30. September 2020, 16:00 Uhr

Kegeln

Zweiter Auswärtspunkt für M85 perfekt

Zweitbundesligist M85 Mittelhessen sichert sich bei KF Oberthal II einen wichtigen Auswärtspunkt, einen vollen Dreier bucht in der Hessenliga Wettenberg in Fulda
30. September 2020, 16:00 Uhr
Christian Lenz ist beim Auswärtssieg des Wettenberger Hessenligisten KC 88 erneut bester Spieler der Gäste. FOTO: RAS

Am vierten Spieltag der 2. Kegeln-Bundesliga Süd holte sich Meteor 85 Mittelhessen im zweiten Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn KF Oberthal einen weiteren wichtigen Auswärtspunkt.

In der Hessenliga gab es für GH Allendorf/Lda. und M85 Mittelhessen II nichts zu holen, während KC Wettenberg in Fulda einen vollen Dreier einfuhr.

2. Bundesliga

KF Oberthal II - M85 Mittelhessen 5099:5000 (46:32/2:1): Der zweite Auswärtspunkt für M85 Mittelhessen ist perfekt. Bei der Reserve des deutschen Rekordmeisters fielen auf den überholten Kegelbahnen diesmal nicht so leicht die Spitzenzahlen der letzten Jahre.

Im ersten Block hielt Martin Albach (847) bis auf eine Gasse recht gut gegen die »Leihgabe« aus der ersten Mannschaft, Wagner (883), mit. Kai Bolte (821) und auch Heimspieler Maurer (814) konnten nur phasenweise die gewohnten Neunerserien spielen. Bei 29 Holz Rückstand waren die ersten zwei Wertungen aber eingesackt.

Im Mittelblock bestätigte Alexander Lehnhausen mit 870 Holz erneut seine derzeitige Top-Form und machte gegen Schönecker (855) weiteren Boden gut. Robert Gellert (808) konnte aus der Nervosität von Thull (824) leider kein Kapital schlagen und verpasste auch das Minimalziel aus dem ersten Block knapp. Bei bis dato sechs Wertungen waren nun noch zwei Zahlen über 824 nötig, um aus eigener Kraft die angestrebten 31 Einzelwertungspunkte zu erreichen.

Der letzte Block brachte dann nochmals Hochspannung, da Rolf Rohrbach und Thomas Becker mit sehr gutem Beginn den Rückstand zur Halbzeit auf nur ein Holz verkürzen konnten. Dem Endspurt des Routiniers und Tagesbesten Steier (888) konnten aber weder Rohrbach (811) noch Becker (843) folgen. Im Duell mit Molitor (835) behielt er allerdings bis zum Schluss die Nase vorne und bescherte den Mittelhessen am Ende den verdienten dritten Spielwertungspunkt und einen insgesamt guten Saisonstart.

Bei »Plus 2« suggeriert der momentane siebte Tabellenplatz aber nur scheinbare Sicherheit, da am kommenden Samstag um 13 Uhr mit Eifelland Gilzem der aktuelle Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit in Reiskirchen seine Visitenkarte abgibt. Die Mittelhessen müssen hellwach sein und im Vergleich zum ersten Heimspiel sicher noch eine Schippe drauflegen, um nichts anbrennen zu lassen.

Da jedoch der Kader der Gilzemer mit drei Spielern aus Luxemburg und einem aus Frankreich gespickt ist, kann man nicht sicher sein, ob angesichts der Pandemie-Entwicklung das Spiel wie angesetzt stattfinden wird.

Hessenliga

KSV Baunatal - M85 Mittelhessen II 4789:4496 (53:25/3:0): Am vierten Spieltag der Hessenliga musste Mittelhessen II auf den anspruchsvollen Kunststoffbahnen beim Mitaufsteiger etwas Lehrgeld zahlen. Auf dem ungewohnten Geläuf hielt Michael Buhl (801) mit dem Tagesbesten Leischner (808) noch voll mit, während Holger Scheer (730) dies gegen den früheren Meteor-Spieler Speck (777) nicht gelang. Bei einem Punkt in der Zweitwertung betrug der Rückstand 54 Holz.

Im Mittelblock waren Helmut Langstein (739) und Christian Rasch (677) gegen Wagner (793) und Bauer (807) chancenlos. Das Spiel war entschieden, aber der dritte Punkt war noch theoretisch möglich. Da Oliver Kahl (792) nach starkem Spiel aber knapp unter zwei weiteren Top-Zahlen der Gastgeber von Weickert (797) und Beckherrn (807) blieb und auch Stefan Hormel (757) an Specks Zahl aus dem ersten Block scheiterte, konnten die sehr kompakt aufgetretenen VW-Städter alle drei Punkte in Nordhessen behalten. Am Samstag wird gegen SKS Fulda ein Sieg angestrebt, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu halten.

GF Fulda - KC 88 Wettenberg 4677:4691 (0:3/38:40): Nach jeweils knappen Niederlagen bei »Gute Fahrt« in den beiden Vorjahren schafften die Wettenberger in einem wiederum äußerst engen Spiel diesmal, den vollen Dreier und glichen so ihr Punktekonto am vierten Spieltag mehr als aus. Christian Lenz (827/12) wurde erneut bester Wettenberger, zusammen mit Jörg Schnell (793/10) brachte er seine Farben zu Beginn gegen Fuldas wiederum stärksten Heimakteur Markus Chowanietz (811/11) und Larissa Plumhoff (760/3) in Vorteil. Das Plus von rund 50 Hölzern schmolz in der ersten Hälfte des Mittelblocks dahin und Fulda übernahm kurzzeitig die Führung, als aufseiten der Gäste der für den fehlenden Steven Groß ins Team gekommene Jugendspieler Tino Anders zunächst nervös (349) auftrat. Der KC kämpfte sich dann jedoch wieder zurück ins Spiel und führte nach den Ergebnissen von Kai-Uwe Schnell (781/6) und Tino Anders (737/1) im Vergleich mit Michael Wieczorek (754/2) und Joachim Mehler (786/8) mit 27 LP. Der Punktverlust war zu diesem Zeitpunkt für die Hausherren nicht mehr zu verhindern. Im abschließenden Drittel kam »Gute Fahrt« dann zwar immer wieder mal an Wettenberg heran, ohne aber die Partie entscheidend drehen zu können. Am Ende hatte der KC mit Jan Anders (770/4) und Patrick Schnell (783/7) gegenüber Fuldas Michael Mehler (791/9) und Carsten Warneke (775/5) die besseren Nerven und verbuchte drei Auswärtszähler.

KSG Hönebach-Ronshausen - Gut Holz Allendorf/Lda. 4862:4562 (54:24/3:0): Auch im zweiten Auswärtsspiel konnten Tobias Sabl und Co. keine Punkte mit ins Lumdatal bringen. Ohne die verletzten Jochen Schnecker, André Englisch, Andreas Schwabauer und dem verhinderten Dennis Weber fehlte die Durchschlagskraft in den vorderen Ergebnisrängen. Nach dem ordentlichen Startblock mit den gut aufgelegten Steffen Stockmann (788) und Jonas Krieb (771) gegen die Gastgeber Sekulla (809) und Schmidt (780) sah alles noch hoffnungsvoll für Allendorf aus. Doch in der Mittelachse legte das Heimteam mit Sufin (839) und Thomas Schaub (810) eine ordentliche Schippe drauf und baute die Führung gegen die Allendorfer Patrick Petschel (752) und Markus Magel (683) aus. Auch die Zuversicht auf den Zusatzpunkt erlitt damit einen Dämpfer. Die beiden routinierten Schlusskegler der Osthessen, Merkert (791) und Thorsten Schaub (833), machten keine Zugeständnisse mehr. Obwohl Tobias Sabl (800) an der Seite von Steffen Heinz (768) nochmal ein gutes Resultat erspielte, blieb es am Ende bei der deutlichen Niederlage.

Nun steht eine dreiwöchige Spielpause auf dem Plan. Weiter geht es am 24. Oktober mit dem Derby gegen den KC 88 Wettenberg auf der Allendorfer Anlage.

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