14. August 2021, 06:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen vor Walldorf: »In eine Euphorie spielen«

Bis zum achten Spieltagbwarten auf den FC Gießen nur Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe. Zum Saisonstart in der Fußball-Regionalliga Südwest geht es am Samstag zu Astoria Walldorf.
14. August 2021, 06:00 Uhr
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Von Sven Nordmann
Aufgalopp in die Saison 2021/22: Angeführt von Michael Fink strebt der FC Gießen eine ruhige Runde an. FOTO: VOGLER (Foto: Oliver Vogler (Oliver Vogler))

Die gute Bilanz ausbauen, das Auftaktprogramm nutzen und so »in eine Euphorie spielen« (Trainer Daniyel Cimen) - das ist das Vorhaben des FC Gießen vor dem heutigen Auftakt in der Fußball-Regionalliga Südwest bei Astoria Walldorf (14 Uhr, live auf dem YouTube-Kanal).

In den bisherigen drei Regionalliga-Partien unterlag Gießen Walldorf noch nie, gewann zuletzt sogar zweimal. Zudem bietet das Startprogramm bis zum achten Spieltag nur Gegner, die zumindest im Vorhinein auf Augenhöhe mit dem FC anzusiedeln sind.

Mainz 05 II, Schott Mainz, FK Pirmasens, Bahlinger SC, die TSG Balingen und der VfR Aalen folgen in den nächsten Wochen. »Wir wissen, dass das Teams sind, gegen die wir punkten wollen. Wir sind auch froh darüber, dass wir wieder vor Zuschauern spielen dürfen«, sagt Daniyel Cimen. »Das lässt das Fußballerherz höher schlagen.«

Schnellstmöglich soll ein Puffer aufgebaut werden, von dem aus der FC mit Selbstvertrauen aktiven Ballbesitzfußball spielt. »Wir sollten uns nach oben keine Grenzen setzen, wollen uns mehr Chancen kreieren und mit Mentalität für einen Fußball mit Emotionen stehen«, sagt der Trainer.

Defensiv abgesichert werden soll dies im Verbund und durch die schon zum Ende der letzten Saison praktizierte Dreierkette. Ben-Luca Fisher und Tobias Reithmeir, beide junge Neuzugänge, umrahmen dabei den für heute fraglichen Michael Fink (zuletzt Muskelfaserriss).

»Die Dreierkette hat sich so eingespielt«, weiß der Coach. »Micha fühlt sich da extrem wohl und kann auch ins Mittelfeld vorstoßen.« Für ihn dürfte im Fall der Fälle heute der aus Offenbach gekommene neue Defensivakteur Leonidas Tiliudis auflaufen.

Definitiv ausfallen werden Stürmer Aykut Öztürk (Muskelbündelriss), Nejmeddin Daghfous (Schlag aufs Knie), Niclas Mohr (gezerrter Gesäßmuskel) sowie Ersatzkeeper Matay Birol (Innenbandanriss im Knie.

Beim Gegner aus Walldorf fehlen Kapitän Max Müller und Emilian Lässig - auf bekannte Gesichter treffen beide Teams heute im Sturm. Während Gießens neuer Angreifer Guiseppe Burgio aus Walldorf kam, war der FC Gießen einst an Marcel Carl interessiert, den es nun zurück zum FC Astoria zog.

»Walldorf ist in seiner Grundausrichtung trotz eines personellen Umbruchs gleich geblieben: Sie stehen für einen gepflegten Fußball, haben mit Marcel Carl zudem einen sehr starken Regionalligastürmer«, sagt Daniyel Cimen.

Über die beiden letzten offiziellen Neuzugänge im defensiven Mittelfeld, Benedict dos Santos (23, von Waldhof Mannheim) und Nikita Marusenko (22, vom VfR Aalen) sagt der Trainer: »Dos Santos hatten wir schon lange im Blick. Wir sind sehr froh, dass er den Schritt zu uns gegangen ist. Marusenko ist uns in der Gegneranalyse aufgefallen.«

Leonidas Tiliudis wurde vom Verein zwar nie vorgestellt, zählt aber zum Kader, ebenso wie zuletzt der regionalligaerfahrene Japaner Ko Sawada (einst Kickers Offenbach und TSV Steinbach Haiger), der in den vergangenen Testspielen des FC auflief, auf dem Portal Fußball.de aber nicht gelistet war - so lief der FC »offiziell« zuletzt nur mit zehn Spielern in der Startaufstellung auf. Heute sollen es elf Spieler und drei Punkte sein.



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