26. Mai 2021, 21:52 Uhr

Handball

HSG Wetzlar siegt 36:28 beim HC Erlangen

Tempo, Präzision, Lust am Handball. Sky-Reporter Markus Götz brachte die Leistung der HSG Wetzlar beim 36:28 (22:15)-Coup beim HC Erlangen schon zur Pause auf den Punkt.
26. Mai 2021, 21:52 Uhr
Der nächste Bundesliga-Coup: Der erneut überragende Schweizer Lenny Rubin (44) und die HSG Wetzlar triumphieren mit 36:28 beim HC Erlangen. FOTO: ISPFD

HSG Wetzlar


Die HSG Wetzlar hat ihren frisch aufgeladenen Akku zum nächsten Coup in der Handball-Bundesliga genutzt. Beim vor Saisonbeginn hoch gehandelten, mittlerweile aufgrund einer schier unglaublichen Verletzungsserie (Steffen Fäth u.v.m.) stark gehandicapten HC Erlangen kam das Team von Trainer Kai Wandschneider - selbst personell weiter stark dezimiert - zu einem nie gefährdeten 36:28 (22:15)-Auswärtserfolg und behauptete damit den siebten Tabellenplatz.

»Wir konnten uns 13 Tage erholen, das hat man heute gemerkt«, führte der mit acht Treffern erneut überragende Schweizer Rückraum-Hüne Lenny Rubin gegenüber Sky den Erfolg u. a. auf die zurückgewonnene E-Mobilität der Grün-Weißen zurück. »Wir waren erholt und konnten Vollgas geben«, wiederholte sich Rubin, der im Hinblick auf die eigene Ausfallliste ergänzte: »Jetzt müssen eben andere in die Bresche springen - und das tut uns gut.«

Kein Wetzlarer Spiel gleicht dem anderen. 14 Tore nach 15 Minuten in fremder Halle hat es in dieser Corona-Saison - in vielen anderen Erstliga-Spielzeiten wohl auch - noch nicht gegeben. Das Mellegard-14:6 vom Kreis nach einer Viertelstunde schmeichelte den Gastgebern sogar noch etwas, hatten Kristian Björnsen und Emil Mellegard beim 7:3 (10.) nacheinander doch zwei Großchancen von außen gegen HCE-Keeper Martin Ziemer zu einem noch konsequenteren Schnellstart vergeben.

Von wegen fehlende Offensivkraft durch die Ausfälle von Stefan Cavor, Olle Forsell Schefvert und Alexander Feld. In den letzten beiden Partien schafften die Grün-Weißen 35 und 36 Treffer. Die Gegenstöße saßen (Björnsen-6:2, 8.), die Neun-Meter-Würfe von Lenny Rubin (7:2, 16:10, 17:10, 29:22) auch, die Eins-gegen-eins-Aktionen wurden mehrheitlich gewonnen, Rückraum-Linkshänder Ivan Srsen brachte es erstmals im Wetzlarer Trikot auf ein halbes Tore-Dutzend, Tibor Ivanisevic parierte zwei Siebenmeter und mehr. Die HSG Wetzlar hatte die Partie vom Anfang bis zum Ende im Griff, mit Ausnahme des siebenfachen Erlanger Torschützen Simon Jeppsson.

Die Basis dazu legte in nahezu allen Spielsituationen Regisseur Magnus Fredriksen als verlängerter Arm des Trainers auf dem Parkett, der Norweger - wie mit einer Enigma ausgestattet - dechiffrierte das Spiel der Franken.

»Wir hätten einen guten Start gebraucht«, sah Erlangens Trainer Michael Haaß bei Sky seinem mit einem halben Dutzend Nobodys angetretenen Team schon früh (10:18, 24.) die Felle davon schwimmen, »da ist von Anfang an alles schief gegangen. Das war dann nicht mehr zu kitten, zumal unsere Möglichkeiten - wie man weiß - ja begrenzt sind.«

HC Erlangen: Ziemer, Ritschel; Sellin (2/1), Jäger (4), Marschall (1), Kellner (2), Firnhaber (4), Bissel, Mosindi (2), Schäffer (1), Meschke (1), von Gruchalla (2/2), Jeppsson (7), Bialowas (1), Olsson (1), Bauer.

HSG Wetzlar: Till Klimpke, Suljakovic, Ivanisevic; Srsen (6), Henningsson, Björnsen (4), Ole Klimpke, Mirkulovski (3), Weissgerber (2), Holst (2/2), Fredriksen (4), Gempp (1), Mellegard (2), Rubin (8), Lindskog (4).

Steno / SR: Koppl/Regner (Düsseldorf/Nieder-Olm). - Zeitstrafen: Kellner, Meschke (beide Erlangen); Lindskog (2), Ole Klimpke, Henningsson, Srsen (alle Wetzlar) - Torfilm: 1:4 (5.), 2:7 (9.), 4:12 (12.), 8:15 (18.), 10:17 (22.), 15:22 (30.); 18:25 (37.), 20:26 (40.), 23:29 (45.), 24:32 (52.), 28:36 (60.).

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