12. Mai 2021, 07:00 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar: Das Beste daraus machen

Keine echte Pause ist den Vertretern der Handball-Bundesliga vergönnt. Das gilt auch für die HSG Wetzlar. Das Team von Trainer Kai Wandschneider erwartet am Donnerstag die HSG Nordhorn-Lingen.
12. Mai 2021, 07:00 Uhr
Daumen hoch: Trainer Kai Wandschneider hofft, dass seine personell gebeutelte HSG Wetzlar am Donnerstag gegen Nordhorn-Lingen ein Erfolgserlebnis feiert. FOTO: IMAGO

HSG Wetzlar


Wenn die HSG Wetzlar am Donnerstag (19 Uhr, Rittal-Arena/live auf Sky/Magenta) in der Handball-Bundesliga ihr 30. Saisonspiel bestreitet, dann geht es gegen einen Gegner, auf den man bereits am 25. April getroffen war. In Mittelhessen vorstellig wird die HSG Nordhorn-Lingen. Vor knapp drei Wochen behielt die Truppe von Trainer Kai Wandschneider mit 30:29 die Oberhand, anschließend musste Wetzlar zwei Niederlagen einstecken. Gegen Lemgo Lippe (21:27) und in Flensburg (24:32).

Die Ausgangslage: Nach zuletzt zwei Niederlagen könnte die Stimmung bei der HSG Wetzlar freilich besser sein. Aber angesichts der Ausfälle des Rückraumtrios Olle Forsell Schefvert, Alexander Feld und Stefan Cavor ist auch deutlich, dass kein Klub gleich ein ganzes Trio irgendwie adäquat ersetzen kann. Immerhin hatte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp am Dienstag seinen Humor nicht verloren: »Wir haben keine neue Hiobsbotschaft.« Zudem teilte er mit, dass sich Alexander Feld Ende der Woche einer OP in München unterzieht. »Wir haben jetzt zwei Spiele in dieser Besetzung gemacht, die physische und psychische Belastung ist aber einfach enorm«, spielt Trainer Kai Wandschneider vor dem Duell auf die insgesamt dritte englische Woche an. Auch wenn dazwischen eine Länderspielpause lag, in der aber auch Akteure der HSG in Sachen Länderspiele unterwegs waren.

Im Nachgang zur Partie in Flensburg war Wandschneider mit seiner Truppe durchaus zufrieden. »Wir waren 45 Minuten auf Augenhöhe.« Allerdings waren die Begleitumstände für alle Beteiligten alles andere als gut. Denn nach zwei falschen Coronatests bei den Norddeutschen gab es erst drei Stunden vor Spielbeginn grünes Licht für die Austragung der Partie. Nun richtet sich der Blick auf die Partie gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Das erste Aufeinandertreffen gewann die HSG knapp mit 30:29. Eng wurde es da vor allem in Halbzeit zwei, was unter anderem auch der roten Karte für Lenny Rubin nach 29 Minuten geschuldet war. »Am Ende haben ein, zwei Einzelaktionen zugunsten von uns entschieden«, so Wandschneider. Am Wochenende gewann Nordhorn-Lingen mit 28:26 gegen Coburg, sodass der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz fünf Zähler beträgt.

Die Personalsituation: Die ist bei der HSG Wetzlar - wie bereits erwähnt - bescheiden. Doch Wandschneider hadert nicht, er versucht, das Beste aus der Situation zu machen. »Mit Stefan Cavor ist ein Spieler ausgefallen, der nie hätte ausfallen dürfen. Aber wir müssen Wege finden, um Tore zu erzielen - wir müssen uns jetzt da durchbeißen. Mit Olle Klimpke stehen am Donnerstag insgesamt zwölf Akteure zur Verfügung, die versuchen wollen, wieder Zählbares einzufahren.«

Der Gegner: Für die HSG Nordhorn-Lingen geht es ums nackte Überleben in der Bundesliga. In Mittelhessen zählt nur ein Sieg, will man weiter die Chance wahren. »Sie werden 60 Minuten Vollgas geben«, sagt denn auch Wandschneider, um anzufügen:»Wir müssen sehen, dass wir Leistung über 60 Minuten bringen. Und dafür brauchen wir aber von allen noch mal eine Steigerung.« Während die Gastgeber personell dezimiert sind, werden die Gäste in »voller Kapelle«, so Wandschneider, antreten. Für den scheidenden Wetzlarer Trainer ist auch klar, wer am Ende der 60 Minuten jubeln darf: »Entscheidend wird die Torhüter-Leistung in diesem Spiel sein.«

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