25. März 2020, 20:42 Uhr

Zur Not Amis zurückholen

25. März 2020, 20:42 Uhr
Kein leichter Start: Gießens neuer Geschäftsführer Michael Koch ist gleich als Krisenmanager gefordert. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Die Basketball-Bundes- liga hat gestern per Videokonferenz in Kooperation mit den 17 Clubs eine Entscheidung getroffen, wie es weitergehen soll. Sie hofft weiterhin auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, pausiert aber vorerst mindestens bis zum 30. April. Nach wie vor ist es das Ziel, die Saison zu beenden. »Es war eine sehr sachliche Diskussion«, verrät Michael Koch. Für den Geschäftsführer der Gießen 46ers bleibt aber die Gesamtsituation angespannt und unsicher.

Welche Auswirkungen hat die Liga-Entscheidung auf die Gießen 46ers?

Für uns erst einmal gar keine. Die Liga hat entschieden, weiter bis zum 30. April auszusetzen. Angepasst an die Deutsche Fußball-Liga, die vorneweg gegangen ist - und mit Sicherheit gut beraten ist - wenn sie das macht. Die Lage wird neu bewertet. Man überprüft nun, ob sich irgendwann ein Zeitfenster aufmacht, in dem man spielen kann.

Ihr Club hat die meisten Verträge der US-Spieler aufgelöst. Falls es zu einer Fortsetzung der Saison kommt, fehlen Ihnen doch diese Spieler?

Die Amerikaner haben wir nicht da. Aber die haben eine Lizenz bei uns. Das heißt, wenn die Liga entscheidet, dass sie wieder spielt, wird das mit einem gewissen Vorlauf sein. Dann haben wir noch genügend Möglichkeiten, uns um einige Spieler zu bemühen. Die sitzen auch zu Hause und haben nichts zu tun. Das heißt also nicht, dass wir die Spieler nicht wieder zu uns herbekommen. Wenn die Reisebeschränkungen aufgehoben sind, dann haben wir sicher noch genügend Möglichkeiten, zu reagieren.

Sind Sie persönlich zufrieden mit der Entscheidung der Liga?

Die Entscheidung ist mehrheitlich getroffen worden. Jeder Verein muss das akzeptieren - und es wird auch jeder Verein damit positiv umgehen. Wir als Club haben damit kein Problem. Im Endeffekt hat man jetzt wieder eine Richt- linie, sodass jeder Verein einen gewissen Spielraum hat.

Verlief die Videokonferenz eher sachlich oder emotional ab?

Sehr sachlich. Das ganze Thema kann man nur noch sachlich angehen. Jeder Verein hat zwar seine eigenen Problemchen - die sollte man aber hinten anstellen -, denn das ganze Konstrukt ist enorm wichtig. Das müssen wir am Leben erhalten.

Sie hatten für Ihren Club schon über Kurzarbeit nachgedacht. Wie ist der Stand der Dinge?

Solange die Liga nicht spielt, müssen wir schauen, wie wir die Kosten eindämmen können. Wir sind in Gesprächen und versuchen, eine Lösung zu finden.

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