29. April 2021, 07:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen in blau: Trotz starker Leistung raus im Hessenpokal

Der FC Gießen verpasst die Überraschung im Viertelfinale des Hessenpokals. Nach dem 1:2 gegen Drittligist SV Wehen gilt der ganze Fokus dem Klassenerhalt. Erstmals spielt der FC in blau.
29. April 2021, 07:00 Uhr
Gießens Torhüter Tolga Sahin legt erneut eine gute Performance hin. FOTO: FRIEDRICH

Der FC Gießen hat es spannender gemacht als gedacht, am Ende gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden aber trotzdem das Nachsehen: Ein Kopfball nach Wiesbadener Ecke in der 67. Minute brachte die Entscheidung für den Favoriten im Viertelfinale des Fußball-Hessenpokals - und der FC war trotz starker Leistung mit 1:2 (0:1) raus.

»Die Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht«, wusste Gießens Trainer Daniyel Cimen. »Wir sind mit unseren Möglichkeiten nicht gut umgegangen. Es war mehr drin. Wenn du den Spielverlauf siehst, ist es schade.«

Zwar traf Winter-Neuzugang Jonas Arcalean in der 61. Minute höchst ansehnlich mit einem Schlenzer in den Winkel zum zwischenzeitlichen umjubelten 1:1-Ausgleich, insgesamt aber hätte Gießen am Mittwochnachmittag bei bestem Frühlingswetter häufiger stechen können, wenn nicht sogar müssen.

Zeki Erkilinc (9.) und Jonas Arcalean (39.) hatten beste Einschussmöglichkeiten gegen den Tabellensechsten der 3. Liga, der seine einzige echte Offensivchance in Hälfte eins nach 20 Minuten durch einen Kopfball von Gianluca Korte zum 1:0 nutzte.

»Gießen hat sich gut gewehrt und alles reingelegt«, zollte Wehens Coach Rüdiger Rehm Respekt. Gefußt auf einer Fünferkette mit Michael Fink im Innenverteidiger-Zentrum ließ der FC auch defensiv wenig zu.

In den zweiten 45 Minuten kamen die Hausherren, die erstmals in ungewohntem Blau - nach Vereinsauskunft angelehnt an den VfB 1900 Gießen - aufliefen, zum verdienten Ausgleich.

»Das Gegentor«, wusste Cimen, »ist dann ärgerlich. »Es kam ein bisschen aus dem Nichts.« Ein Kopfball von Wehens Florian Carstens ins Netz nach 67 Minuten ließ Gästetrainer Rehm später sagen: »Ich war von meiner Mannschaft überzeugt, dass sie hier weiterkommt.«

In der Schlussphase kam Gießen, das zunächst ohne seine stärksten Offensivakteure Ali Ibrahimaj und Tim Korzuschek begann, nur noch zu Halbchancen.

Im Halbfinale spielt Wehen nun gegen den FSV Frankfurt. Im zweiten Halbfinale treffen Steinbach Haiger und Bayern Alzenau aufeinander.

Der FC Gießen kann für seine Viertelfinal-Teilnahme mit rund 1000 Euro Prämie rechnen. Die Halbfinalisten des Hessenpokals streichen - die Angaben basieren auf den Auszahlungen aus dem Vorjahr - 2000 Euro ein, der Verlierer des Finale kassiert rund 3000 Euro, der Gewinner qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

Zwei Spiele wäre der FC Gießen noch vom ruhmreichen Wettbewerb entfernt gewesen, der den Erstrundenteilnehmern garantierte Prämien von weit über 100 000 Euro beschert - ob mit oder ohne Zuschauern.

Nach dem 0:4 vom Samstag in Haiger und dem 1:2 gegen Wehen Wiesbaden gestern folgt für den FC Gießen, der heute personelle Neuigkeiten für den Kader der kommenden Saison verkünden will, am Samstag (14 Uhr) im Waldstadion der dritte schwere Brocken in Folge: Die Rot-Weißen empfangen in der Regionalliga Südwest dann Tabellenführer SC Freiburg II.

FC Gießen: Sahin - Weiß, Boras, Fink, Heil, Mohr (60. Takehara) - Trkulja, Münn (71. Ibrahimaj) - Erkilinc, Celik - Arcalean (75. Korzuschek).

Wehen Wiesbaden: Boss - Lankford, Mockenhaupt, Carstens, Niemeyer - Medic - Korte, Lais (79. Nilsson). - Kuhn, Tietz (65. Malone), Brumme (65. Wurtz).

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (20.) Korte, 1:1 (61.) Arcalean, 1:2 (76.) Carstens. - Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Mannheim).

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