04. März 2021, 06:30 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar ohne Stefan Cavor und Till Klimpke

Ohne die verletzten Torhüter Till Klimpke und Torjäger Stefan Cavor steht die HSG Wetzlar heute bei den Eulen Ludwigshafen vor einer schweren Aufgabe.
04. März 2021, 06:30 Uhr
Mit Stefan Cavor und Till Klimpke stehen der HSG Wetzlar zwei ihrer Leistungsträger verletzungsbedingt vorerst nicht zur Verfügung. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar


Nimmt man die Tabelle - die HSG Wetzlar ist Tabellenachter mit 20:16 Punkten, die Eulen belegen Rang 18 mit 8:28 Punkten - sowie den historisch hohen 29:11-Erfolg in der Hinrunde zum Maßstab, so sollte die HSG Wetzlar in ihr heutiges Bundesliga-Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen (19 Uhr/live auf Sky) eigentlich als Favorit gehen. Da mit Torhüter Till Klimpke (Bänderriss im Sprunggelenk) und Torjäger Stefan Cavor (Schulter- und Kapselverletzung) aber zwei absolute Leistungsträger fehlen, gilt diese Einschätzung für die 60 Minuten in der Friedrich-Ebert-Halle nur bedingt.

Die Situation bei der HSG Wetzlar: Es ist März und die Grün-Weißen 2021 noch unbesiegt. Das soll auch vor der Nationalmannschaftspause so bleiben. Auf die Heimpartien gegen Hannover-Burgdorf (26:24) und Erlangen (28:28) folgt nun die erste Auswärtspartie bei einem Kontrahenten, der zum wiederholten Mal jeden Zähler im Kampf um den Ligaerhalt benötigt. Stefan Cavor mit seiner in der Erlangen-Partie erlittenen Schulterverletzung sowie Till Klimpke mit einem Bänderriss im Sprunggelenk fehlen eventuell noch über die Partie in Ludwigshafen hinaus. Olle Forsell-Schefvert hat Knieprobleme, die ihn zuletzt etwas von seiner Offensivstärke nahmen, wird aber spielen können. Anton Lindskog hat nach den Spiel- und WM-Strapazen, seiner Corona-Erkrankung und kleineren Verletzungen ein paar Tage mit dem Training aussetzen müssen, steht aber zur Verfügung.

Trainer Kai Wandschneider hat deshalb angedeutet, in den kommenden Wochen zum einen im Rückraum wieder verstärkt auf Alexander Feld setzen zu wollen, zum anderen mit Magnus Fredriksen als Spielmacher Nummer eins zu operieren. Im Tor werden vorerst Tibor Ivanisevic/Anadin Suljakovic ein Duo bilden, der Bosnier befindet sich seit Montag im Training.

In Ludwigshafen wird viel darauf ankommen, wie die Deckung steht und die Torhüter ins Spiel finden und ob der bislang über Kurzeinsätze nicht hinaus gekommene Ivan Srsen den Cavor-Ausfall einigermaßen wird kompensieren können.

Ausgangslage der Eulen: Ludwigshafens Spielmacher Pascal Bührer, der seinen Vertrag am Mittwoch um zwei weitere Jahre verlängert hat, ist trotz des jüngsten 25:26-Rückschlags im Kellerduell gegen Tusem Essen zuversichtlich, dass die Eulen auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen werden: »Wir starten jetzt gegen Wetzlar in die Rückrunde. Das zeigt ja, wie viele Spiele noch kommen und dass wir die nötigen Punkte zum Klassenverbleib holen können und werden. Davon bin ich überzeugt.«

Die 11:29-Demütigung aus dem Hinspiel in Wetzlar spielt nach Auffassung von Eulen-Coach Benjamin Matschke, ab der kommenden Saison bekanntlich Nachfolger von Kai Wandschneider bei der HSG, keine Rolle. »Wir wollen besser spielen«, betont der Trainer vor der kniffligen Hausaufgabe. Respekt ja, Angst nein! Dies ist der Auftrag an die Mannschaft um Kapitän Gunnar Dietrich. »Es geht um das Wie! Es geht darum, wie wir uns präsentieren, wie wir das Spiel angehen«, betont Matschke. Mit dem Druck, mit der Favoritenrolle in der Partie gegen Essen, wussten die Eulen nicht umzugehen. Das hat sich gerächt. Nun ist der Druck ein anderer: Punkte im Abstiegskampf müssen her - bei erst einem Heimsieg gegen GWD Minden.

Die Besonderheiten: Bei der HSG Wetzlar bereitet sich Spielmacher-Backup Filip Mirkulovski stärker auf seine neue Rolle als Co-Trainer ab der neuen Saison vor, macht seinen EHF-Schein und ist als Mitglied im Trainerstab der nordmazedonischen Nationalmannschaft von Kiril Lazarov im Gespräch.

An der Wetzlarer Personalfront gibt es nach dem verkündeten Abschied des norwegischen Rechtsaußen Kristian Björnsen nichts Neues. Intern soll über Lars Weissgerber als neue Nummer eins in seinem dann fünften Jahr bei der HSG sowie einem noch zu verpflichtenden Backup diskutiert werden.

Bei Ludwigshafen geht Regisseur Dominik Mappes vor seiner Rückkehr zum heimischen Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg in seine letzte Halbserie. »Sie wissen, was sie tun«, sagt Wandschneider über die gut organisierten Mappes und Co. und erwartet am Abend eine defensive 6:0-Formation der Eulen mit den Zwei-Meter-Riesen Gunnar Dietrich, Azat Valiullin, Christian Klimek und Hendrik Wagner im Innenblock, die vor allem über den Kreis wenig zulassen soll.

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