31. Januar 2021, 20:51 Uhr

Leichtathletik

Für Sprinterin Lisa Mayer stimmt die Richtung

Die 24-jährige Niederkleenerin überzeugt mit 7,21 Sekunden über 60 Meter beim Indoor-Meeting in Karlsruhe und erfüllt die EM-Norm.
31. Januar 2021, 20:51 Uhr
Beste deutsche 60-m-Sprinterin beim internationalen Indoor-Meeting in Karlsruhe: Lisa Mayer. FOTO: IMAGO

Nach dem ersten internationalen Hallen-Leichtathletik-Meeting im Corona-Winter in Deutschland haben die Karlsruher Macher stolz Bilanz gezogen. »Mein persönliches Highlight waren das Lächeln und die Freude von allen Athleten. Die waren ganz glücklich und die Leistungen bombastisch«, sagte Alain Blondel, der frühere Zehnkampf-Europameister und Sportdirektor der ersten Station der World Indoor Tour am Freitagabend.

»Die Blase hat gehalten, es hat alles funktioniert«, sagte Meeting-Chef Martin Wacker. »Wir haben für die Leichtathletik ein Zeichen gesetzt: Es geht darum, vor der Pandemie nicht nur zurückzuweichen.« 130 Athleten waren in der Europahalle am Start. Die Veranstaltung fand als reines TV-Event mit einem umfangreichen Hygienekonzept, Corona-Tests bei allen Beteiligten sowie ohne Zuschauer und Journalisten statt.

»Es war sehr, sehr sicher für die Athleten gemacht und eine wunderbare Atmosphäre in der Halle«, sagte Sprinterin Lisa Mayer aus Wetzlar, die mit ihre 7,21 Sekunden als Vierte über 60 m die Norm von 7,25 Sekunden für die Hallen-Europameisterschaften im März in Torun/Polen erfüllte. »Die Richtung stimmt!«, postete die 24-jährige Niederkleenerin noch am Abend auf Instagram und hofft auf eines der drei EM-Tickets. Ihre Kontrahentinnen Jennifer Montag (7,26/Leverkusen), Rebecca Haase (7,35/Wetzlar) und Alexandra Burkhard (7,36/Burghausen) landeten auf den Rängen sechs, sieben und acht. Der Sieg ging an die Britin Dina Asher-Smith, die in 7,08 Sekunden die Konkurrenz klar distanzierte.

»Es wird ein harter Kampf um die drei Tickets, die Mädels können alle schnell rennen«, erklärte Mayer, die Vierte der Hallen-EM 2017, die sich im Top-Feld toll behauptete. Nach Lisa Mayer am Freitag in Karlsruhe hat mit Rebekka Haase dann auch die zweite Athletin des Sprintteams Wetzlar über 60 Meter die Norm (7,25 Sekunden) für die Teilnahme an der Hallen-EM der Leichtathleten Anfang März im polnischen Torun unterboten. Beim ISTAF in Düsseldorf verpasste die 28-Jährige am Sonntag im Fotofinish gegenüber der zeitgleichen Jennifer Montag (Bayer Leverkusen) als Vierte zwar knapp das Treppchen, unterbot die Norm in 7,24 Sekunden aber um eine Hundertstel, was gleichzeitig Saisonbestleistung für die Erzgebirglerin bedeutete.

Das Rennen im ISS-Dome der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gewann erneut 200-Meter-Weltmeisterin Dina Asher-Smith aus Großbritannien (7,12).

Kevin Kranz vom Sprintteam Wetzlar, der sich bereits für Polen qualifiziert hat, musste sich über die 60 Meter in 6,61 Sekunden nur dem Ivorer Artur Cissé (6,54) beugen. Kranz, der seinen Vorlauf schon in beeindruckenden 6,60 Sekunden für sich entschieden hatte, verwies damit den amtierende Deutschen Meister über 60 und 100 Meter, Deniz Almas (VfL Wolfsburg, 6,65), sowie seinen Wetzlarer Teamkollegen Michael Pohl, für den 6,68 Sekunden Saisonbestleistung, aber noch nicht die EM-Norm (6,63) bedeuteten, auf die Ränge drei und vier.

Für die deutschen Asse soll es nun am 20. und 21. Februar in Dortmund nationale Hallen-Titelkämpfe geben.

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