24. April 2021, 12:00 Uhr

Gießen 46ers

»Endspiel« Nummer eins für die Gießen 46ers

Für die Gießen 46ers steht der Endspurt um den Ligaerhalt in der Basketball-Bundesliga an. Das stark abstiegsbedrohte Team von Trainer Rolf Scholz hat noch fünf »Endspiele«.
24. April 2021, 12:00 Uhr

Gießen 46ers


Es zählen nur Siege - auch am heutigen Samstag um 18 Uhr in der Osthalle gegen Spitzenreiter Riesen Ludwigsburg.

Lage: Die Gießen 46ers wurden nach der starken Leistung gegen den amtierenden deutschen Meister Alba Berlin bei der 96:102-Niederlage mit Lob überschüttet. Dafür konnten sie sich aber nichts kaufen - die Punkte nahmen die »Albatrosse« mit in die Haupstadt. Aufgrund des angesetzten Pokal-Endturniers in München, das wegen zweier Corona-Fälle bei der BG Göttingen letztlich abgesetzt und auf den 15./16. Mai verschoben wurde, hatten die Gießener wie die Ludwigsburger am vergangenen Wochenende spielfrei. »Wir haben die Zeit genutzt, um intensiv zu trainieren«, sagt Gießens Cheftrainer Rolf Scholz. Sein Team will noch den rettenden 16. Tabellenplatz erreichen. Dafür müssen sie in der Endabrechnung am 9. Mai einen Sieg mehr vorweisen als der Mitteldeutsche BC. Die Weißenfelser haben nach 30 BBL-Pflichtspielen acht Siege eingefahren, zwei mehr als die 46ers, die zudem den direkten Vergleich gegenüber dem Team aus Sachsen-Anhalt verloren haben. Die 46ers müssen im Saisonendspurt um den Klassenerhalt auf Schützenhilfe hoffen - und sind selbst zum Siegen verdammt. Natürlich ist die Samstagaufgabe für die Gießener eine besonders schwere. Sie haben aber schon beim Erfolg gegen Bayern München gezeigt, dass sie für Überraschungen sorgen können. »Wir müssen den harten Kampf annehmen. Wir wollen zeigen, woran wir in den letzten Wochen gearbeitet haben«, erklärt der seit Wochen stark unter den Brettern auftrumpfende 46ers-Center Scottie James JR. Noch besteht die Hoffnung auf das »Wunder«.

Gegner: 25 Siege, zwei Niederlagen - die Riesen aus Ludwigsburg stehen zurecht auf Platz eins der BBL - vor den euroleaguegeschundenen Topfavoriten Alba Berlin und Bayern München. Trainer John Patrick ist sich bei der Zusammensetzung des Kaders treu geblieben: Er scharte körperlich und mental starke Spieler um sich. Natürlich solche, die eine aggressive Spielweise - vor allem in der Verteidigung - bevorzugen. Im Forcieren von Ballverlusten sind die Riesen ligaführend (16,5 durchschnittlich pro Spiel), bei den Offensivrebounds ebenfalls (12,3). Dreh- und Angelpunkt der Schwaben ist Pointguard Jaleen Smith, der mit Abstand der effektivste Spieler in der Patrick-Truppe ist und zudem brandgefährlich beim Scoren - 16,4 Punkte pro Spiel. Eine ähnliche Rolle spielt der Ex-Gießener Yorman Polas Bartolo, der schon mehrmals die Auszeichnung bester Defensespieler der Liga erhielt, aktuell aber nun auch noch seine Offensivqualitäten unter Beweis stellt (10.3 PpS). Im durchschnittlichen zweistelligen Punktebereich liefern auch noch »Schütze« Jordan Hulls (13.3) und Playmaker Barry Brown Jr. (13.3) ab.

Personelles: Backup-Aufbauspieler Bjarne Kraushaar ist im Training umgeknickt. Hinter dem Einsatz des 21-Jährigen steht ein dickes Fragezeichen. Scholz rechnet nicht mit einem Mitwirken des Gießeners. Ähnlich sieht es bei Brandon Bowman aus, der sich kürzliche einen Daumenbruch zugezogen hat. »Ich glaube nicht, dass es für ihn am Samstag schon reicht«, erklärt Scholz.

Das sagt Gießens Trainer Scholz: »Wir wollen mit Schwung in die letzten fünf Spiele der Saison gehen und nach Möglichkeit an die Leistungen aus den Spielen gegen Bayern, Göttingen und Berlin anknüpfen. Der Tabellenplatz sagt alles über die Qualität der Ludwigsburger aus. Sie sind im Laufe der Saison bezüglich des Kaders noch tiefer besetzt als zu Beginn, gleichbedeutend mit einer noch tieferen Rotation. Die Ludwigsburger spielen mit ganz viel Energie und Leidenschaft, wenn es darauf ankommt, auf den Ball aufzupassen. Und im Angriff haben sie mit Hulls, Smith, McLean, Brown und Polas Bartolo einige Waffen. Gegen Bayern, Göttingen und Berlin sahen wir im Angriff gut aus, wenn wir den Ball laufen gelassen haben. Wir müssen weiter an uns glauben.«

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