15. April 2021, 22:31 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar die Mannschaft der Stunde

In der Handball-Bundesliga ist die HSG Wetzlar die Mannschaft der Stunde. Das 29:27 (15:10) über die Füchse Berlin ist der nächste Beweis.
15. April 2021, 22:31 Uhr
Der nächste Coup: Die HSG Wetzlar schlägt die Füchse Berlin am Abend dank einer erneut starken ersten Halbzeit verdient mit 29:27 und darf im zehnten und letzten Jahr von Trainer Kai Wandschneider (l.) Stand jetzt sogar vom Einzug in den europäischen Wettbewerb träumen. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar


Verabschiedet sich Kai Wandschneider nach zehn Jahren als Trainer mit einem Europapokal-Platz von der HSG Wetzlar? Mit dem hochverdienten 29:27 (15:10)-Triumph über die Füchse Berlin haben die Grün-Weißen am Donnerstag nach dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen den nächsten Bundesliga-Riesen in der Rittal-Arena in die Knie gezwungen.

Die Wetzlarer spielten wie schon beim TVB Stuttgart eine bärenstarke erste Halbzeit mit einer tadellosen Abwehr um Anton Lindskog und Philip Henningsson. Berlins Trainer Jaron Siewert musste bereits beim Lindskog-6:4 auf Fredriksen-Assist nach einer Viertelstunde nach und nach die Schonung seiner Asse Fabian Wiede, Jacob Holm und Marian Michalczik aufgeben und in der Abwehr auf eine 5:1-Formation umstellen (Michalczik offensiv gegen Fredriksen), um der Wetzlarer Dominanz etwas Herr zu werden.

Till Klimpke parierte zwischen den Pfosten dreimal in Serie gegen Fabian Wiede und Marko Kopljar (15., 16., 17.) großartig und mit dem Pausenpfiff frei gegen den 120 Kilogramm schweren Kreisläufer Mijajlo Marsenic. Lenny Rubin, von Wandschneider immer mehr zum Hochkaräter geschliffen, knüpfte an seine zuletzt starken Leistungen an, netzte fünfmal aus Fern- und Nahdistanz ein.

Dazu gesellten sich ein Monsterblock von Lindskog in der erneut ungemein beinstarken Wetzlarer Abwehr gegen Lasse Andersson (10.), starke zweite Wellen wie das 10:7 (22.) von Lindskog nach einer mustergültigen Tempokombination sowie die »Zusatzpunkte« durch Patrick Gempp und Henningsson zum 14:10 und 15:10.

Rechnet man die lange Anlaufzeit von Stefan Cavor bis zu seinem ersten Rückraumtreffer (9:7, 22.) sowie die drei vergebenen Super-Chancen von Maximilian Holst von Linksaußen hinzu, wäre sogar noch ein größerer Vorsprung als die fünf Tore zur Pause möglich gewesen.

Direkt mit Wiederanpfiff drückte Berlin zwar auf das Tempo, erhöhte auch körperlich den Druck. Doch erneut drei Paraden von Teufelskerl Klimpke gegen Wiede (32.), Holm (33.) und Koch (34.) nahmen den Füchsen schnell wieder den Wind aus den Segeln. Im Gegenteil: Ein Gegenstoßtreffer des unzähmbaren Rubin bescherte die 18:11-Führung (35.).

Im Grunde war damit die Partie gelaufen. Jakob Holm, Fabian Wiede und Hans Lindberg brachten zwar mehr spielerische Elemente ins Geschehen und die Siewert-Schützlinge auch immer näher an die Grün-Weißen (15:19, 40./21:24, 50.) heran - das war es dann aber auch. Das Cavor-27:23 (57.) nach einem gelungenen Doppelkreuzen und der Rückhandpass von Fredriksen auf Lindskog zum entscheidenden Holst-Siebenmeter (29:26, 60.) krönten die nächste Wetzlarer Handball-Gala in eigener Halle.

»Über die 60 Minuten gibt es keinen Zweifel am verdienten Sieg der HSG Wetzlar«, gratulierte Füchse-Coach Jaron Siewert. Für Kai Wandschneider waren »die erneut herausragende Deckung, unsere Zweikampfstärke und ein sensationeller Lenny Rubin« die Eerfolgsfaktoren.

Wetzlar: Till Klimpke, Ivanisevic; Srsen, Henningsson (1), Björnsen (4), Ole Klimpke (n.e.), Mirkulovski, Weissgerber, Holst (3/2), Fredriksen (3), Gempp (1), Mellegard (1), Rubin (9), Lindskog (4), Cavor (3).

Berlin: Genz, Milosavljev; Ernst, Wiede (3), Holm (1), Gojun (1), Andersson (1), Lindberg (7/5), Michalczik (3), Chrintz (1), Keskic, Matthes (4), Kopljar (2), Koch (2), Marsenic (2).

Steno / SR: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst). - Zeitstrafen: Rubin (10.), Lindskog (42.), Henningsson (54., alle Wetzlar); Michalczik (29.), Gojun (40., beide Berlin). - Siebenmeter: 2/2:5/5. - Torfilm: 4:2 (10.), 6:4 (15.), 10:7 (22.), 15:10 (Halbzeit); 18:11 (35.), 19:15 (40.), 22:16 (45.), 24:21 (50.), 27:23 (57.), 29:27 (Endstand).

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