07. Oktober 2021, 19:33 Uhr

Ein starkes Kaliber

Kann die HSG Wetzlar den zwei Parade-Heimaufritten gegen TBV Lemgo und TSV Hannover-Burgdorf einen dritten folgen lassen ? Samstag-Gast Frisch Auf Göppingen ist noch einmal ein stärkeres Kaliber.
07. Oktober 2021, 19:33 Uhr
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Von Ralf Waldschmidt
Göppingens Nationalspieler Sebastian Heymann (10) bereitete bereits am Mittwoch im DHB-Pokal der Hüttenberger Abwehr große Probleme. Morgen hat ihn Handball-Bundesligist HSG Wetzlar im Meisterschafts-Heimspiel unter Kontrolle zu bringen. Derweil muss sich der TVH auswärts beim HSC Coburg beweisen. JENNIVER-FOTOGRAFIE

In der Handball-Bundesliga empfängt die HSG Wetzlar am Samstag um 18.30 Uhr mit Frisch Auf Göppingen einen der derzeit formstärksten Erstligisten. Das hat am Mittwoch im DHB-Pokal beim 40:26 der Schwaben Zweitliga-Nachbar TV 05/07 Hüttenberg am eigenen Leib zu spüren bekommen. Die Grün-Weißen allerdings wollen ihren beiden herausragenden Heimauftritten gegen TBV Lemgo Lippe und TSV Hannover-Burgdorf den nächsten folgen lassen. Das Pokal-Erfolgserlebnis am Mittwoch in Eisenach gilt als Mutmacher.

Die Pokal-Analyse: Die HSG Wetzlar hat beim ThSV Eisenach eine lange Anlaufzeit benötigt, »im Endeffekt aber Geduld bewiesen und es die letzten 25 Minuten gut gemacht«, lautete das Fazit von Trainer Benjamin Matschke nach dem 29:25-Erfolg. Kreisläufer-Neuzugang Tomislav Kusan stand 20 Minuten auf dem Parkett, im Innenblock standen Danner/Nyfjäll nach dem 14:17-Rückstand stabiler, im Positionsangriff fanden Rubin/Cavor rechtzeitig zu sich.

Die Göppinger gerieten beim 40:26 in Hüttenberg nie in Stress und zeigten dem Zweitligisten klar dessen Grenzen auf. Zur Pause stand es 20:11 und das Spiel war im Prinzip entschieden, weshalb Trainer Hartmut Mayerhoffer in der Schlussviertelstunde die Spielanteile an den zweiten Anzug verteilte. Ein Gradmesser für den Erstliga-Samstag war das Pokalmatch unter dem Strich eher weniger.

Weshalb ist Göppingen so stark? Die Schwaben haben dank Hauptsponsor Teamviewer, der auch in der Formel 1 und bei Manchester United aktiv ist, den Kader Richtung internationaler Plätze verstärkt. Mit Marcel Schiller/Kevin Gulliksen sind die Göppinger auf den Flügeln ebenso top besetzt wie auf Rückram Mitte mit Tim Kneule/Janus Smarason. Das Torhüter-Gespann Katselic/Rebmann liefert zuverlässig gute Statistiken ab, am Kreis haben Bagersted/Kozina eine enorme Präsenz. Und aus der Distanz wird auf Rückraum links Nationalspieler Sebastian Heymann von Woche zu Woche stärker. Auswärts haben die Göppinger deshalb sowohl beim HSV Hamburg als auch beim TVB Stuttgart triumphiert.

Was spricht für die HSG Wetzlar? In beiden bisherigen Heimauftirtten überzeugten die Mittelhessen restlos. »Wir brauchen eine Top-Leistung in allen Bereichen«, sagt Trainer Benjamin Matschke, »Göppingen geht in viele Eins-gegen-eins-Aktionen, kreuzt wenig, wirft im Schnitt fast 30 Tore. Das sagt viel über deren Offensivkraft aus.«

In der Abwehr benötigen die Grün-Weißen »Höhe gegen Heymann sowie Kompaktheit gegen Kneule und Smarason auf der Mitte«, schiebt Matschke ein, »das wird ein Spiel mit ganz viel Matchplan, in dem wir die Passfenster richtig auf- und zumachen müssen«. Um möglichst selbst über Steals selbst ins Tempo bzw. in den Gegenstoß zu gelangen.

Ändert sich etwas für die Zuschauer? Der 3G-Bereich ist verkleinert worden, somit sind mehr 2G-Besucher möglich. Überdies können Kurzentschlossene nun wieder an der Abendkasse mit entsprechenden Nachweisen spontan ein Ticket lösen anstatt online über den Vorverkauf Zugang zu erlangen.



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