23. Januar 2021, 06:00 Uhr

FC Gießen

FC Gießen: Daghfous soll Zeit zur Eingewöhnung erhalten

Fußball-Regionalligist FC Gießen freut sich auf den Ex-Profi und will auch in Pirmasens am Sonntag punkten.
23. Januar 2021, 06:00 Uhr
Bild aus Profizeiten: Nejmeddin Daghfous (l.) spielte von 2017 bis 2019 für Zweitligist SV Sandhausen. FOTO: DPA (Foto: Uwe Anspach (dpa))

Schon am morgigen Sonntag könnte der 34-jährige prominente Neuzugang des FC Gießen, Nejmeddin Daghfous, beim Gastspiel in Pirmasens (So, 14 Uhr) zum Kader gehören. »Ihm wird jetzt jede Einheit gut tun. Wir schauen, dass er schnell eine Option wird, geben ihm aber Zeit«, sagt Trainer Daniyel Cimen.

Beim punktgleichen FK Pirmasens will der FC Gießen den »Flow mitnehmen« (Cimen) - drei der letzten vier Partien wurden gewonnen. »Die Mannschaft glaubt an sich und ist fit«, sagt der 36-jährige Coach. »Zwischen den Jahren haben wir aufgeholt. Erfolgserlebnisse tun gut, die Mannschaft findet sich. Auf einmal brauchst du nicht mehr so viele Torchancen und hast defensiv eine gewisse Stabilität. Es entwickelt sich ein Mannschaftsgeist.«

Der frühere Kapitän der deutschen U-Nationalmannschaften aber weiß auch: »Die Saison ist noch echt lang. Wir müssen das Woche für Woche bestätigen. Das geht nur, wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen.«

Pirmasens holte mit 14 Toren 21 Punkten

Die Partie in Rheinland-Pfalz wird dann live und kostenfrei über sporttotal.tv übertragen, wenn im Stadion gespielt werden kann. Aufgrund von Daurregen, so der Geschäftsstellenleiter des FKP, Christoph Radtke, »gehen wir aber eher davon aus, dass die Stadt uns kein grünes Licht gibt und wir auf den Kunstrasenplatz ausweichen müssen«. In diesem Fall würde es keine Liveübertragung geben.

Der FK Pirmasens steht wie der FC Gießen bei 21 Zählern und hat dafür nur 14 Tore benötigt - Effizienz und Defensivarbeit werden an der Husterhöhe groß geschrieben. Trainer Daniyel Cimen stellt sein Team auf eine »lauf- und zweikampfstarke Mannschaft ein« - Keeper Frederic Löhe weiß: »Wir müssen das annehmen.«

Dass der letzte von mittlerweile fünf Winter-Neuzugängen, Nejmeddin Daghfous, bereits am Sonntag auf dem Rasen stehen wird, darf nicht erwartet werden - was Cimen in den kommenden Wochen allerdings erwartet, ist »viel, viel Freude. Wenn man knapp ein Jahr lang kein Fußball spielen konnte, hat man extrem Bock.«

Daghfous hatte gegen die fristlose Kündigung seines bisherigen Arbeitgebers Kickers Offenbach geklagt - Grundlage war ein Streit im Training mit Mitspieler Luigi Campagna, nach dem Daghfous seinem Kollegen die Nase gebrochen haben soll.

Daghfous ist im Rhein-Main-Gebiet sesshaft geworden

Schon im September wollte der FC den Ex-Profi (unter anderem 144 Zweitligaspiele) verpflichten, aufgrund des Rechtsstreits aber lag keine Spielberechtigung vor. Im Januar nun einigten sich der OFC und Daghfous auf einen Vergleich.

»Er hatte in Offenbach sicherlich ein Ende, das sich keiner wünscht. Er möchte das klar stellen«, sagt Cimen über den Offensivakteur, der im Rhein-Main-Gebiet sesshaft geworden ist. »Seine individuelle Klasse, sein Eins-gegen-Eins und seine Torgefahr, all das möchten wir von ihm sehen.«

Auch Daghfous wird von einem Sponsor individuell bezahlt, sodass der Verein selbst keine Kosten zu stemmen hat. Trainer Cimen wollte auf Nachfrage nicht garantieren, dass es der letzte Transfer gewesen sei, betont aber: »Ich bin zufrieden, wir haben eine Breite im Kader geschaffen.«

Fehlen werden am Sonntag sicher Ersatztorwart Nils Ellenfeld, Außenverteidiger Landu Mateus und Stürmer Jann Bangert. Innenverteidiger Sascha Heil hat schon zwei Einheiten absolviert, Defensivkollege Jure Colak und Offensivspieler Milad Salem befinden sich im Aufbautraining.

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