04. August 2021, 16:00 Uhr

Fußball

Die Unbequemen vom SC Waldgirmes

Der SC Waldgirmes verteidigt und grätscht gerne - und möchte so in der Fußball-Hessenliga seine Ziele erreichen. Trainer Mario Schappert sieht Steigerungspotenzial in der Offensive.
04. August 2021, 16:00 Uhr
Fokussiert ist der SCW-Trainer Mario Schappert, der aber auch mit einer Portion Gelassenheit in die Saison startet. FOTO: FRO

Mit einer großen Gelassenheit und einem nur geringfügig veränderten Kader geht der SC Waldgirmes eine etwas andere Fußball-Hessenliga-Spielzeit an, in der zunächst in zwei Gruppen gespielt und anschließend in Auf- und Abstiegsrunden der Meister gekürt bzw. die Absteiger ermittelt werden sollen.

Aktuelle Situation: »Durch die lange Pause ist die Normalität des Fußballs an vielen Stellen privaten Aktivitäten gewichen. Die Vereinsführung hat mit Leib und Seele gearbeitet, sodass es bei uns keine größeren Fluktuationen gegeben hat«, stellt SCW-Trainer Mario Schappert fest.

Kommen/Gehen: Durch die Abgänge von Fabian Grutza und Volkan Öztürk hat der SC zwei erfahrene Spieler verloren. Auch die kurzfristigen Abgänge von Jafar Azizi, den es beruflich nach Leipzig zieht, und Laurin Dante de Bona, der sich der TSG Dorlar anschließen wird, tun dem SC weh. Mit Jakob Louis Reinhard für die Offensive und Claudius Fürstenau, der im Zentrum einsetzbar ist, sind zwei Akteure zu den Lahnauern gestoßen, die nach Ansicht des SC-Trainers das Potenzial haben, direkt in die Startelf des Hessenligisten zu rücken. Gute Leistungen beim Mister-Hair-Turnier in Großen-Buseck haben zudem dazu geführt, dass Luis Böttcher sich seine Chance auf einen Platz im Kader des Hessenliga-Teams verdient hat.

Stärken/Schwächen: »Wir sind eine Truppe, die gerne verteidigt. Die Jungs freuen sich darauf, zu grätschen und zu kämpfen. Ein gutes Spiel meiner Elf kann ich daher nicht am Ballbesitz festmachen. Wir sind für viele Gegner unbequem, denn bei uns gibt es Spieler, die sich, ohne dass sie einen Torschuss abgegeben oder einen Traumpass gespielt haben, über ein geiles Spiel freuen, wenn sie 27 Kopfballduelle gewonnen haben«, sagt Schappert mit einem Lächeln. Das Spiel nach vorne und die Kreativität im Herausspielen von Torchancen sieht der SC-Trainer verbesserungsfähig. »Wir wollen in dieser Saison versuchen, etwas offensiver zu spielen«, stellt Schappert in Aussicht. Ein Fokus der Trainingsarbeit wird wieder auf den Standardsituationen liegen, bei denen sich unter anderem Barbaros Koyuncu in der Vergangenheit schon ausgezeichnet hat.

Trainer/Umfeld: »Mit 33 Jahren Hessenligatrainer zu werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Ich hatte den Vorteil, die Jungs alle schon zu kennen. Als Spieler habe ich bereits lautstark auf dem Platz dirigiert. Ich hatte bislang keine Probleme, Akzeptanz bei den Jungs zu finden. Mit meinem Co-Trainer Oliver Schmidt, Torwarttrainer Manfred Ehrhardt, dem Trainerteam der U23, Thorsten Schäfer und Torben Höhn, sowie unserer guten Seele Marco Gerhard bilden wir ein harmonisches Team. Wir freuen uns, in unserer kleinen Kabine einfach nur ›dummes Zeug‹ zu reden, nehmen aber bei ernsten Gesprächen auch kein Blatt vor den Mund«, berichtet Schappert. Mit der Sportlichen Leitung um Björn Velten und Michael Hoffmann steht der SC-Trainer nahezu täglich in telefonischem Kontakt und auch mit dem 1. Vorsitzenden Manfred Klas wird ein reger Austausch geführt.

Prognose: »Mir war klar, dass eine Riesenliga nicht spielbar und die Teilung die einzige logische Folge sein konnte. In unserer Gruppe sind Friedberg, Hadamar, Walldorf und Dreieich die Top-Favoriten. Wir müssten uns schon gewaltig strecken, um da dranzukommen. Alle anderen Vereine haben ein Niveau. Wir haben Potenzial, aber wir müssen in einen positiven Lauf reinkommen, um letztlich ohne Druck spielen zu können«, sagt Schappert.

Zu-/Abgänge: Zugänge: Claudius Fürstenau (FC Waldbrunn), Luis Böttcher, Jakob Louis Reinhard (beide FC Gießen U19), Lukas Stefanowski, Finn Hörr, Kai Mazell, Roger Adamski (alle eigene Jugend). - Abgänge: Fabian Grutza (FSV Fernwald), Daniel Roskosz (TSV Blasbach), Volkan Öztürk (berufsbedingtes Karriereende), Laurin Dante de Bona (TSG Dorlar), Jafar Azizi (Umzug nach Leipzig).

Kader: Marvin Göltl, Maik Buss, Ricardo Alpsoy, Claudius Fürstenau, Karl Cost, Henry Erler, Lukas Fries, Mert Berkan Ciraci, Oliver Schmidt, Enes Bugra Cinemre, Joshua Enobore, Max Schneider, Robin Fürbeth, Luis Stephan, Barbaros Koyuncu, Jakob Louis Reinhard, Kian Marius Golafra, Luis Böttcher, Christian Gabriel Moura, Felix Erben, Natnael Tega, Lucas Hartmann.

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