05. Dezember 2020, 12:00 Uhr

Gießen 46ers

Die Gießen 46ers wollen schnell den Rhythmus finden

Im Dezember geht es für die Gießen 46ers Schlag auf Schlag. Neun Spiele in der Basketball-Bundesliga stehen für das Team von Trainer Ingo Freyer in diesem Monat an. Auftakt des Mammut-Programms ist am Sonntag das Heimspiel gegen Bamberg.
05. Dezember 2020, 12:00 Uhr
Die letzten Tipps vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Bamberg: 46ers-Trainer Ingo Freyer im Gespräch mit Powerforward Brandon Bowman. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Nach zwei Wochen Quarantäne, der Auftaktniederlage gegen Ulm und einer weiteren zweiwöchigen Spielpause greifen die Gießen 46ers wieder in das Spielgeschehen der Basketball-Bundesliga ein. Am Sonntag treffen sie um 20.30 Uhr in der Osthalle auf Bamberg.

Die Lage: 15 Tage ohne ein Pflichtspiel. Da liegt es auf der Hand, dass die Mannschaft von Coach Ingo Freyer am Sonntag so schnell wie möglich ihren Rhythmus finden muss. Intensive Trainingseinheiten standen in den vergangenen zwei Wochen auf dem Plan, wobei an der Intensität in Abwehr wie Angriff gearbeitet wurde. Besonders bei der Verhinderung von Körben müssen die Spieler um Kapitän Brandon Thomas energischer und zielorientierter zu Werke gehen. Sich 106 Punkte - wie gegen Ulm - einzufangen, sind eindeutig zu viel. Übrigens sind die 46ers das einzige Team im 18er-Feld der BBL, das erst ein Punktspiel bestritten hat. Deswegen fällt es auch Trainer Freyer schwer zu sagen, wo sein Team genau steht: »Wenn du in den letzten sechs Wochen nur ein Spiel machst und dich gut fühlst, weißt du komplett nicht, wo du gerade stehst.« Mehr Klarheit, in welche Richtung es für die Gießen 46ers in dieser Saison gehen wird, wird es nach dem harten Dezemberprogramm geben, das neun zu absolvierende Partien beinhaltet. »Man muss sich mal vorstellen. Unsere Saison geht jetzt erst eigentlich richtig los, und einen Monat später hast du fast die Hälfte der Spielzeit hinter dich gebracht. Die Phase, die nun kommt, ist außergewöhnlich - fast so wie das Ende in der vergangenen Saison in der Bubble.«

Der Gegner: Die Bamberger haben eine komplett neue Mannschaft formiert - und einen neuen Trainer an der Seitenlinie. Johan Roijakkers wechselte aus Göttingen an die Regnitz, im Gegenzug ging Bambergs letztjähriger Coach Roel Moors nach Niedersachsen zu den Veilchen. Aus der letztjährigen Starting-Five blieb nur Nationalspieler Christian Sengfelder übrig. Roijakkers nahm aus Göttingen die beiden Guards Bennet Hundt und den gebürtigen Gießener Dominic Lockhart mit ins Fränkische. Beide spielten erst kürzlich im Backcourt der A-Nationalmannschaft bei der EM-Qualifikation im französischen Pau. Der als Abwehrspezialist bekannte Lockhart übernimmt bei den Bambergern viel Verantwortung im Angriff - seine durchschnittliche Punkteausbeute von 10,7 pro Partie kann sich sehen lassen. Bester Scorer im Roijakkers-Team ist Center David Kravish. Der 2,08-m-Amerikaner kommt auf vorzeigbare 18.0 PpS, legt dabei noch 9,3 Rebounds im Schnitt auf und ist mit dem Wert von 27,3 mit Abstand der effektivste Akteur im Kader der Oberfranken. Dennoch weist der Sonntaggegner der 46ers nach drei Spielen mit nur einem Sieg eine negative Bilanz auf.

Personelles: Anfang Dezember hat die BBL innerhalb der Corona-Maßnahmen die Regelung getroffen, dass es eine strikte Trennung der Doppellizenzspieler geben muss, in welchem Team sie spielen und trainieren. Daher muss Freyer ab sofort auf Tim Uhlemann und Tim Köpple verzichten, die nun ausschließlich den Rackelos zur Verfügung stehen. So dezimiert sich der 46ers-BBL-Kader von 13 auf elf Mann, wobei in der aktuellen Konstellation von sieben »Ausländern« im Team immer ein Importspieler pro Partie aussetzen muss. Das wird am Sonntag sicherlich wieder den Guard Andrew Rowsey treffen. So kann Freyer gegen Bamberg auf zehn Akteure zurückgreifen. Verletzungs- oder krankheitsbedingte Ausfälle musste er am Freitagnachmittag nicht beklagen.

Das sagt Trainer Freyer :: »Ich weiß nicht, wie weit Bamberg leistungsmäßig von uns entfernt ist, ob wir schon an ihnen dran sind. Man kann zurzeit noch nicht einmal die Qualität der anderen und der eigenen Mannschaft genau einschätzen, weil du keine Vergleichsmöglichkeiten hast. Die Bamberger sind personell qualitativ sehr gut aufgestellt, verlieren aber in Hamburg und in Crailsheim.«

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