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FC Gießen: Finanzierung der Neuzugänge? »Das ist nichts Utopisches«

Der FC Gießen darf wieder Zuschauer empfangen und lässt durch eine bis dato durchaus prominente Kaderzusammenstellung aufhorchen. Trainer Daniyel Cimen äußert sich zur Finanzierung.
28. Mai 2021, 22:31 Uhr
Sven Nordmann
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Die Tage vor dem ersten Heimspiel des FC Gießen vor Zuschauern im Waldstadion (Sa., 14 Uhr, gegen den TSV Schott Mainz) seit Langem waren geprägt von Transferneuigkeiten rund um den heimischen Fußball-Regionalligisten.

Der FC Gießen ließ aufhorchen mit den Verpflichtungen des 32-jährigen regionalligaerfahrenen Stürmers Guiseppe Burgio und des 20-jährigen Gießeners Dennis Owusu.

Zügig fällt einem nach der bisherigen Kaderzusammenstellung der Satz von Notvorstand Turgay Schmidt von Anfang Mai ein: »Die Mannschaft wird kommende Saison ein finanzielles Volumen haben, das so in der Regionalliga nicht zu finden sein wird - im unteren Bereich.«

Frederic Löhe, Hendrik Starostzik, Michael Fink, Nikola Trkulja, Ali Ibrahimaj, Nejmeddin Daghfous, Guiseppe Burgio - gemeinsam kommen diese sieben Akteure, die kommende Saison beim FC unter Vertrag stehen, auf 817 Spiele in der Regionalliga Südwest. Erst-, Zweit- und Drittligaerfahrung fast aller Akteure inklusive. Schwergewichte, die einen gewissen Standard gewöhnt sind.

Spannend, inwiefern die Aussage bezüglich des Budgets Gültigkeit besitzen und der FC finanziell im untersten Regionalliga-Segment anzusiedeln sein wird.

Trainer Daniyel Cimen jedenfalls sagt: »Wir wissen, was wir den Spielern anbieten können. Das ist nichts Utopisches. Wir trainieren auch nächste Saison weiterhin um 17 Uhr, sodass die Spieler sich vorher etwas nebenher verdienen können. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich höre, von welchen Gehältern die Leute bei uns ausgehen. Viele wissen nicht, wie die Verhandlungen ablaufen.«

Schon seit Längerem trainiert beim FC auch der 23-jährige japanische Mittelfeldspieler Takero Itoi mit - der FC Gießen würde ihn gerne verpflichten, »noch«, sagt der Sportliche Leiter Christian Memmarbachi, sei der Transfer »nicht fix«.

Das heutige vorletzte Saison-Heimspiel soll vor Zuschauern stattfinden, 100 Personen, die via negativem Schnelltest kommen, sind zugelassen, für Geimpfte und Genesene gilt keine Begrenzung. Maskenpflicht herrscht auf dem gesamten Areal.

Stand Verkaufszahlen

Die drei letzten Saisonspiele dienen dem Trainerteam, das in der kommenden Saison von Marcel Niesner verlassen und dann auch offiziell um Michael Fink erweitert wird, zum Testen: »Spieler, die bleiben, werden etwas mehr Spielzeit erhalten. Zum Beispiel hat Niclas Mohr schon zuletzt in Stuttgart auf der Sechs gespielt und das sehr gut gemacht«, erklärt Cimen.

Noch gibt es keine zu verkündende Einigung mit dem 25-jährigen Gießener - »wir sind in Gesprächen mit ihm und an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert«, erklärt der Trainer - gleiches gilt für den 33-jährigen Stürmer Aykut Öztürk aus Ehringshausen, der in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen wird, kommende Saison nach Wunsch des Trainerteams aber zum Kader zählen soll.

Fest stehen bereits die Abgänge von Nils Ellenfeld, Kamil Tyminski und Marcel Mansfeld. Auch bei den Verteidigern Jure Colak und Gabriel Weiß deutet vieles auf einen Abschied hin.

Sechs Punkte fehlen dem FC noch zum Erreichen des selbsterklärten Ziels 50 Punkte. Der heutige Kontrahent TSV Schott Mainz steht sechs Zähler hinter Gießen und hat seine Stärken im Umschaltspiel. 3,71 Treffer fielen im Schnitt pro Partie bei den Mainzern, die 2021/22 auf ihren besten Torschützen (elf Tore, sechs Vorlagen) Raphael Assibey-Mensah verzichten müssen. Den 21-Jährigen zieht es zum designierten Drittliga-Aufsteiger SC Freiburg II.

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