15. Oktober 2020, 20:21 Uhr

Zum Auftakt einen Knaller

15. Oktober 2020, 20:21 Uhr
Vor Zuschauern muss die HSG Pohlheim um Daniel Hirz heute Abend ran, wenn sie zum Oberliga-Auftakt-Knaller die Bundesligareserve aus Melsungen erwartet. FOTO: FRIEDRICH

Saisonstart in der Handball-Oberliga, in der nach dem coronabedintgten Rückzug der SG Rot-Weiß Babenhausen (die GAZ berichtete) nur noch 15 Mannschaften an den Start gehen. Die Babenhausener belegen somit den ersten Abstiegsplatz, die künftigen Gegner haben spielfrei. Die Saison eröffnen heute die HSG Pohlheim und die MT Melsungen II. Dieser Partie in der Sporthalle Holzheim werden aller Voraussicht nach exakt 114 Handballfreunde beiwohnen, wie Pohlheims Pressewart Norbert Volk berichtet und damit auf ein Problem hinweist, mit dem auch die anderen Vereine zu kämpfen haben. 250 Personen sind zugelassen. Zieht man Spieler, Schiedsrichter, Betreuer etc. ab, können sich nur noch weitere 114 Personen in der Halle aufhalten. Eintrittskarten zu dieser Partie sind übrigens coronabedingt ausschließlich über den Online-Ticket-Shop der HSG zu bekommen. Wer keine Karte erhalten hat, kann das Spiel nach Auskunft der Pohlheimer auf YouTube verfolgen (www.youtube.com U9hSAa3Q).

Heimrecht genießt auch die HSG Wettenberg, bei der am Samstagabend die SG Bruchköbel vorstellig wird. Die Gastgeber möchten gern an die guten Leistungen der Rückrundenspiele in der vergangenen Saison anknüpfen. Dagegen wird die HSG Kleenheim-Langgöns zum Saisonstart im benachbarten Bayern aufschlagen. Gastgeber Tuspo Obernburg stand in der vergangenen Saison bei Abbruch auf einen Abstiegsplatz, wird diesmal bestrebt sein, sich ein entsprechendes Punktepolster zuzulegen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Dieser Spieltag ist der Einstieg in eine Handball-Oberliga-Saison, von der derzeit niemand weiß, wann und wie sie endet.

HSG Pohlheim - MT Melsungen II (Fr., 20 Uhr/Sporthalle Holzheim): Die zweite Mannschaft des nordhessischen Bundesligisten geht in ihre dritte Oberliga-Saison und hat sich in dieser Klasse in den vergangenen beiden Spielzeiten sehr gut geschlagen. In diesem Jahr darf man von der Mannschaft einiges mehr erwarten, denn die Zugänge lassen auf eine nicht unerhebliche Qualitätssteigerung schließen. So hat sich Kreisläufer Florian Weiß vom Drittligisten Eintracht Baunatal den Melsungern angeschlossen. Nach Nordhessen zurückgekehrt ist Rückraumspieler Jan Grolla, der zuletzt das Drittliga-Trikot der Mecklenburger Stiere Schwerin getragen hat. Ebenfalls wieder in seiner nordhessische Heimat gelandet ist Schlussmann Erik Ullrich, der vier Jahre lang bei den Füchsen Berlin das Drittliga-Tor gehütet hat.

Keine Laufkundschaft wird sich also heute Abend in Holzheim vorstellen. HSG-Trainer Jens Dapper weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. Doch die HSG Pohlheim möchte ihren Ansprüchen gerecht werden. Ein Sieg mit einer entsprechenden Leistung wäre jedenfalls ein gutes Signal für den weiteren Saisonverlauf. Der Gegner wird den Pohlheimern aber einiges abverlangen.

HSG Wettenberg - SG Bruchköbel (Sa., 20 Uhr/Großsporthalle Launsbach): Die vergangene Saison war für die SG alles andere als erfolgreich. Der Drittliga-Absteiger belegte bei Abbruch den neunten Platz. An eine Rückkehr in die dritthöchste deutsche Spielklasse war natürlich nicht zu denken. Und auch in dieser Saison gehört die SG nicht zum Kreis der Titelanwärter. Dennoch warnt Wettenbergs Trainer Axel Spandau vor den Bruchköbelern und nennt mit Hrvoje Batinovic Milos Kreckovic und Leon Eck mehrere Hauptangreifer. »Ebenso ist Jannik Hofmann am Kreis zu beachten«, ergänzt der Wettenberger Coach. Spandau verspricht aber auch: »Wir werden alles daransetzen, zu Hause zum Auftakt siegreich zu bleiben.« Allerdings sind derzeit noch mehrere Spieler seiner Mannschaft angeschlagen. Hinter den Einsätzen von Tom Warnke, Lukas Becker und Max Panther stehen noch Fragezeichen. Können diese drei nicht mitwirken, würde das die Aufgabe der HSG erschweren. Doch Rückschläge dieser Art haben die Wettenberger in der vergangenen Saison immer wieder hinnehmen müssen, Trainer und Mannschaft haben immer wieder das Beste daraus gemacht.

Tuspo Obernburg - HSG Kleenheim-Langgöns (So., 17.30 Uhr): HSG-Trainer Matthias Wendlandt warnt vor der Heimstärke der Unterfranken und davor, dass die Gastgeber einige Akteure in ihren Reihen haben, die bereits in der 3. Liga Erfahrung sammeln konnten. Wendlandt nennt in diesem Zusammenhang Andre Göpfert, Philipp Klimmer und Thomas Keck. Aber auch die jüngeren Spieler in Reihen der Obernburger verfügen über die entsprechende Qualität. »Bei uns sind die letzten beiden Wochen nicht so gelaufen, wie man es sich vor der Saison wünscht«, muss der Kleenheimer Trainer einräumen: »So wurde unser Testspiel gegen Offenbach abgesagt«, berichtet er. Außerdem waren in der Vorbereitung mehrere Akteure verletzt und krank. Keine guten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Saisonstart. Zu allem Überfluss muss Matthias Wendlandt am Sonntag auf Außenspieler Fabian Höpfner verzichten.

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