03. März 2021, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Trainer Scholz und seine besondere Taktik für den MBC

Die Gießen 46ers müssen im Abstiegskampf nachlegen. Das Kellerduell beim MBC kommt für sie zur richtigen Zeit. Für die Taktik benutzt Trainer Rolf Scholz eine Maßeinheit.
03. März 2021, 07:00 Uhr
Gießens Spielmacher Jonathan Stark muss beim Ballvortrag fokussiert sein, wenn die 46ers das Kellerduell in Weißenfels gewinnen wollen. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


In der Mannschaft der Gießen 46ers ist die Stimmung nach dem wichtigen Heimsieg gegen medi Bayreuth gut. Das 97:92 kam zur rechten Zeit. Am heutigen Mittwoch geht es für den 46ers-Tross nach Weißenfels zum Mitteldeutschen BC, wo um 20.30 Uhr der Sprungball für die Basketball-Bundesliga-Partie des Rang-16. gegen den Vorletzten ansteht (live auf MagentaSport).

Die Lage: Aufatmen bei den Gießen 46ers. Das 97:92 tat allen gut - der Mannschaft, dem Trainer, den Verantwortlichen und den Fans. Ihnen allen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Der Sieg gibt wieder Hoffnung im Kampf um den Bundesliga-Erhalt. Bereits am vergangenen Samstag spät in der Nacht signalisierte 46ers-Headcoach Rolf Scholz, dass seine »Jungs« auf das nächste Spiel hinfiebern - und genau wissen, dass sie nun nachlegen müssen. Mit einem Erfolg beim MBC wären die Gießener punktgleich (beide dann fünf Siege), wobei der Tabellendrittletzte im Vergleich zu den Gästen aus Mittelhessen zwei Partien weniger bestritten hat. Zwei Pluspunkte mehr auf der Habenseite lassen die Lahnstädter auch weiter an das hintere Tabellenmittelfeld anschließen - und den Abstand zum Letzten Rasta Vechta vergrößern. Auch gerade dann, wenn man auf den nächsten Heimgegner Bonn schaut, der ebenfalls noch im Abstiegsschlamassel steckt. Fokussiert und kämpferisch gibt sich Guard Ferdinand Zylka vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte: »Nach dem Spiel gegen Bayreuth wollen wir gegen den MBC den nächsten wichtigen Sieg holen. Um das zu schaffen, müssen wir mit der gleichen Energie rauskommen wie am Samstag. Dann haben wir auch eine gute Chance.« Indes warnt 46ers-Geschäftsführer Michael Koch: »In Weißenfels treffen wir auf eine Mannschaft, die sich in den letzten Tagen kadermäßig noch einmal deutlich verändert hat.«

Der Gegner: Nach sieben Niederlagen in Folge dürfte ein gereiztes Klima beim MBC vorherrschen. Das Team von Trainer Silvano Poropat war zuletzt beim 73:102 in Ulm chancenlos. Die beiden neuen US-Amerikaner Deron Washington und Anthony Barber gaben bei der Auswärtsniederlage ihr Pflichtspieldebüt. Während Powerforward Washington eine vielversprechende Leistung zeigte (zwölf Punkte, vier Rebounds und vier Assists), konnte Playmaker Barber dem MBC-Spiel seinen Stempel noch nicht aufdrücken (null Punkte und fünf Ballverluste). Bei beiden Neuen schlummert noch Potenzial. Ferner bewies Michal Michalak erneut seine außergewöhnlichen Scorerqualitäten und legte 23 Punkte auf. Den polnischen Shooting-Guard, der mit 20,1 Punkten im Schnitt pro Spiel das Scoring-Ranking der BBL anführt, müssen die 46ers unbedingt kontrollieren. Wie Quinton Hooker. Der Pointguard ist das Herz der Weißenfelser und bildet mit Michalak einen brandgefährlichen Backcourt. Hooker produziert im Schnitt 12,0 Punkte und 5,2 Assists. Ebenfalls zweistellig trifft Center Aleksandar Marelja, der pro Partie knapp 14 Zähler auflegt und auch beim Rebound beherzt zugreift (3,0). Indes haben den Mitteldeutschen BC mittlerweile der Gießener Benedikt Turudic (Braunschweig), David Brembly und Shavon Coleman verlassen. Übrigens: Das Hinspiel gewannen die Weißenfelser in der Gießener Osthalle mit 105:93 - und ließen dabei immerhin 14 von 30 Dreiern einfliegen. Außergewöhnlich zudem die 29 Assists, die die Wölfe in der Stadt an der Lahn verteilten.

Personelles: Kein grünes Licht für Chad Brown. Der Center der 46ers plagt sich immer noch mit einer Rückenverletzung herum. Ebenfalls nicht mitwirken wird der US-Amerikaner Isaac Hamilton, der weiterhin Probleme mit seinem Knie hat. Coach Scholz ist aber zuversichtlich, dass der Smallforward in den nächsten Tagen ins Mannschaftstraining zurückkehrt.

Das sagt Trainer Scholz: »Wir dürfen keinen Zentimeter nachlassen und müssen genauso viel investieren wie am letzten Samstag gegen Bayreuth - das wird am Mittwochabend entscheidend sein. Wir müssen an dem Intensitätslevel ansetzen, an dem wir aufgehört haben. Zudem ist für uns wichtig, die Transition-Defense von Weißenfels zu kontrollieren. Wir müssen auf die unheimlich gefährlichen Werfer aufpassen - das hat das Hinspiel gezeigt. Michal Michalak ist diesbezüglich ein Name. Sie haben aber noch einige andere Jungs, die von außen heißlaufen können.«

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