20. Juli 2021, 22:42 Uhr

Fußball

FC Gießen: Stresstest für Defensive bei der Eintracht

Fußball-Regionalligist FC Gießen schlägt sich im Test beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt wacker. Am Ende heißt es zwar 1:6, aber Trainer Cimen ist unter dem Strich zufrieden.
20. Juli 2021, 22:42 Uhr
Sauber geklärt: Gießens Verteidiger Tobias Reithmeir stoppt Eintracht-Angreifer Dejan Joveljic (l.), FC-Torwart Frederic Löhe (r.) muss nicht eingreifen. FOTO: KESSLER)

Im dritten Testspiel gegen einen prominenten Kontrahenten binnen einer Woche zeigte der FC Gießen zum dritten Mal eine ansprechende Leistung. Dem 0:2 gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund und dem 3:5 beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim folgte am frühen Dienstagabend eine 1:6-Niederlage bei Eintracht Frankfurt. Dabei war die Begegnung beim Bundesligisten ein echter Stresstest für die Defensive des Fußball-Regionalligisten. Der überzeugte durchaus auch spielerisch, entwickelte aber in vorderster Linie zu wenig Durchschlagskraft. »Das war ein ordentliches Spiel von uns. Bis zum 1:3 haben wir das gut gemacht. Am Ende hat man gesehen, dass wir nach einer sehr intensiven Woche etwas müde waren«, war FC-Trainer Cimen mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden und lobte: »Insgesamt waren das drei gute Testspiele.«

Eintracht-Coach Oliver Glasner gab auf dem Trainingsgelände am Riederwald in der ersten Hälfte einer jungen, mit Perspektivspielern gespickten Elf das Vertrauen - hatte in Armin Younes, Timothy Chandler oder Gonçalo Paciência aber auch schon viel Bundesliga-Erfahrung im Team. Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte der Eintracht-Coach dann komplett durch und brachte im von Hertha BSC umworbenen Filip Kostic, Daichi Kamada, Makoto Hasebe und den Zugängen Jesper Lindström oder Fabio Blanco noch einmal mehr Qualität, was sich nach dem 1:2-Pausenrückstand des FC letztlich auch in vier weiteren Gegentreffern zum 1:6-Endstand niederschlug.

Zu Beginn war aus Gießener Sicht Schlimmes zu befürchten. Zweimal leitete für die Eintracht der auffällige Rodrigo Zalaza im Mittelfeld die Offensivaktionen ein, die Ali Akman nach 51 Sekunden und Gonçalo Paciência (7.) eiskalt zur 2:0-Führung der Eintracht nutzten. Doch die Gießener schüttelten sich kurz und kamen danach besser in die Partie - und mit dem ersten Angriff zum sehenswerten Anschluss: Nach einer abgewehrten Ecke zog Louis Münn aus 18 Metern direkt ab und ließ mit seinem Flachschuss in Eck Eintrachts neuem Ersatz-Keeper Jens Grahl keine Chance. Danach stand die Gießener Abwehr stabiler, die Truppe um Routinier Michael Fink verteidigte leidenschaftlich und ließ nur noch wenige gefährliche Offensivaktionen der Adlerträger zu. Und wenn es doch brenzlig wurde, dann war Torhüter Frederik Löhe zur Stelle, der vor der Pause noch zweimal stark parierte.

Nach dem Wechsel versprühte die Eintracht mit zahlreichen Stars deutlich mehr Bundesliga-Flair, doch lange hielten die Gießener den Pausenrückstand, weil sie nun etwas tiefer standen und mehr auf Konter setzten. So gehörten die ersten beiden Chancen der zweiten 45 Minuten auch dem FC. Aber Takero Itoi, neben Leonidas Tiliudis und Matheus de Moura Beal einer von drei Gastspielern, trat nach einem feinen Schnellangriff über den Ball (51.). Bei einem überhasteten Abschluss von Nejmeddin Daghfous war auch mehr drin (55.). »Wenn wir bei unseren zwei, drei Kontern den letzten Pass besser spielen, wird es richtig gefährlich«, sagte Cimen.

Auf der anderen Seite war es der für 6,5 Millionen Euro vom dänischen Meister Bröndby IF gekommene Lindström, der nach sehenswertem Blanco-Zuspiel das 3:1 für die Frankfurtter markierte (63.), ehe gegen einen nun etwas abbauenden FC Gießen Kamada (75.), Kostic (79.) und Aymane Barkok (84.) nach einem Bock des zur zweiten Hälfte eingewechselten Torwarts Matay Birol die Tore zum standesgemäßen Sieg des Bundesligisten erzielten.

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