07. April 2021, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers fahren beflügelt nach Göttingen

Der Silberstreif am Horizont?! Nach dem Sensationssieg der Gießen 46ers gegen den haushohen Favoriten FC Bayern München muss der stark abstiegsbedrohte mittelhessische Basketball-Erstligist in Göttingen nachlegen, um weiter im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben.
07. April 2021, 07:00 Uhr
Die Gießen 46ers brauchen - wie beim Coup am Samstag gegen die Bayern (links Leon Radosevic, rechts Zan Sisko) - am heutigen Mittwoch in Göttingen einen gut aufgelegten und fokussierten Spielmacher Jonathan Stark. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Mit neu gewonnenem Selbstvertrauen im Abstiegskampf geht es für die Gießen 46ers am heutigen Mittwoch (Sprungball 20.30 Uhr, live auf MagentaSport) zur BG Göttingen. Schon die Hinrundenpartie in der Osthalle war ein Spiel auf Augenhöhe, das letztlich mit 92:90 an die Niedersachsen ging. Ein Sieg des Rang-17. beim Elften bedeutet, dass die 46ers weiter Boden zum rettenden Tabellenplatz 16 gut machen könnten.

Lage: Der Osterspieltag in der BBL lief ganz nach dem Geschmack der Gießen 46ers. Sie sorgten für die Sensation, als sie die schier übermächtigen Bayern mit 95:94 schlugen und somit den Funken Hoffnung im Kampf um den Ligaerhalt glimmen lassen. Da der Mitteldeutsche BC sein Heimspiel gegen die Niners Chemnitz mit 84:86 verlor, reduzierte sich für die Lahnstädter der Abstand zum Nichtabstiegsplatz beim Blick auf die Tabelle auf vier Punkte. Da die Weißenfelser aber den besseren direkten Vergleich haben, müssen die Gießener bei Punktgleichheit letztlich ein Spiel mehr gewinnen als der MBC. Das ist für die 46ers bei noch acht ausstehenden Begegnungen ein schweres Unterfangen. Übrigens: Weißenfels hat nur noch sechs Partien vor dem Ende der Hauptrunde am 8. Mai vor der Brust.

Stimmung: »Es war für uns alle eine wichtige und tolle Sache. Das Spiel hat wieder einmal gezeigt, eine Überraschung im Basketball - das geht«, gibt Cheftrainer Scholz einen Einblick in die Gefühlswelt der 46ers. Sein Team brach im dritten Viertel nicht wie gewöhnlich ein, ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Zudem hatte Spielmacher Jonathan Stark ein heißes Händchen von draußen. Dazu bewies Scholz Fingerspitzengefühl, der meist fünf Akteure auf dem Parkett hatte, die harmonierten. Dennoch machten es die Protagonisten am Ende noch einmal wahnsinnig spannend, als sie rund 90 Sekunden vor der sich anbahnenden Sensation Anfängerfehler produzierten.

Gegner: Die BG Göttingen schielt noch ein bisschen auf den Einzug in die Playoffs. Ihre Siegesserie riss aber am Ostermontag beim 81:90 gegen Spitzenreiter Riesen Ludwigsburg. Topscorer im Team von Coach Roel Moors ist der von der Dreierlinie exzellent treffende Shootingguard Rihards Lomazs. Die lettische Nachverpflichtung aus Villeurbanne legt im Schnitt pro Spiel 15,1 Punkte auf. Unter den Körben ist Tai Odiase eine Macht. Der 2,09-m-Mann scort ebenso durchschnittlich im zweistelligen Bereich (14,8), fischt sich dabei 6,4 Rebounds im Schnitt und ist mit 16,4 Zählern effektivster Spieler im BG-Kader. Aufpassen müssen die Gießen 46ers zudem auf Forward Aubrey Dawkins (13,4 PpS), Guard Luke Nelson (12,0) und Spielmacher Deishuan Booker.

Personelles: Gießens Coach Scholz hat die Qual der Wahl bei der Selektion der Importspieler. Da es keine Ausfälle gibt, muss einer der US-Akteure aussetzen. Beim Coup gegen die Münchner traf es den wiedergenesenen Chad Brown. Die Chancen des Centers auf ein Mitwirken dürften aber durch die Inside-Präsenz von Göttingens Big man Tai Odiase gestiegen sein. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass Forward Isaac Hamilton diesmal nicht spielen wird.

Das sagt Trainer Scholz: »Ich hoffe, dass wir den Rückenwind vom Bayern-Spiel mit in die nächsten Partien nehmen können - und am besten gleich am Mittwoch in Göttingen. Das ist gut für unser Gefühl. Wir müssen die Sache mit Selbstvertrauen angehen und mutig spielen. Göttingen hat viele gefährliche Schützen, deswegen müssen wir besonders darauf achten, ihnen keine einfachen Würfe zu ermöglichen. Natürlich müssen wir in diesem Zusammenhang auch unseren Fokus auf das Rebounding richten. Mit Tai Odiase haben sie zudem inside einen gefährlichen Mann unter den Ringen. Wenn es uns gelingt, das alles einzudämmen, haben wir eine gute Chance.«

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