bei den bergischen Löwen fehlen weiterhin Yannick Fraatz und Maciej Majdzinski, die beide an einem Kreuzbandriss laborieren. Ob Fabian Gutbrod nach einwöchiger Pause wieder zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest. Er ist erst seit zwei Tagen wieder im Training. Auch Darj und Alexander Weck stehen auf der Kippe. Beide haben sich beim Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen verletzt.

Bei den Grün-Weißen zieht eine Erkältungswelle durch die Mannschaft, doch Matschke geht davon aus, am Samstagabend bsi auf den am Kreuzband verletzten Patrick Gempp sowie Rekonvaleszent Alexander Feld alle Spieler einsetzen zu können. »Ich werde viel wechseln müssen«, so Matschke.



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