23. Juni 2021, 07:00 Uhr

Fußball

Den Wünschen entsprochen

Er ist ein »alter Hase« auf Funktionärsebene im Hessischen Fußball-Verband - Jörg Wolf. Der Klassenleiter der Verbandsliga Mitte und der Gruppenliga Gießen/Marburg hat aktuell viel zu tun.
23. Juni 2021, 07:00 Uhr
Jörg Wolf gehört zu den pragmatischen Funktionären im HFV. FOTO: FRO

Jörg Wolf, pensionierter Polizeibeamter, der zuletzt 19 Jahre als Verkehrserzieher an der Verkehrsschule in Stadtallendorf tätig war, ist schon lange im Hessischen Fußball-Verband aktiv. Als Regionalbeauftragter der Region Gießen/Marburg sowie Klassenleiter der Verbandsliga Mitte und der Gruppenliga Gießen/Marburg kann er sich nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Doch seine Zeit als Funktionär im Hessischen Fußball-Verbands neigt sich aus Altersgründen dem Ende entgegen - im Jahre 2024. Wir haben mit dem 63-Jährigen, der seinen Lebensmittelpunkt von Cölbe nach Reiskirchen im Landkreis Gießen verlegt hat, über die neue Spielzeit, Corona und den Hessischen Fußball-Verband gesprochen.

Herr Wolf, die neue Saison in der Fußball-Verbandsliga Mitte und der Gruppenliga Gießen/Marburg beginnt am 14./15. August. Ihrer Meinung nach ein guter Termin angesichts der langen Corona-Pause - oder wäre ein späterer Termin sinnvoller gewesen?

Der 15. August ist für mich ein akzeptabler Termin. Er ist der Durchschnitt der Wunschvorstellungen der Ligen aus ganz Hessen.

Die Fußballkreise Gießen und Alsfeld beispielsweise haben beschlossen, eine Einfachrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde zu spielen. Stand solch ein Modell auch für die Verbandsliga und Gruppenliga als Alternative im Raum - und falls ja, wie waren die Reaktionen der Vereine?

Selbstverständlich standen die beiden alternativen Spielmodelle auch zur Disposition, allerdings hatten sich in der Verbandsliga Mitte zwei Drittel der Vereine und in der Gruppenliga Gießen/Marburg deutlich mehr als 50 Prozent der Vereine für eine normale Spielrunde mit 34 Spieltagen ausgesprochen.

Es gibt Forscher, die bereits für den Herbst - Stichwort Delta-Variante - davor warnen, nicht zu sorglos zu sein. Mit Blick auf den Fußball: Sehen Sie auch eine Gefahr, dass der Spielbetrieb im Herbst, sofern die Inzidenz steigen sollte, wieder zum Erliegen kommt?

Ja, ich sehe die Gefahr, dass der Spielbetrieb zum Erliegen kommen könnte. Ganz aktuell ist es so, dass die Delta-Variante bereits im Landkreis Marburg- Biedenkopf angekommen ist und sich auch stetig weiter in Deutschland verbreitet. Die alles entscheidende Frage wird sein, ob wir durch das Impfen dem Virus wirkungsvoll entgegentreten werden.

Wenn Sie alleine hätten entscheiden dürfen für den Spielbetrieb in ganz Hessen, was hätten Sie für ein Modell gewählt?

Bei Spielklassen mit einer Mannschaftsstärke von mehr 18 Vereinen hätte ich ein alternatives Spielmodell gewählt, ansonsten wäre ich dem Wunsch der Mehrheit der Vereine gefolgt.

Nach rund eineinhalb Jahren Corona-Pandemie: Wie beurteilen Sie die Arbeit des Hessischen Fußball-Verbandes - was war gut, was nicht?

Im Großen und Ganzen war die Vorgehensweise des Hessischen Fußball-Verbandes recht gut. Unser Präsident hat sehr gut informiert und durch die stetige Einbindung des Verbandsvorstandes mit den handelnden Personen vor Ort die notwendigen Entscheidungen herbeigeführt. Für viele hätten Entscheidungen früher fallen können - aber so einfach war das nicht - denn die Politik hat den Takt vorgegeben. Gefallen hat mir nicht, dass einige wenige Kollegen in der zweiten Welle noch unbedingt - auch ohne Zuschauer - weiterspielen wollten - und das im Amateurbereich!

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